‚Vorschlag für ein anderes „Mitgefühl“‚ – Kommentar bei Stuttgarter Zeitung

Ich bin fassungslos darüber wie hier über eine Organisation berichtet wird, welche die „Ächtung“ einer Kultur anderer Menschen fordert, Andersdenkende so noch als „Hunde“ bezeichnet.
Für Menschen wie mich ist die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt in Computer- und Videospielen wertvoll, wichtig und unverzichtbar.
Wie hier offenbar mit kulturellen Sauberkeitsvorstellungen und einer wie auch immer definierten Norm gegen den Geschmack und Empfinden anderer Menschen vorgegangen wird, in einer vorgeblich aufgeklärten und rechtsstaatlich-demokratisch situierten Umgebung entzieht sich langsam aber sicher meiner Vorstellungskraft.
Eine öffentliche Veranstaltung, welche in deutlich sichtbarer Zusammenarbeit mit einem Müllunternehmen euphemistisch den unliebsamen Ausdruck anderer Menschen „entsorgt“. Unter dem Vorwand so irgendwie vorbeugend gegen Gewaltverbrechen auftreten zu wollen, wobei ein dahingehendes Gewalttabu zu beispiellosen Verboten und Zensurmaßnahmen bereits geführt hat – was allem Anschein nach aber kein Gewaltverbrechen so noch verhindern konnte. Im Gegenteil: die Schulmassaker welche verübt wurden geschahen jedenfalls trotzdem, und in ihrem Ausmaß in keinem anderen Land Europas. Keinem anderen Land bedeutet dabei auch in keinem Land, in welchem liberaler mit populärer Kultur umgegangen wird als in Deutschland: dennoch ist die Reaktion nicht etwa dieses Gewalttabu endlich zu hinterfragen, sondern sind im Gegenteil noch öffentliche Zerstörungsaktionen zu zelebrieren. Mit Billigung beziehungsweise Unterstützung aus willfährigen Medien, Politik und entsprechend ideologisierter „Wissenschaft“. Eine Schande für die gesamte Europäische Union.
Meine Anteilnahme aus Österreich gilt als Historiker und Mensch mit Behinderung den betroffenen Computer- und VideospielerInnen Deutschlands, welche sich als Gruppe dabei zurecht diskriminiert fühlen. Ich hoffe weiterhin bei allen anderen, auch anderen Gamern welche eine politische Opposition, Widerstand dagegen immer noch nicht für nötig halten, auf ein Umdenken.
Leider sieht die Computerspieleindustrie und „Lobby“, anders als in diesem Artikel fantasiert wird, aus meiner Sicht diesem Treiben nämlich eher viel zu gelassen zu, irgendwie abwartend und beschwichtigend, anstatt dass sich die Branche samt Kreativer, von den KonsumentInnen einmal ganz abgesehen, verstärkt dagegen wehren würde und weniger durch falschen Konsens aus der Verantwortung entziehen.

http://tiny.cc/coVBV

Nachtrag: mein Kommentar wurde dem Vernehmen nach dort schneller wieder gelöscht als man hinschauen konnte – etwas das auch mich noch in der Form überraschen konnte. Weitere Wortmeldungen bei solchen Presseorganen werde ich mir in Zukunft also auch überlegen.

2. Nachtrag: zwar ist mein Kommentar jetzt wieder aufgetaucht (???), oder täuschten mich die Sinne bezüglich einer Freischaltung, von weiteren solchen Kommentaren werde ich in Zukunft dennoch absehen. Sehe auch darin einfach keinen Sinn mehr, erscheint mir zusehends zwecklos sich in vorgefertigte Bahnen auch in dieser Form zu begeben. In der Pforzheimer Zeitung wird das worum es mir geht gar als „enstprechendes Material“ bezeichnet – wovon ich in einer Öffentlichkeit so zuletzt als „entsprechendes Material“ gesprochen hörte erspar ich mir an dieser Stelle lieber – was soll ich mit meinem Denken da schon noch so ausrichten können? Vermutlich leider doch nur sehr wenig, wahrscheinlich eher Unmut und Missverständnisse http://tiny.cc/rtArO

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