Ich bin Katholik aus Überzeugung

und kann als solcher nur fordern, dass der Papst auf der Stelle zurück tritt, sowie die katholische Kirche aufgelöst wird. http://derstandard.at/1269448150079/New-York-Times-Papst-wusste-von-weiterem-Missbrauchsfall-in-den-USA#forumstart

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4 Antworten to “Ich bin Katholik aus Überzeugung”

  1. buzzti Says:

    Kannst du das etwas ausführen? Warum lehnst du die Institution und ihre Vertreter ab, wenn du doch ihren Glauben teilst?

    • pyri Says:

      Ich lehne nicht die Kirche als Institution und ihre menschliche Vertretung ab, sondern DIESE Kirche und diesen Papst. Es ist zwar bedauerlich, dass nach der von mir geforderten Auflösung dieser Kirche etwa nicht mehr die Eucharistie gefeiert werden kann, aber ich lebe zum Beispiel auch jetzt schon so. Und das muss dann ja auch nicht lange so sein. Ich sage nämlich nicht, dass man sich nicht neu konstituieren könne und mit Blick auf Rom wieder von vorn beginnen. Selbstverständlich. Wäre allerdings ein schlechter Katholik, und tatsächlich zu exkommunizieren, würde ich das nicht denken: doch als solcher (als Katholik) steht es mir auch frei dem auf der Welt zuzustimmen das ich für richtig halte. Da ist der Katechismus ganz eindeutig: „Der Glaube ist eine persönliche Bindung des Menschen an Gott und zugleich, untrennbar davon, freie Zustimmung zu der ganzen von Gott geoffenbarten Wahrheit“ (Nr. 150 http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P12.HTM )
      Und wenn gefragt wird wo nun dieser Gott ist, dann ist die beste Erklärung die ich kenne, nach Hans Küng, folgende: Gott ist in dieser Welt und diese Welt ist in Gott.

      Es würde jetzt zu weit führen zu erklären was „geoffenbart“ alles heißt und nicht heißt, bloß soviel: was neues kann nicht mehr geoffenbart werden!
      Die Vorstellung, dass Katholik-sein mit dem Kollektivismus der katholischen Kirche untrennbar verbunden ist lehne ich strikt ab. Dieser Kollektivismus bedürfte (nach Nr. 150) auch erst meiner Zustimmung. Das wichtigste am Katholizismus ist für mich die Trinität und deren katholische Auslegung eben. Wie überhaupt alles katholische mir gefällt: ganz einfach hänge ich auch ansonsten politisch etwa einem Zentralismus nach und in Europa ist das nun eben der Blick nach Brüssel oder Rom. Bevor die Offenbarung abgeschlossen wurde hatte katholisch dazu auch eine weltliche Bedeutung die leicht recherchierbar ist – genau darauf einzugehen würde hier aber ebenfalls zuviel des guten sein denke ich.

      Mir reichts nämlich: das rechtsextreme kreuz.net will die jetzige Situation noch tatsächlich für ihre homophobe Hetze nutzen

      Denen muss endlich der Boden entzogen werden, und dazu sehe ich leider eben nur die Möglichkeit in einer zwischenzeitlichen Auflösung der Institution: der Heilige Geist hatte die Kraft die Kirche bis an diesen Punkt zu führen, und er hat zweifellos auch die Kraft sie dahingehend, wie ich schrieb, zu erneuern.

  2. buzzti Says:

    Wie würde denn deiner Meinung nach eine reformierte katholische Kirche aussehen? Wenn du politisch eher zentralistisch orientiert bist – bist du trotzdem für Laizismus?

    gruß buzzti

  3. pyri Says:

    Ja. Für mich ist Religion Privatsache. Möchte damit andere gar nicht belästigen: so vermeide ich es zum Beispiel mit „Grüß Gott“ zu grüßen. Bin auch gegen Kreuze in Schulen und für konfessionsunabhängigen Ethikunterricht. Die Kirche sollte sich aus Staatsangelegenheiten grundsätzlich raushalten. Ich tu mir schon schwer damit wenn übergreifend gesellschaftspolitische Moralansprüche gestellt werden, eine solche Deutungshoheit artikuliert wird. Unterscheide auch stark zwischen der repräsentativen Kirche und dem weiterhin eben individuellem Glauben.
    Bei einem Neustart würde ich vor allem eine andere, weniger leibfeindliche, Sexualmoral sehen, sowie dass historisches (und wie man leider sieht gegenwärtig noch immer verbreitetes) Unrecht endlich richtig als solches eingeordnet wird, womit ich alles angefangen von der Inquisition und dem Index meine. Die Entschuldigungen welche bislang erfolgt betrachte ich als nicht ausreichend.
    Mein katholischer Glaube besteht in erster Linie aus einem umfassenden, persönlichen Bezug zu Gott

    Obwohl mir gewisse katholische Rituale eben schon auch sehr wichtig sind, würde ich mich darüber hinaus noch weniger als religiös bezeichnen, als vielmehr gläubig.
    Das heißt ich lege insgesamt eher Wert auf mein römisch-katholisches Glaubenbekenntnis als auf meine Zugehörigkeit zur katholischen Religion. Wie ich glaub ich schon schrieb kann mir letztere Zugehörigkeit die Kirche auc nehmen wenn sie mich exkommuniziert
    Den Glauben verliere ich jedoch (auch) so nicht.

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