Der libertäre Verlust

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Europa ist und bleibt libertär jungFREUlich (nicht fräulich), und gerade das schafft im deutschsprachigen Raum anders als in Japan, dem angloamerikanischen Raum, Skandinavien, Holland, oder auch Frankreich aus meiner Sicht weiterhin große Probleme welche die Ausdrucksfreiheiten in diesen deutschEN Ländern betreffen. Es (Europa) freut sich gewisse Freiheiten und Frieden (schon lange jetzt) zu haben, weiß aber augrund seiner Jugend diesbezüglich noch nicht viel damit anzufangen. Und das ist der Verlust. Europa ist der junge Kontinent, nicht Amerika. Amerika (die USA) Sind das alte, das was schon länger damit umzugehen hat – mit Ausdrucksfreiheiten zum Beispiel, und zwar trotz allem Puritanismus dort, etc. Bei aller Vielfalt eher vergessen scheint es zu sein, als dereinst ein Larry Flynt für die Gegenwart kämpfte http://larryflynt.com/ Sein Name heute eher mit den Vorwürfen seiner Tochter, von sexueller Ausbeutung als Kind, in Zusammenhang gebracht. Dagegen ließe sich nicht sprechen.
Sie (die Ausdrucksfreiheiten) zählen hier einfach weniger. Die anderen von mir aufgezählten europäischen Staaten, selbst das postfrancistische Spanien und das populistische Italien sind davon weniger betroffen als Deutschland und Österreich – diese haben aber auch nicht die beiden Weltkriege zu verantworten so wie Deutschland und Österreich, noch dazu Österreich, das 1914 Sehr wohl geopolitisch hätte anders handeln können als ein halbgrüner Präsidentschaftskandidat und Habsburger (sic!) aus Kärnten (nochmal sic!) glaubt – dieses „verschissene Land“ wie der Entertainer Alfons Haider zuletzt mehr als zurecht meinte, nur um gestern von Günter Tolar, der Anfanang der Neunziger plötzlich von der Bildfläche verschwand, eben NICHT Verstanden zu wissen. Wohl irgendetwas hätte dieser Haider falsch gemacht, dass er Diskriminierung erfahren hat und Tolar nicht – und Haiders Mutter angegriffen wurde? So sieht es aus in diesem Land: und sowas steht nicht in der Kronen Zeitung, sondern im Standard!
Jemand hat etwas falsch gemacht, wenn er sich diskriminiert fühlt: so wie ich wohl auch, als ich gestern der HochschülerInnenschaft meiner Universität dahingehend schrieb, dass ich ihre Zeitschrift „Libelle“ nicht mehr erhalten möchte, aufgrund der verlogenen Heuchelei welche dort zu sexuellem Ausdruck zuletzt drin stand.
Italien ist dabei ein lebendiger Sumpf (geblieben), dort brodelt (weiterhin) das Leben – der Ausgang ist dort ungewiss: ich bin für meinen Teil ja weniger libertär als liberal, wodurch ich die Geldwirtschaft leicht ablehnen kann ohne viel gegen einen Kapitalismus zu haben. Aber noch vielen „Que(e)rdenkerInnen“ hierzulande scheint es vielfach nach Gleichförmigkeit zu streben – nach Gleichheit strebt es mir schließlich auch: der emanzipatorische Charakter wird schnell aufgegeen kommen ökonomistische Faktoren ins Spiel. Da ist hier bald mal etwas nicht mehr authentisch, ist es zugleich auch kommerziell.

In Österreich so soll es (früher) mitunter rassistisch geheißen haben, fange der Balkan an. Nein, in Österreich fängt Russland an: eine Oase des Ausdrucks zwar, darstellerisch sexuell (zumindest im verborgenen), und videospielmäßig, aber nur solange dieser nicht zu politisch wird. Dann gibt es nämlich schon Schelte, und zwar von links – wie von rechts.

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Eine Antwort to “Der libertäre Verlust”

  1. Die Ignoranz der “Libelle” « Jürgen Mayer Says:

    […] 15. April 2010 pyri Einen Kommentar hinterlassen Kommentare lesen Nachdem ich bereits hier auf die ökonomistische Hetze gegen den sexuellen Ausdruck anderer Menschen in der Zeitschrift der […]

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