Die Homophobie des Schattenkomplexes

In den USA Wird derzeit der Name Orson Scott Cards diskutiert, im Zusammenhang mit einem Boykott der kürzlich veröffentlichen 2D-Hommage „Shadow Complex“ von Chair (Undertow) und Epic Games.

http://www.gamepolitics.com/2009/08/25/gamers-propose-shadow-complex-boycott-over-orson-scott-card039s-invovlement

http://www.gamepolitics.com/2009/08/26/shadow-complex-boycott-non-starter

Zwar war mir Card als gläubiger Mormone bewusst, nicht jedoch als (namhafter?) Aktivist gegen die Rechte sexuell gleichgeschlechtlich orientierter Menschen. Auch nicht, als ich vor nunmehr fast fünfzehn Jahren schonmal einen Titel woran er beteiligt war spielte, Lucasarts Adventure „The Dig“. War das damals schon ein Fehler gewesen?

Abgesehen davon, dass die Narration Cards bei „Shadow Complex“ eine doch eher untergeordnete Rolle spielt, stellt sich diese Frage mir auch grundsätzlich – ohne Autoren-Prominenz: die Beteiligung von Menschen mit massiv ausgeprägten politischen Ressentiments gegenüber (den Rechten von) anderen an einer gemeinschaftlichen Produktion wie der eines Films oder nunmal Spiels: niemand ist dabei allein heranzuziehen, auch der größte eingebildete Auteur und Anhängiger „authentischer Kunstwerke“ nicht. Wo also beginnt die Verantwortung nicht jemanden zu unterstützen der (ansonsten) gegen die eigene Überzeugung operiert, und wo hört diese auf – verkehrt sich vielleicht schon in gegenteiliges um – wenn eine Produktion pauschal boykottiert werden soll, für welche ein solcher Autor, eine solche Autorin, möglicherweise noch gar nicht maßgeblich gewesen ist?

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