2 Pädagogen 1 Thema

Zu dem einen, über das Deutschlandradio veröffentlichten Beitrag habe ich bereits vor einiger Zeit in einem Brief meinen Unmut geäußert.

Ein gewisser Michael Felten schien dort wieder einmal jeglichen fiktionalen Charakter von Videospielen nicht zur Kenntnis genommen zu haben, nachdem ihn „ein versierter Freund“ an das Thema herangeführt habe – für Felten scheinen Videospiele aber schon vorher keinen Kontext gehabt zu haben: „Ballerspiele – bisher dachte ich, das sei wie Schießbude auf der Kirmes. Jetzt hat mir ein versierter Freund mal einiges gezeigt. Von wegen harmloser Trefferspaß: stundenlanges Quälen animierter Menschbilder, Gliedmaßen abhacken, gezielte Kopfschüsse, Bombenlegen.“ Und diese, auf welcher Grundlage auch immer vorgenommenen Beschreibungen sind meiner Meinung nach noch das harmloseste was dort zu finden ist, bei einem Kommentar welcher die Kultur von „jungen männlichen Wesen, die heute auf solche Perversionen abfahren“ nicht bloß wie üblich mehr als Gefahr, sondern in scheinbar jeder Hinsicht so als Verbrechen begreift – zumindest aber als Vorbereitung, „Einübung“ heißt das im in Deutschland üblichen Sprachgebrauch, ganz in der  Tradition des Militärpsychologen David Grossmann gehalten: mehr über Männer die eigentlich noch Kinder seien, oder Reifevorstellungen andersrum, inklusive eines veritablen Angriffs auf wissenschaftliches Denken oder als Gewissen der Gedankenfreiheit in Deutschland gleich überhaupt, findet sich hier –http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/895093/

Das Deutschlandradio fand es übrigens wie für gewöhnlich bislang nicht nötig auf meine Vorwürfe ihre Berichterstattung betreffend zu reagieren.

 

Wer mich kennt und sich hierher verirrt haben sollte, der weiß, dass ich eigentlich ein scharfer Kritiker der USK Bin: vor allem was historische Auseinandersetzungen in Videospielen betrifft, diskriminierende Sichtweisen auf Perspektiven in Spielen, und schließlich saubere Körperdarstellungen.

Gerald Jörns, bekannter Gutachter dort, bewies in einer etwas seltsam angelegten „Pressemeldung“ auf seiner eigenen Homepage zur Petition „Kölner Aufruf gegen Computergewalt“ wie unterschiedlich dieses Thema selbst aus einem vermeintlich doch ähnlichen professionellen Blickwinkel wahrgenommen werden kann: um die Sorge das Wohl von Kindern, Jugendlichen und meinetwegen noch jungen Erwachsenen betreffend, kann es so vordergründig demnach ja nun wirklich nicht mehr gehen: http://www.gerald-joerns.de/aktuelles/aktuelles2008/dezember2008/pressemeldungpropagandaderspielegegner.php

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