„Die Gesellschaftler“: offener Brief und „Schnittbericht“…

http://diegesellschafter.de/tagebuch/eintrag.php?eid=1166&z1=1241359428&z2=7c80779aeab08906d404a1e2023624f2&

Offener Brief

„Passage mit beleidigendem Inhalt sowie ein diffamierender Vergleich gelöscht. Bitte beachten Sie die Diskussionsregeln und bleiben Sie sachlich.“
Die Wortwahl welche ich verwendete, hatte ich zuvor vollständig dem Tagebucheintrag des Herrn Haag entnommen, sowie als Zitate auch zu erkennen gegeben. Soviel zu meiner „Sachlichkeit“.
Weshalb darf Herr Haag das was ich als meine Kultur begreife demnach wie es noch die Moderation erkennt „beleidigen“, ich mich jedoch dagegen nicht in dieser Form verwehren?
Darüber hinaus empfinde ich es ungeheuerlich, einen kulturpolitischen Hinweis sowie den Hinweis auf begangene Verbrechen als „diffamierend“ zu zensieren.
Was soll hier so eigentlich verdrängt werden – worüber nicht gesprochen?
Noch auf einer Seite der Initiative „Aktion Mensch“?
Ich verbitte mir die Unterstellung hier irgendetwas „verglichen“ haben zu wollen und verurteile diese Zensur, sowie wie mit Menschen wie mir hier umgegangen wird. Dem Geschmack und Empfinden Andersdenkender ganz zu schweigen

 

Und das war mein betreffender Beitrag dort. Die zensierten Passagen

Für mich als österreichischen Historiker und Kulturwissenschafter ist Ihr Beitrag, Herr Haag, kulturell fremdenfeindlich und einfach menschenverachtend.
Die Beschäftigung oder Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt in Computer- und Videospielen ist für mich sehr wertvoll, wichtig und unverzichtbar.
Aber das verstehen Leute wie Sie wohl nicht.
Auch als schwerbehinderter Mensch, welcher an der Glasknochenkrankheit leidet, ist dieser „Tagebucheintrag“ von Ihnen für mich mehr als verantwortungslos zu nennen, er ist verabscheuungswürdig was Kulturpoltiik, Zensur, Indizierung, Beschlagnahmung und Vernichtung von Kulturgütern in Deutschland angeht.
Einer jahrzehntelangen Tradition, seit 1954 (wieder).
Auf der Seite einer Initiative von „Aktion Mensch“ schreiben Sie diesen „Tagebucheintrag“. Das nenne ich „zynisch, verkümmert“ oder „armselig“. Als Mensch mit Behinderung, Computer- und Videospieler.
Und als solcher fühle ich mich auch politisch verfolgt, wenn ich in Deutschland zu Besuch bin. Und diskrimniniert. Weniger wegen meiner schweren Behinderung, sondern weil ich zufällig Computerspieler bin. Bei dieser Geisteshaltung, welche Sie auch hier zum besten geben.
Aber auch das mag Ihnen ebenfalls nicht zu denken geben, womöglich noch froh darüber sein, weil diese Geisteshaltung ihre jeweiligen geheuchelten Fassaden aufgebaut hat. Für wen auch immer.
 Auch wenn Ihnen dies nicht zu denken gibt, ebenso wenig wie meine Erinnerung bei solchen Aussagen an die kulturellen Sauberkeitsvorstellungen während der Herrschaft des Nationalsozialismus, samit industrieller Vernichtung von Menschen wie mir.
Was wollen Sie eigentlich? Bloß die Kultur von Menschen wie mir schlecht reden, oder diese doch gleich zerstören – weil Sie es einfach nicht besser wissen?
Nun, das bringt mich auch nicht davon ab, über dieser Vorgänge für eine diskursanalytische Dissertation an der Universität Graz hier in Östereich zu schreiben.
Mag. phil. Jürgen Mayer,
Kulturwissenschafter, Steiermark

 

Anmerkung:

ich kann mir durchaus vorstellen, dass meine beiden Beiträge dort samt dem Schreiben oben von der Seite mittlerweile vollständig gelöscht wurden. So weit ist mein Vertrauen in diese „Debatte“ in Deutschland mittlerweile gesunken…

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