Wie weit geht da was eigentlich noch?

Vergleich in einem „Denkzettel“ der mir wahrlich zu denken gibt: militanten Rechtsextremismus, höchstens mit notdürftigster Einfallsarmut verschleiert, zu bestellen, wird mit der Betrachtung von „Sexbildern im Internet“ verglichen – von einem Herrn Kübeck in der heutigen „Kleinen Zeitung“.
Daneben der Leitartikel zum „Thema“ über „Spielshows, deren Dämlichkeit man zuvor nicht für möglich gehalten hätte, Gewaltkino aus den unteren Schubladen sowie Sex in allen möglichen Varianten.“
Die üblichen aburteilenden Worte für den Geschmack Andersdenkender, vorgetragen von einem „Kulturjournalisten des Jahres“ – angeblich sogar dreimal hintereinander hierzulande wirklich dafür gehalten: http://oe1.orf.at/inforadio/100326.html?filter=5

Na ja, immerhin scheint er gegen „Shows wie Wrestling oder Mud-Racing“ verblüffenderweise nichts zu haben – vielleicht ist er deshalb ja „Kulturjournalist des Jahres“ geworden, dreimal hintereinander, aber ich fürchte doch bloß in meinen naiven Wunschvorstellungen einer besseren Welt.
Gefragt wird jedenfalls was „das TV-Publikum“ will, und dabei von einem „großen Wurmlutschen“ (!?) gesprochen: ich frage mich eher ob vor dem TV So irgendwann überhaupt noch jemand zu finden wäre, von in „den Anstalten“ wo laut „Kulturjournalist des Jahres“ „groß“ an Würmern zu „lutschen“ (?) angesagt sei, ganz zu schweigen…

Es geht in der heutigen Ausgabe um „25 Jahre Privatfernsehen“ in Deutschland, um eine Zeit als dieses „schmuddeln lernte“.
Da kommen in zyklisch auf mich wirkenden Phasen immer wieder eigeschossene Gelegenheiten altherstgebrachte Vorurteile zu verbreiten, etwa wenn (wieder) ein ehemaliger Angehöriger der Roten Armee Fraktion aus einem Gefängnis entlassen wird (oder bloß werden sollte).
Im TV-Teil schließlich wird von einem aktuellen Krimi über Fremdenfeindlichkeit in Tirol berichtet bei dem Stereotypen anscheinend zuerst aufgebaut werden nur um sie anschließend politisch korrekt aufzulösen: da scheint die heile Welt der Volksbildung für das „TV-Tagebuch“ wieder in Ordnung zu sein, andere Denkweisen ja nicht mehr zu geben, und man merke sich so wieder, „dass Österreich einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat.“

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