Archive for März 2010

Zur „Liebe zum Gras an der Autobahn“

31. März 2010

Neuerlicher Kommentar bei Haiti-Haarp-Tesla-Claudia-von-Werlhof

Ich sehe hier weiterhin einen beängstigenden und bedrohlichen Chauvinismus am Werk: betrachte mich zwar auch als Feminist, doch möcht ich gleich wenig in einer „Frauenkultur“ leben wie in einer „Deutschenkultur“ oder „ÖsterreicherInnenkultur“. Obwohl ich Deutsche und ÖstereicherInnen welche ich kennen gelernt habe ebenfalls sehr schätze. Aber was soll das überhaupt sein – eine „Frauenkultur“? Das ist doch eine eklatante Überhöhung der eigenen Gruppe.
Und die Biophilie sehe ich dabei in diesem Sinne auch als bloße Tarnung vorangestellt – sie gibt zwar vor für das lebendige einzutreten, aus ihren Worten entnehme ich hingegen bloß Ablehnung von kalt gedachter Technik, anderem „patriarchalem“ – doch offensichtlich zusammengedacht mit männlichem -, einer „Männerkultur“ von der ich auch nicht wüsste was die genau sein soll, usw. Da sind nichts als negative Gefühle für mich vorhanden, verkleidet in vorgäblicher Liebe zum Wiesengras an Schnellstrassen oder sonstwo 😦
Als Mensch mit Behinderung weiß ich im übrigen noch immer nicht wie ich in einer Subsistenzwirtschaft überleben soll und kann nur wiederholt, wenn es sein muss eben noch deutlicher, fragen: soll ich das überhaupt – darin so leben können?

Die Löcher,

30. März 2010

die schwarzen, wachsen schon 😉
LHC
Beobachtungsposten

Witcher 2 Mit EU-Unterstützung

29. März 2010

Wie aus dem Ende des Debut Trailers zum polnischen Computerspiel „The Witcher 2: Assassin of Kings“ ersichtlich ist, wird die Entwicklung des Titels von der Europäischen Kommission offenbar gefördert: vergleiche Offizielle Seite des Spiels, Homepage des EU-Programms MEDIA

„Der Abartige sprach“ schon wieder…

28. März 2010

http://derStandard.at/1269448355133/Killerspiele-machen-keine-Amoklaeufer#forumstart

In Deutschland wurde niemals ein eigenes Verbot von „Killerspielen“ durchgesetzt. Das dortige Gewaltdarstellungsverbot seit den 1970ern wird bloß auch auf Videospiele angewandt! Ein ähnliches Verbot gibt es auch seit Jahrzehnten in der Schweiz, doch wurde dies dort für die „Killerspiele“ als nicht ausreichend deklariert. Welche Spiele genau so oder so darunter fallen ist völlig unbekannt: während Allemann selbst zuletzt noch beschwichtigte, dass es nicht mehr sein werden als das gute Dutzend das deutsche Gerichte bis jetzt verboten haben, wird dies für ihren Mitstreiter Näf in der Schweiz wohl viel zu wenig sein – dafür spricht schon allein die Tatsache, dass Näf ursprünglich gegen eine John-Woo-Versoftung gerichtlich vorgegangen ist, welche in Deutschland keineswegs verboten ist, von der dortigen „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ noch nicht einmal für strafrechtlich relevant erklärt wurde. Und wieder „Jugendschutz“!? Hier geht es um Strafrecht gegen gedachte Obszönitäten

Ich finde dieses Interview äußerst unglücklich – fast scheint einfach kein Blick auf das Thema so möglich zu sein, welcher es nicht mit Kindern und Jugendlichen in Verbindung bringt OBWOHL Die Industrie der Spiele mittlerweile doch eindeutig von einem Durchschnittsalter jenseits dieser Bevölkerungsgruppen ausgeht.
Schutzalter sind wichtig, doch solange noch bei einem etwaigen Import/Export darauf Bezug genommen wird, wird sich da nichts ändern in der Wahrnehmung. Und es scheint ja auch wirklich überhaupt keine Kompetenz diesbezüglich vorhanden: in meiner Auseinandersetzung mit den Texten Wagners anlässlich seines „Gewaltpornographie“-Vorwurfs gegen Modern Warfare 2 Hatte ich noch einen längeren Text geschrieben gehabt, auf dessen Veröffentlichung ich jedoch verzichtete. Schon allein die Verteidigung, in einer Gegend der Welt wo Medien angeblich „die Kultur“ schaffen sollten diesen Vorwurf wie getätigt zu erheben, während in einem anderen Teil der Welt (im besonderen angedacht den USA), wo Medien eher ein „Spiegel der Kultur“ seien man da doch etwas ganz anders geschrieben hätte, und ansonsten über meine Kritik daran womöglich nur lachen könnte, entbehrt für mich jeder weiteren Diskussionsgrundlage.
Noch die kleinbürgerliche Idee vorzubringen, doch irgendwie sakrosankt zu sein, weil man ja weit gereist wäre und viel von der Welt gesehen hätte…

Ich bin Katholik aus Überzeugung

28. März 2010

und kann als solcher nur fordern, dass der Papst auf der Stelle zurück tritt, sowie die katholische Kirche aufgelöst wird. http://derstandard.at/1269448150079/New-York-Times-Papst-wusste-von-weiterem-Missbrauchsfall-in-den-USA#forumstart

Interessantes beim Wort zum Samstag

28. März 2010

Michael Pachter erklärte zuletzt, weshalb er seine geneigten ZuseherInnen immer so witzig als Babies anspricht: Pach Attack

UFC will deutsches MMA-Fernsehverbot offenbar nicht einfach hinnehmen

28. März 2010

Die UFC Strebt an, gegen das Verbot von TV-Ausstrahlungen der Liga in Deutschland gerichtlich vorzugehen: hier gehts zum Schnittberichte-Bericht, besonders problematisch erscheint mir dabei, dass mit der bekannten Spruchformel „gewaltverherrlichend“ gegen die UFC „argumentiert“ wird – eine zumindest umgangssprachliche Umschreibung für einen strafrechtlichen Tatbestand in Deutschland – kein Gericht im Land meines Wissens nach jedoch noch je eine audiovisuelle Darstellung diesbezüglich verurteilt hat (!). Sowohl FSK als auch USK Erklären reale beziehungsweise virtuelle Darstellungen so zwar üblicherweise für „jugendbeeinträchtigend“ (für ab 18), vergeben aber halt auch Kennzeichen, sodass sie nicht einmal mehr indiziert (für „jugendgefährdend“ erklärt) werden können. Da die FSK Darstellungen der UFC Darüber hinaus meines Wissens nach noch niemals für Kinos geprüft hat, betrifft dies auch nicht ihre Kompetenz „einfach jugendgefährdende“ Inhalte dafür zu kennzeichnen.
Demnach läuft es hier mehr oder weniger eindeutig auf die Gewalt des deutschen Staates hinaus, im besonderen bei dem Fall offenbar Bayerns, welche durch extrem kulturell fremdenfeindliche Äußerungen von Personen des öffentlichen Lebens wie Werner Schneyder anscheinend begünstigt wurde, Äußerungen die bei Gelegenheit womöglich noch als „Kritik“ ungeheuer verharmlost werden – aus meiner Sicht hingegen absolute Intoleranz sind welche ich an dieser Stelle bereits auf das schärfste verurteilt habe -, und wodurch diese politische Verfolgung des MMA-Sports in Deutschland wohl erst in diesem erschreckenden und furchtbaren Umfang möglich geworden ist

Michael Hanekes „Weisses Band“… Für die Xbox!?

27. März 2010

Angeblich ist die Hölle noch heiß, aber: ja! Zune Video sei Dank, lol. Ach, so eine Kulturindustrie ist doch etwas herrliches 🙂 Toller Film übrigens
Nachtrag: kann die „Besichtigung“ nur jedem empfehlen, auch auf der Xbox 😉

Weiterer Kommentar bei GamePolitics.com

26. März 2010

Erster Text

A very common view is that games are destroying compassion – like in this reasonably translated article here: http://www.currentconcerns.ch/index.php?id=577

It is also tried to give this views a scientific grounding. For example by measuring compassion.

On „Current Concerns“ there are currently ten to fifteen (translated) articles availiable in English – by searching only for the keywords „killer“ and „games“. In German language „Zeit-Fragen“ there are much more.

Usually depictions of violence are not only treated as images of violence but as violence themselves: therefore I used the term hate speech to describe in short certain views regarding this matter. The term itself is not often used in German speaking countries but the overall negative views on games and gaming suggest similiar sentiments like when in the English-speaking world the term „hate speech“ is used. Regarding violent games the two most often heard negative attributes are „gewaltverherrlichend“ and „verrohend“. While „gewaltverherrlichend“ assumes a (general) glorfication of violence regarding the intentions of creatives, „verrohend“ tends to a brutalisation of its recipients. „Roh“ is also a piece of meat before its cooked properly. The general assumption regarding the intention of depictions of violence in games is the possibility to act out (personal) violent fantasies and short-comings in personal lives. Video games are therefore also often not seen as a form of expression but as a mere toy.

Something further that leads me back to the term „hate speech“ is that in German speaking countries a difference between „expression“ and „opinion“ is seldomly made: for example media that portrays violence explicitly is also assumed to „want“ violence (in the real world). Therefore depictions of violence are deeply mistrusted and often rejected also outside of gaming. In difference to neighbour France explicit horror movies from Germany are few and usually produced underground. With Crytek (Far Cry, Crysis) there is also really only one successful German company that produces openly violent games.

It’s perhaps difficult to understand, but another aspect of the whole discussion here in German-speaking countries is that depicitions of violence are often considered to be a sign of immaturity. Therefore it’s also difficult to promote a violent game as a mature one.

Even members of the German gaming press tend to agree with that. When „Modern Warfare 2“ came out, there was hardly anyone in the German press who really defended Infinity Wards right to produce scenes involving violence against civilians like in the „No Russian“ mission. Members of Infinity Ward were accused of being immature because of such violent depictions and whole editorial offices made a stand against these scenes.

On the contrary to let’s say Australia, there is also hardly any opposition against the three-decades-long practice of censoring games for the German market and even banning them (Criminal Code)

humanity +love

Kommentar bei GamePolitics.com

25. März 2010

GamePolitics

I think it’s sad that much information concerning this topic from the German speaking world is not availiable in English. For French-speaking readers I strongly recommend this website: http://gamingsince198x.fr/ which is covering many aspects of the „Killerspiel“ debate in Germany, and the „Killergames“ debate in Switzerland

There is also an article about Malte Lehming, chief of „opinion“ from the major German newspaper „Tagesspiegel“: http://gamingsince198x.fr/?p=3235

Lehming recently compared violence in gaming (even not video game addiction!) in a very aggressive tone with heroin addiction and the use of needles in the use of this opiate drug. It’s also quite usual lately, especially in Switzerland, to compare gaming with child pornography, which points down to the crime of raping children: the Swiss orgainzation „Vereinigung gegen mediale Gewalt“ (VGMG) is even stating this comparison on its homepage: http://www.vgmg.ch/artikel_presse/killergames_warum_verbieten.pdf

For example only one translated sentence from this document: „… Like child pornography it won’t be totally successful to ban killer games from screens…“

http://www.vgmg.ch/artikel_presse/artik_presse.htm „Die VGMG ist der Meinung, dass der Konsum von grausamer Gewalt in Games ebenso wie jener von Kinderpornographie stark eingeschränkt werden muss. Niemand braucht solche Darstellungen.“

Translated text: „The VGMG is of the opinon that the consumption of cruel violence in games has to be heavily limited like the consumption of child pornography. Nobody needs such depictions.“

Evi Allemann, mentioned by Kotaku, and Roland Näf are the two most important representatives of the VGMG.

As the source of this „killer games“ is often considered to be the US army. Like in this translated article by Renate and „Rudi“ Hänsel: „Send Back US-Army Killer Games to Where They Came From“ http://www.currentconcerns.ch/index.php?id=776

Bastian Birke recently published connections between the VGMG, this Swiss publication „Current Concerns“ („Zeit-Fragen“ in German, „Horizons et débats“ in French, „Discorso libero“ in Italian and „Horizontes y Debates“ in Spanish http://www.zeit-fragen.ch/links/) and the abandoned psycho group „Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis“ (VPM): http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32238/1.html (in German)

There was also an article in the Swiss newspaper „Tagesanzeiger“ concerning the political connections between a ban of violent games in Switzerland and the succession of the VPM-cult: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/VPMAnhaenger-mischen-mit/story/19639529

My real name is Juergen Mayer. I’m an academic historian and currently researching this topic for the University of Graz here in Austria;

There is a strong Anti-American tone at present. Video games dealing traditionally with issues like war or violence are considered to be a malevolent invention by the US military and a form of hate speech

humanity +love