„Aber, wie gesagt…“: Gedanken zur eingebildeten Liberalität eines strengen Konservativismus und mehr

Das folgende soll die moralischen Überlegenheitsvorstellungen, ein gewisses Gehabe der kulturellen Sauberkeit samt Überhöhung fern jedweder Begründung, die Gewalt solcher Normen gegen Gewaltdarstellungen, diese als Gewalt imaginierend, deutlich machen.
Wenn die autoritäre Intoleranz einer Sprechkombination wie „warum? Darum“ die öffentliche Meinung bildet, wird Ausdruck, so konsensuell und legitim dieser auch immer entstanden sein mag, zum Verbrechen. Und womöglich noch eingebildeter Humanismus zu dieser Gewalt – im großen wie in der „Kleinen“.

In einem Land wo der amtierende Bundespräsident dort als „altlinks“ bezeichnet wurde, während seine Gegenkandidatin halt „altrechts“ sei? So what? Man sich bei der „Altrechten“ vielleicht wirklich nicht einmal ganz sicher sein kann, dass diese auf folgendem Video vielleicht nicht doch über Gaskammern und industrielle Vernichtung von Menschenleben lacht, und nicht bloß eine andere, unbekannte Frau die ihr (nur) äußerlich ähnelt:

Indymedia

So in etwa? Solches Bürgertum?
In einem Land wo es wahrscheinlich wirklich keinen Sinn macht einen Gegenkandidaten, eine Gegenkandidatin links von einem Kandidaten zu pushen, der einem Slogan welcher Abtreibungen mit dem Holocaust wörtlich zusammenführt „inhaltlich“ „Recht“ gibt, so dass dieseR auch tatsächlich gewählt werden könnte – Kommentar. Ganz abgesehen von gemäßigter konservativen Alternativen

Gewaltdarstellungen werden nicht wegen ihres Kontextes abgelehnt, sondern wegen ihrer bloßen Existenz – in Verbindung mit einer gedachten Unschuld von Kindern offenbar mehr denn je. Der (restliche) Inhalt eines Bildwerkes mag da eine völlig untergeordnete Rolle nur mehr spielen

Da die Zeitung keine solchen Texte ins Internet stellt http://www.kleinezeitung.at/ Muss ich mich an dieser Stelle leider mit Zitaten begnügen (Kleine Zeitung 22.4.2010 72): ‚“Kick-Ass“: Fragwürdig gewalttätiges Vergnügen“ heißt es da schon in einer Bildunterschrift. Der Text zu dem wie bei Genre-Filmen dort üblich mit der niedrigst möglichen Wertung vergebene Streifen ‚1/5 Sternen, „Nein danke!“‚ von Reinhold Reiterer trägt die Überschrift „Grenzüberschreitung mit elfjähriger Killerin“.

Gegen den Film selbst wird darin nicht das geringste vorgetragen – man ist im Gegenteil noch voll des Lobes (!): ‚Matthew Vaughns „Kick-Ass“ ist ein gut gemachter Film, der auf leisen Sohlen daherkommt, dabei aber doch immer wieder überrascht. Er ist aber mit einem Maß an Gewalt ausgestattet, vor dem gewarnt werden muss…“
Es folgt eine kurze, neutrale Inhaltsbeschreibung – bevor die darin enthalten sein sollende „Medienkritik“ noch gewürdigt wird (!!).
‚Auf Youtube wird der Superheld etabliert, das „normale“ Fernsehen steigt ein. Dieser medienkritische Aspekt zählt neben humoristischen Aspekten zu den Positiva des Streifens. Aber, wie gesagt: Eine Elfjährige als brutale Killermaschine macht Zustimmung unmöglich.‘

Als Ausgleich dazu empfehle ich die in der Filmzentrale von mir neu entdeckte Rezension zum spanischen Terrorfilm „¿Quién puede matar a un niño?“ (Ein Kind zu töten) von Sven Jachmann: Filmzentrale

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2 Antworten to “„Aber, wie gesagt…“: Gedanken zur eingebildeten Liberalität eines strengen Konservativismus und mehr”

  1. Wahlempfehlung Dr. Heinz Fischer « Jürgen Mayer Says:

    […] Jürgen Mayer Menschlichkeit +Liebe « “Aber, wie gesagt…”: Gedanken zur eingebildeten Liberalität eines strengen Konser… […]

  2. Wann ist etwas “reprehensible” (verwerflich)? Und wann nicht? « Jürgen Mayer Says:

    […] aktuell negativen Wahrnehmung von “Kick-Ass” siehe auch diesen vorangegangenen Blog-Eintrag von mir […]

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