Die deutsche Version: „Sie haben einen Zivilisten getroffen. Vorsicht beim Feuern!“

Terrorismus made in Germany? Als ob das während eines solchen Massakers irgendjemandem gesagt werden würde: http://www.mapmodnews.com/article.php/Forced-kil-civilians-Modern-Warfare-2

Eine einzige Verhöhung von realen Opfern diese Zensurmaßnahme aus meiner Sicht, deren PeinigerInnen wurde das schließlich sicher nicht in einer Texteinblendung mitgeteilt.

 

Ich denke, nach allem was man bisher davon gesehen hat darf ruhigen Gewissens davon ausgegangen werden, dass die inkriminierten Szenen eine konsequente, genial-geführte Weiterentwicklung des ersten Modern Warfare repräsentieren. Für mich ist es ein Elend zu beobachten wie zugunsten eines Denkens an „Spaß“ dabei diskursiv die Integration eines solchen Massakers zu verhindern erwünscht wird, noch von Seiten einer Spielepresse (zumindest in Deutschland). Der Vorgang negatives als positiv gemeint, affirmativ, zu interpretieren ist ein schlichtes Übel für mich das jede Auseinandersetzung mit negativem letztlich zunichte macht. Am Ende kann so über keinem Vorgang in der Welt mehr ungehindert reflektiert werden, die Tatsache dass sich etwa keine Kinder unter den ZivilstInnen befinden ist höchstmoralisch zu nennen.

Der entscheidende Bruch zum realen

Da gibt es eben weiterhin doch Undarstellbares. Grenzen welche auch so künstlerisch eingehalten werden

Und wie einfach ein pornographischer Blick mit Empörung darüber auch abseits tradierter Medienfeindlichkeit vorgeschoben wird ist schon bemerkenswert.

 

Als jemand der sich auf Flughäfen selbst bereits vor solchen Überfällen gefürchtet hat machen die Szenen im Ansatz so auch schon therapeutische Qualitäten deutlich. Sowie eines: eine Militarisierung der Jugend wird kein amerikanisches Militär der Welt durch solche Szenen herbeiführen wollen, diese Unterstellung gegenüber EntwicklerInnen ist dadurch jetzt eigentlich obsolet geworden. Da müsste schon noch wesentlich verquerer argumentiert werden, wenn diese Szenen wegen der Weltanschauung, den Vorurteilen und Ressentiments eines Wolfgang Bosbach oder Rainer Fromm in Deutschland nicht argumentativ wohlwollend begegnet werden könne – falls soetwas tatsächlich behauptet werden sollte

Einfach unverständlich für mich, wie noch soetwas mittels Empörung als affirmativ gemeint eingeschätzt werden könnte. Das Massaker auf einem zivilen Flughafen…

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