Die internationale Perspektive: Kunst oder Kasperl(e)theater?

Für mich sind Videospiele ja entweder Kunst oder Sport, sie können – wie Modern Warfare 2 – auch beides sein: und Sport ist hier Krieg, Sport seiner eingebildeten Zivilisiertheit entledigt.

Warum ich das hier schreibe? Weil ich zugegebenermaßen immer noch erstaunt bin wie die Terrorismusperspektive in „Modern Warfare 2“ auch in den USA Wellen schlägt: das heißt nicht nur im Objekt meiner gewöhnlichen Beobachtung, dem gewaltphoben Deutschland – als Reservat der eingebildet Tüchtigen und vermeintlich Anständigen. Aber ich habe die Propaganda des „Krieges gegen den Terror“ unterschätzt beziehungsweise vergessen, selbst wenn ich gerade die vierte Staffel von „Battlestar Galactica“ mir nebenbei zu Gemüte führe. Und da sind die TerroristInnen bekanntermaßen nur schwer erkennbare Cylonen, sowie käme es halt auch nicht gut an, wenn man plötzlich als derlei „skin-job“ angeblich brave Bürger niedermäht. Wenigstens der Rassismus ist dort evident und anders als in Deutschland bei diesen Meinungen und „Kritiken“ kann darüber auch problemlos gesprochen werden. Zumindest außerhalb der Fiktion.

Für gewöhnlich ziehe ich mich in meinem täglichen Konsum von Videospiel-Berichterstattung ja in die USA Medial zurück, wenn mir die deutsch(sprachig)e Presse wiedermal zu deppert erscheint – und das ist eigentlich auch täglich der Fall, doch das Thema verfolgt einem halt auch dort in diesen Tagen: im Gamepolitics-Blog wird aber immerhin schon galant darauf hingewiesen, ob einem „Modern Warfare“ nicht bereits (jetzt) zum Halse raushängt. Und ja, in meinem Fall tut es das, obwohl ich weder vor hatte mir den zweiten Teil gleich zu kaufen, ich meinen ersten schon vor anderhalb Jahren glaub ich verkauft hab, und eigentlich noch die „World at War“ vom letzten Jahr vorher zu kaufen gedenke http://www.gamepolitics.com/2009/11/06/poster-claiming-be-iw-dev-weighs-mw2-furor.

Es ist einfach zuviel. Jetzt meldete sich dort (in den Staaten) ein IW-Entwickler, eine Entwicklerin – was weiß ich -, zu Wort welche selbstredend gegen diese Terrorismus-Perspektive war während der Entwicklung: ja bin ich hier in der Puppentheaterindustrie gelandet? Was wollen die Leute eigentlich? Und sollen sie immer das kriegen was sie sich wünschen? Nein! Sicher nicht. Soll diese Form für irgendetwas gut sein.

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