Zensur ist keine „Kritik“, sondern eine Form von Gewalt

Ich stoße immer wieder auf Ideen beziehungsweise Behauptungen, wonach „Kritik“ an (den Inhalten von) Videospielen (auch innerhalb des diffamierenden Diskurses) möglich sein muss.

Darüber hinaus auf die Meinung, dass „Zensur“ etwas anderes sei, als es in der gegenwärtigen Situation in Deutschland gegeben. Es gäbe Werte und Normen, welche dadurch eingehalten werden sollen.

Dies halte ich für widersinnig und unrichtig: gesprochen wird hier nicht von dem Ausdruck anderer Leute, da die sprechenden solcher Vorstellungen für gewöhnlich eben keine Kreativen sind, die mit derlei Ansinnen eigentlich immer angegriffen werden – was zusätzlich noch häufig geleugnet wird meiner Erfahrung nach.

Und wenn „Killerspiele“ mit „Kinderpornographie“ assoziiert werden wird das Problem das ich hiermit ansprechen möchte auch sehr deutlich: wer fiktionale Konstruktionen, Erzählungen, Handlungen, Immaginationen, mit realen Verbrechen an Unmündigen in Beziehung bringt, gar vergleicht, verharmlost notgedrungen reale Gewalt, auch wenn diese so tatsächlich als kausale Folge virtueller Darstellungen verstanden werden sollte.

Schließlich ist das reale Geschehen unumkehrbar und hat das Leben Betroffener nachhaltig bis schlussendlich vollständig negativ verändert. In Computer- oder Videospielen können, da noch grundsätzlich moralische Handlungen, hingegen beständig Neustarts getätigt werden.

Einen für diese Tage eigentlich geplanten Artikel zu „Bikini Karate Babes 2“ muss ich leider verschieben. Ich bitte um Verständnis🙂

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