Kommentar bei Frankfurter Allgemeine Zeitung

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EDA894A8745AD43F89574BC12C668E183~ATpl~Ecommon~Scontent.html

@ Robert Sylvester (merseysider)

Der von Ihnen genannte Film von John Wayne zeichnete sich gerade dadurch aus, dass er Krieg sauberer und somit wohl auch beschönigender darstellte als es ein „Call of Duty“ je getan hat.
Im Gegenteil halte ich die Bezugnahme auf Jünger in dem Artikel von Andreas Rosenfelder deshalb noch für höchst unangebracht, weil diesen schon allein über ein sprechen von Krieg als reinigendes Unwetter eine befreiende und damit auch positive Beziehung dazu (Krieg als Phänomen) mit einiger Begründung vorgeworfen werden kann – gerade auch wenn man an das protofaschistsiche Futuristische Manifest von 1909 denkt.
Derlei Vorstellungen kann ich in diesem und ähnlichen Spielen jedoch keineswegs begründet erkennen und nur für ganz üble Unterstellungen halten. Da solche Spiele zum Teil sehr unmittelbare Erfahrungen vermitteln wollen ist vorgegebene „Kritik“ darin insofern fragwürdig, weil sie den Spieler, die Spielerin, an eigenen Reflexionen über das dargestellte hindern würden. Darüber hinaus kann ich Bedenken über affirmative Interpretationen von Schrecken und Leid wie Sie sie offenbar vorschlagen überhaupt nicht nachvollziehen: diese deuten für mich als bilderfeindliche Reflexe stets auf das fragwürdige Bild eines malevolenten (Massen-)Publikums hin.

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