„Verloren…“ steht da, mitten in einem Auge – als Symbol einer „Informationskampagne“

http://derstandard.at/1256256040230/LehrerInnen-machen-gegen-World-of-Warcraft-mobil „Wie Computerspiele unsere Kinder verführen“

Und niemandem scheint wiedermal etwas aufzufallen…

„Sehr kritisch“.

Anbei die schon auch bekannten Verbindungen einer Kreativindustrie, des Ausdrucks von Menschen, mit krebserregenden Substanzen: „änlich wie in der Zigarettenindustrie“ werde „das Suchtpontential … von der Spieleindustrie gering geredet und bagatellisiert.“

Worauf deutet ein solches Bild eines Auges hin – „verloren“? Was trägt soetwas in sich? Welchen Zugang zu anderen Menschen, deren Geschmack und Empfinden, Freizeitgestaltung, Beschäftigungen, Wünschen, Lebensstilen und Lebensweisen? Doch auf eine negative Beziehung dazu – zum anderen „sein“, bis hin zum anderen Denken. Und diese Beziehung stellt nichts anderes als Menschenverachtung für mich dar.

Also genau das was der anderen Ausdrucksform nur allzu häufig so (gleich mit) unterstellt wird.

Das ist auch abgesehen der menschenverachtenden Ikonographie dieser Kampagne in einer Form und Weise einfach nur so xenophob, wie ich es selbst dem „Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen“ und einem „Bayerischen Lehrer und Lehrerinnenverband“ nicht zugetraut hätte.

Doch was tut die Branche gegen solche Verweise, von der Spielepresse bis zu den Verbänden? Spätestens als ich einmal noch einen ausgewiesenen Branchenveteranen gegen den Status von Computerspielen in Deutschland als Kulturgut reden hörte, weil dann womöglich (zusätzliche) Abgaben zu entrichten wären(!), lässt es sich aus meiner Sicht nicht mehr leugnen, dass es dort einfach nur ums Geld geht – auch wenn das populistisch klingt.

Um der (Rest-)Sicherheit in (noch) abgesteckten Pfründen Willen wird nicht viel dagegen gesagt. Die eigene Meinung deckt sich möglicherweise teilweise noch mit diesem Haß auf der anderen Seite in größeren Ausmaßen als man es eigentlich glauben möchte, und die öffentliche Entwicklung schreitet gegen diese Ausdrucksform einfach immer weiter voran: mag schon sein, dass das lächerliche Ergebnis der Spieles“sammlung“-Vernichtung in Stuttgart trotz medialer Manipulation ein sogar äußerst positives Zeichen dahingehend gewesen ist, dass sich eine Öffentlichkeit doch nicht so leicht gegen Spiele mobilisieren lässt wie manche das gerne hätten, dennoch: wie kann anderes so mittel- oder längerfristig (noch) möglich bleiben?

Wenn eine Öffentlichkeit schon lange dahingehend gerichtet ist, dass immer mehr solcher „Kritik“ auftaucht – von verschiedensten Seiten – um sich mit den eigenen Unzulänglichkeiten nicht beschäftigen zu müssen. Der Mißbrauch eines ernsthaften Problems angestellt wird, bloß um sich nicht selbst hinterfragen zu brauchen, sowie ein medialer Transport dessen, auch bis hierher nach Österreich, ohne mit der Wimper zu zucken scheinbar als „Kritik“ durchgeht. Was ist das für eine „Kritik“?? Was bedeutet diese dann?

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