Neuerlicher Kommentar bei Stigma Videospiele

Karneval in Düsseldorf

@Sebiroth
Soll eine gesellschaftliche Gruppe öffentlich bloßgestellt werden und (weiterhin) negativ besetzt (bleiben), so ist es durchaus üblich etwas zu finden, dass allgemeiner Negativität entspricht: zum Beispiel eben das nichts-tun.
Der Müßiggang. Gamen ist hier damit wohl (leider) synonym – wird ja auch oft genug (selbst noch hier auf Seiten wie dieser von manchen) als Zeitverschwendung wahrgenommen.

Das Krankheitsbild eines Computerspielers ist abgesehen vom Suchtverhalten ja auch das des Soziopathen, und zwar auch abgesehen von Vorstellungen von Gewaltdarstellungen als Gewalt in Vorbereitung zu Amokläufen, etc.
Also nicht nur das eines Menschen welcher der Gesellschaft feindlich gesinnt ist und dieser noch aggressiv begegnet, sondern auch das eines solchen, welcher aus einem inneren Antrieb heraus ein Leben in (relativer) – hier eher bloß physischer – Abgeschiedenheit sucht: anders als bei christlichen Eremiten zum Beispiel gilt das in diesem Fall nicht als legitim oder gar vorbildlich, sondern eben als gefährlich (dazu gleich mehr) und ungesund.
Zumindest als abnorm, wobei hier auch ein Unterrichtsfach das Normen noch im Namen trägt eine Rolle spielen mag.
Doch inwiefern gefährlich? Ökonomisch in erster Linie sicher im Sinne eines Verlustes der Leistungsgesellschaft. Ein Computerspieler, eine Computerspielerin, so negativ sich vorgestellt, liegt der Gesellschaft irgendwann nur noch auf der Tasche – bringt nichts mehr ein für die Volkswirtschaft. Dass dazu noch eine riesige böse Industrie mit „üblen“ Produkten samt dazugehöriger Lobby gesehen wird, welche einen gewissen schädlichen Einfluss (auf „DIE“ Jugend) hätte, ist das eher ein Nebenprodukt aus meiner Sicht.
Jugendliche Menschen werden so auch eher homogen gesehen und ihre Auseinandersetzung mit Krieg oder Gewalt in Spielen, die Beschäftigung mit solchen Spielen junger Männer, auch.
Auf der Startseite hier gibt es einen schönen Link auf gewisse Tipps, doch davon wollen VertreterInnen der Presse auch gar nichts wissen meinem Vernehmen nach. Sich nicht dreinreden lassen – im Glauben sie würden mit ihren Überlegenheitsdünkeln und „Kritik“ am Ausdruck anderer, Unterstellungen deren Intentionen und Absichten betreffend, ihren Interpretationen niemanden schaden der es offenbar nicht auch verdient hätte, dass ihm (oder ihr) Schaden zugefügt wird. Also auch keiner Gruppe welche eine Existenzberechtigung hätte

In diesem für mich klassischen Text von Volker Grassmuck wurde schon vor über zehn Jahren eine extreme Form des popkulturell-medial lebenden Menschen beschrieben http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck/Texts/otaku99.html Wie eine Gesellschaft mit diesen Leuten, wozu ich mich auch selbst zählen möchte, umgeht, bleibt letztlich jedoch dieser überlassen. Die Möglichkeit menschenverachtender Maßnahmen ist auch aus historischer Sicht sicher nie ganz von der Hand zu weisen: beginnen diese für mich doch auch schon bei der Vorstellung von Verboten. Verbieten so zu sein wie man ist

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