Archive for Februar 2010

Kommentar bei Ingeburg Peters

25. Februar 2010

http://ingeburgpeters.blogspot.com/2010/02/vor-und-nach-haiti.html

Ich gehe zwar nicht davon aus, dass dieser Kommentar an Claudia von Werlhof veröffentlicht wird oder zumindest so lange hier stehen bleibt, doch sollen Sie in Hallein 2003 Menschen als Parasiten bezeichnet haben. Wie stellen Sie sich eine Subsistenzwirtschaft eigentlich mit Menschen mit Behinderungen wie mir vor?
Noch dazu wenn diese männlich sind – haben so Leute wie ich bei Ihrem Projekt Frauenforschung, was so als „Wissenschaft“ gegen gender studies und ja ideologisch zumindest schonmal keinem Emanzipationsvorhaben nachkommen wird, wenn schonmal bestimmte Ausdrucks- und Gedankenformen, Errungenschaften einer Moderne mit dem Verweis auf Geschlechterrollen und Kolonisationen versehen werden, überhaupt eine Lebens-Chance, eine Existenzberechtigung, wenn Sie der Leistung einer solchen Wirtschaft aus gesundheitlichen Gründen etwa dauerhaft nicht nachkommen können? Das betrifft in meinem Fall ja nicht nur alte und kranke Menschen, welche schon traditionell versorgt wurden.
Ich habe das mit der Halleiner Rede von Ihnen schon einmal öffentlich anzubringen versucht, doch zum Beispiel von „Herrn K.“ wie Sie Ferdinand Karlhofer in diesem Brief zu nennen pflegen etwa keine Antwort erhalten – vielleicht entspricht ja das auch doch dem Wissenschaftsverständnis des Instituts für Politikwissenschaft in Innsbruck?
Für Forschungen über Menschen mit Behinderungen wie mir ist mir ja schonmal kein Lehrstuhl an einer österreichischen Universität bekannt, ebenso wenig für anderes welches den Lebensbereich von Menschen wie mich wesentlich betrifft – etwa den sexuellen Ausdruck von Menschen, welcher für gewöhnlich als Pornographie diffamiert wird, oder die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt in Computer- und Videospielen.

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Das was Herr Matschijewsky möchte…

25. Februar 2010

Nicht ertragen (müssen) – man lese und staune: „… Dabei wären solche Tabubrüche gar nicht nötig. Das enorm erfolgreiche GTA 4 etwa ist zwar zu Recht nicht für Jugendliche freigegeben, geht mit dem Thema Mord und Totschlag aber ironisch um. Oder Ubisofts Action-Blockbuster Assassin’s Creed 2: Da werden Menschen zwar in expliziten Nahaufnahmen mit Schwertern durchbohrt, dafür muss ich aber weder literweise spritzendes Blut sehen noch qualvoll schreienden Opfern beim Sterben zuhören. Bioshock 2, ebenfalls ein prominenter Name: gewalthaltig ja, aber nicht gewaltverherrlichend. Ich hoffe, dass Brutalo-Titel wie Aliens vs. Predator die Ausnahme bleiben, und dass Gewalt in Spielen künftig nicht noch häufiger zum Selbstzweck verkommt.“ http://www.gamestar.de/kolumnen/2312945/aliens_vs_predator.html
Ich rekapituliere: Herr Matschijewsky möchte „zwar“ gerne jemandem mit einem Schwert im „Action-Blockbuster“ durchbohrt sehen, aber bitte eben nicht so dass dabei „literweise spritzendes Blut“ zum Vorschein kommt – sondern halt sauber (!?). Das kann ich gar nicht so falsch verstanden haben um das hier nicht in aller Deutlichkeit dementsprechend zu analysieren. Und das ist das womit in der Zeitschrift Gamestar etc. eben nicht konfrontiert gewollt werden wird – sowie eben die Gewalt im Versteck. Das ausblenden derselben noch für gut geheißen, doch sobald da etwas (zu sehr) zum Vorschein kommt, wird in die gleichen kulturell fremdenfeindlichen und sauberen Vorstellungen (dem Vernehmen nach SOFORT) eingeschwenkt, wie sie auch aus der deutschen Mainstream-Presse her bekannt sind. Sich für überlegen gehalten. Überlegen „durchbohrt“ sozusagen
Das nenne ich Gewalt
Verabscheuungswürdiger als bei diesem Vortrag von Matschijewsky geht es aus meiner Sicht nicht mehr
Denn wer in der Gamestar-Redaktion kennt da bei SEGA Und Rebellion schon wen? Was soll das für eine „Kritik“ denn bloß sein? Wer weiß da von den Absichten dieser EntwicklerInnen soviel, dass da solche ungeheuerlichen Vorwürfe in Deutschland vorgetragen werden könnten? Von übelsten Absichten, etc. ? Das sind – jedenfalls im Kollektiv – Fremde für die. Nichts anderes. Einfach nur widerwärtig
Ganz zu schweigen davon, dass der Zensur-Einrichtung USK Hier der betreffende Titel für deutsche BürgerInnen gar nicht erst vorgelegt wurde allem Anschein nach. Im Glauben, dass diese deren nicht-veröffentlichten Kriterien entsprechend dem Spiel sowieso kein Kennzeichen auch nur für Erwachsene ausgestellt hätte. Dass mit dieser Perfidie gegenüber dem Geschmack und Empfinden Andersdenkender eines Matschijewky so erst noch begründet wird? Noch dazu von der menschenverachtenden Gewalt der kulturellen Normvorstellungen einer Spielepresse in Deutschland, wie hier aus dem IDG-Verlag? Welche ebenso von „Selbstzweck“ dabei spricht wie in bestehenden, diskriminierende Entscheidungen der Fall, welche eingebildete Moralvorstellungen über den konsensualen Ausdruck Kreativer schwingen? Diese noch strafrechtlich verurteilen. Wo in Australien Zensurmaßnahmen von der dortigen Presse noch geahndet werden, wird in Deutschland andauernd applaudiert? Diesen womöglich noch (in vollem Umfang gar?) Recht gegeben? Wo in anderen Staaten sich mit Händen und Füßen – siehe Australien etwa – gewehrt wird? Ist das eines internationalen Verlages wie IDG Würdig? Werden da bewusst solche Vorträge gegenüber dem Geschmack und Empfinden anderer Menschen zugelassen? Kein Problem dabei gesehen, wenn ein Redakteur wie Matschijewsky pauschal und wiederholend böswillige Absichten Unbekannten unterstellt? Im Grunde genommen könnte ja die gesamte Redaktion jederzeit geschlossen zurücktreten

Ich werde mich über diese für mich schlicht weg indiskutable Presse in Deutschland jedenfalls nicht mehr äußern. Mir reichts endgültig

Mir scheint schon, dass da einiges falsch läuft…

22. Februar 2010

Schweiz: auch abgesehen von einer problematischen Rede über „Jugendkultur“ scheint es einigermaßen schwer zu fallen FÜR Gewaltdarstellungen dort einzustehen. Doch was tut eine Gesellschaft eigentlich, welche die Sichtbarmachung von Gewalt in Medien zu unterdrücken wünscht – diese „gewaltfrei“ halten möchte? Gewalt kann schließlich immer und überall entstehen – auch unvermutet. So gewaltfrei und/oder gewaltlos kann sich eine Gesellschaft doch gar nicht ernsthaft (auch) vorstellen? Oder etwa doch – jedenfalls keine demokratische… Zusätzlich zu der Frage ob die Unterdrückung von Gewaltdarstellungen, diese als Gewalt anzusehen, nicht schon längst selbst Gewalt ist. Über Bedeutungen wird da oft gerne nicht gesprochen, und auch das gehört zu einer Ideologie dazu meiner Ansicht nach – einer Ideologie, welche wie über das Beispiel Cultural Studies vermeintlich schön ersichtlich, welchen auch ich vor zehn Jahren noch hoffnungsvoll nachgehangen bin, wunderbar selbst davon – von Ideologie – heutzutage nur mehr durchdrungen erscheint, wo der Ausdruck anderer Menschen ebenso leicht mittels „Kritik“ mit Füßen getreten werden kann, dem allem so gewalttätig begegnet wird. Jeder kann ein „Killerspiel“, oder halt „Killer-Games“ wie es in der Schweiz eher heißt, herstellen, zumindest theoretisch. Schon wenn ich einen Spielstand darin anlege halte ich mich diesbezüglich für kreativ – habe ich somit doch schon was DAFÜR Geschaffen. Warum auch nicht?
Weshalb also keine Gewaltdarstellungen? Welche gleichförmige Gesellschaft Unterjochter wird sich da herbei gesehnt? Was alles (noch) mit Friedfertigkeit begründet?
Ja, wo bleibt Selbstbestimmung?
Wer schadet hier wem?
Welche Wirkungen in mechanistischen Menschenbildern werden da zusammen gedacht – welches Misstrauen über einen anderen, dass ein solcher Fremder, eine solche Fremde, böswillig sei, schlechte Absichten hege, gar einen Amoklauf plane? Was ist das für ein Denken gegenüber anderen Menschen?
Mit Dank an Stigma Videospiele

Infocom vor Neustart?

21. Februar 2010

Es geschehen offenbar wirklich noch Zeichen und Wunder: vor ein paar Tagen berichtete ich hier von einer aus künstlerisch-kreativer Sicht doch erfreulichen Rede Robert Koticks bei der Academy of Interactive Arts and Sciences – jetzt gibt es diese Web-Site: Infocom Interactive Fiction
Vor einem Cover zum Moriarty-Klassiker „Trinity“ über widerspenstige Nannies und Atombomben aus dem Jahr 1986 Wird dort doch tatsächlich von einem neuen Infocom-Release berichtet: da eben auch von Interactive-Fiction die Rede ist darf aber wohl davon ausgegangen werden, dass mit dem Namen Infocom – den heutzutage dem Vernehmen nach sowieso kaum jemand mehr zu kennen scheint (Verweis auf eine Diskussion zu dieser News bei IDG) – nicht bloß Geschäftemacherei betrieben werden soll, sondern eine kommerziell eigentlich doch wenig aussrichtsreiche Wiederbelebung halt: Activision-Blizzard hat über all die Jahre jedenfalls nie irgendeinen Infocom-Titel außer Zork 1-3 für die Public Domain freigegeben – so penetrant saß man teilweise auf den Rechten drauf wie ich es in der Branche sonst eigentlich nur von Winz-Dateien rund um Commodores Amiga her kenne – für die ich bloß über die ursprünglich italienische Firma Cloanto dereinst private Nutzungsrechte erwerben konnte. Die letzten großen Infocom-Sammlungen dürften jetzt nämlich schon vor über fünfzehn Jahren auf CD-ROM veröffentlicht worden sein, beim deutschen Internet-Handel von Amazon ist überhaupt kein Infocom-Produkt mehr gelistet (!). Angefangen mit „Return to Zork“ 1993 Versuchte man in den 90ern für damalige Verhältnisse zum Teil äußerst aufwändig zumindest die Zork-Franchise in das Multimedia-Zeitalter herüber zu retten. Spätestens fünf Jahre später musste dieses Unterfangen jedoch als gescheitert betrachtet werden: die Interactive Fiction selbst hat sich derweil immer weiter aus der öffentlichen Wahrnehmung zurückgezogen und in experimentelle Bahnen hinein begeben – selbst wenn eine lukrative Nische bis heute erhalten geblieben sein sollte. Möglicherweise plant man aber auch bloß den Re-Release der alten Spiele für mobile Plattformen. Vielleicht fürs iPhone – nicht-kommerzielle Interactive Fiction hat sich dort ja schon etablieren können – siehe Frotz

Peter Bogdanovich, Stephen Frears,…

19. Februar 2010

usw. In Kurzfilm-Doku zu „Heavy Rain“. Terry Gilliam, Kassowitz u.a. auf Panel beim Launch-Event zum Spiel in Paris: Sony
Zumindest für diese PR Beim neuen Opus Magnum, welches übrigens das letzte SerienmörderInnen-Spiel von Quantic Dream sein soll (via IDG), ist David Cage schonmal nur zu gratulieren

Neuerlicher Kommentar bei Stigma Videospiele

19. Februar 2010

Karneval in Düsseldorf

@Sebiroth
Soll eine gesellschaftliche Gruppe öffentlich bloßgestellt werden und (weiterhin) negativ besetzt (bleiben), so ist es durchaus üblich etwas zu finden, dass allgemeiner Negativität entspricht: zum Beispiel eben das nichts-tun.
Der Müßiggang. Gamen ist hier damit wohl (leider) synonym – wird ja auch oft genug (selbst noch hier auf Seiten wie dieser von manchen) als Zeitverschwendung wahrgenommen.

Das Krankheitsbild eines Computerspielers ist abgesehen vom Suchtverhalten ja auch das des Soziopathen, und zwar auch abgesehen von Vorstellungen von Gewaltdarstellungen als Gewalt in Vorbereitung zu Amokläufen, etc.
Also nicht nur das eines Menschen welcher der Gesellschaft feindlich gesinnt ist und dieser noch aggressiv begegnet, sondern auch das eines solchen, welcher aus einem inneren Antrieb heraus ein Leben in (relativer) – hier eher bloß physischer – Abgeschiedenheit sucht: anders als bei christlichen Eremiten zum Beispiel gilt das in diesem Fall nicht als legitim oder gar vorbildlich, sondern eben als gefährlich (dazu gleich mehr) und ungesund.
Zumindest als abnorm, wobei hier auch ein Unterrichtsfach das Normen noch im Namen trägt eine Rolle spielen mag.
Doch inwiefern gefährlich? Ökonomisch in erster Linie sicher im Sinne eines Verlustes der Leistungsgesellschaft. Ein Computerspieler, eine Computerspielerin, so negativ sich vorgestellt, liegt der Gesellschaft irgendwann nur noch auf der Tasche – bringt nichts mehr ein für die Volkswirtschaft. Dass dazu noch eine riesige böse Industrie mit „üblen“ Produkten samt dazugehöriger Lobby gesehen wird, welche einen gewissen schädlichen Einfluss (auf „DIE“ Jugend) hätte, ist das eher ein Nebenprodukt aus meiner Sicht.
Jugendliche Menschen werden so auch eher homogen gesehen und ihre Auseinandersetzung mit Krieg oder Gewalt in Spielen, die Beschäftigung mit solchen Spielen junger Männer, auch.
Auf der Startseite hier gibt es einen schönen Link auf gewisse Tipps, doch davon wollen VertreterInnen der Presse auch gar nichts wissen meinem Vernehmen nach. Sich nicht dreinreden lassen – im Glauben sie würden mit ihren Überlegenheitsdünkeln und „Kritik“ am Ausdruck anderer, Unterstellungen deren Intentionen und Absichten betreffend, ihren Interpretationen niemanden schaden der es offenbar nicht auch verdient hätte, dass ihm (oder ihr) Schaden zugefügt wird. Also auch keiner Gruppe welche eine Existenzberechtigung hätte

In diesem für mich klassischen Text von Volker Grassmuck wurde schon vor über zehn Jahren eine extreme Form des popkulturell-medial lebenden Menschen beschrieben http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck/Texts/otaku99.html Wie eine Gesellschaft mit diesen Leuten, wozu ich mich auch selbst zählen möchte, umgeht, bleibt letztlich jedoch dieser überlassen. Die Möglichkeit menschenverachtender Maßnahmen ist auch aus historischer Sicht sicher nie ganz von der Hand zu weisen: beginnen diese für mich doch auch schon bei der Vorstellung von Verboten. Verbieten so zu sein wie man ist

Kotick, zur Abwechslung mal sympathisch

19. Februar 2010

für mich, in seiner Eröffnungsrede am diesjährigen DICE-Summit der Academy of Interactive Arts and Sciences, via Gamepolitics und G4

Eine bittersüße Geschichte…

18. Februar 2010

vom Video Game Crash, dem US-amerikanischen Ereignis von 1983: erzählt von James Rolfe – über Swordquest und seine Preise…

Einen hab ich noch…

16. Februar 2010

Habe mich vorhin zu einer Replique beim „Feuerbringer“ hier hinreißen lassen: „Wenn es nach einer Dichotomie zwischen Vernunft und Gefühl hier ginge, könnte der Blog gleich dicht machen: Beschimpfungen anderer (Schwachsinn, Idiotie) sind für gewöhnlich nämlich doch nur Ausdruck (negativer) Gefühle, und kaum von “Vernunft”. “Vernunft” sollte daran doch hindern, und staubtrocken wäre es demnach in dieser “Oase” – das vorgestellte Wasser nichts als Einbildung, also so “gegenstandslos”, lol.
Ich wollte im übrigen weder zum Ausdruck bringen, dass die Postmoderne etwas gegen die Vernunft hätte – sie betet sie halt bloß nicht an wie scheinbar hier der Fall -, sondern halt vor allem die Werlhof mit ihren faschistoiden Ideen.
Noch dass “Genderforschung” auch nur igendetwas gegen “Vernunft” hätte: die muss auch gar nicht postmodern wie ich sein, sondern kann auch durchaus in modern-starren Denkmustern verhaftet geblieben. Hauptsache ein Emanzipationsprojekt wird dabei verfolgt. Gender bedeutet übrigens mehr oder weniger “Geschlecht”, während sich ein Feminismus auf das weibliche besinnt. Also einen “Gender-Feminismus” gibts da schonmal überhaupt nicht 😀 Im übrigen kenne ich derlei Gedankengut bloß von den hiesigen Rechtsradikalen in der FPÖ, welche mit Vorliebe noch von “Gender-Wahnsinn” dabei reden, aber vielleicht gehört ihr da ja auch dazu…
Welcher Zausich auf diesem lächerlich-aggressiven Tummelpatz, auf dem Feminismus über Sexismen selbst anscheinend nicht hinaus gedacht wird, sich auch immer als “Autor” verantwortlich zeichnet und so den hiesigen Papst stellt 😀 Ich hoffe, eine (oder am besten gleich mehrere) ansprechende Lucrezia Borgia(s), ist (sind) ihm immerhin zur Seite gestellt, gar so armselig will ich mir das hier dann nämlich doch nicht denken…‘

Leute gibts…

Von Müttern und Frauen – Kommentar beim „Feuerbringer“

15. Februar 2010

Die offenkundige Ignoranz in diesem Blog hat mich jetzt doch tatsächlich noch dazu gebracht die von Werlhof zu verteidigen! Arg! Gebs auf…
‚Ich finde es einerseits zwar tieftraurig, andererseits aber auch schon wieder sehr lustig was hier erzählt wird: vielleicht sollte doch das „idiotische“ im eigenen, sowie der eigene „Schwachsinn“ demnach reflektiert werden. Aber es amüsiert mich ja auch, wie hier eindeutig modernes (der Marxismus) zu postmodernem wird, weil es einfach so gefällt. Und vermutlich bei beiden Begriffen nicht verstanden wird was sich dahinter womöglich verbergen könnte – bei modern wie postmodern nicht. Hauptsache Zynismus verbreiten. Aber vielleicht ist es gerade auch das was Frau von Werlhof so unter Gewalt einer Vernunft versteht, deren Zerstörungspotenzial 🙂 Am lustigsten finde ich jedoch nämlich noch den Untertitel dieses Blogs: „eine Oase der Vernunft“ – das wogegen sich eine von Werlhof nämlich wendet hat weniger mit Männern zu tun wie hier fantasiert wird, als überhaupt mit Vernunft eben. Die wird halt bloß noch, und das wahrscheinlich auch zurecht, als männlich identifiziert. Welche verbrecherischen Gedanken sich hinter der Werlhof verbergen bleiben so aber auch hier verborgen, typischerweise und leider, wenn Feminismus mit Männerfeindlichkeit assoziiert wird, oder gar noch – völlig absurd – Gender Mainstreaming mit Sexualfeindlichkeit. Von den Lächerlichkeiten zum Postkolonialismus ganz zu schweigen, der eher ganz und gar nichts über ein hier imaginiertes „wir“ ausdrückt, außer dieser Blog wird aus einer ehemaligen Kolonie geschrieben, sondern sich mit den Lebenswirklichkeiten in solchen Kolonien auseinander setzt, sowie deren historische und gegenwärtige Beziehungen zu den ehemaligen „Mutterländern“ 🙂 Welche Ironie. Ha!‘

Dank an buzzti für den Hinweis…