Deutscher Computerspielpreis 2010: deutsches Spiel als „international“ (offenbar nach)nominiert – und ausgezeichnet

Die kulturellen Sauberkeitsvorstellungen und moralischen Überlegenheitsdünkel, noch vorgestellt als „pädagogischen Wert“, scheinen in dem Land keine Grenzen zu kennen: PC Games – geschweige denn anderes respektiert zu werden…
Erste Reaktion meinerseits: „das führt wohl weit hinter die 1950er Jahre zurück.“

Weiterer Kommentar: ‚Der Hinweis Neumanns, von dem bei Computec die Rede ist, entbehrt jeglicher Logik: das „Keinohrhasen“ der Videospielwelt ist gerade ein „Anno 1404“. Relativ jugendfreundlich, vergleichsweise harmlos. Großer kommerzieller Erfolg. Im Gegensatz zu einem „Dragon Age: Origins“ spricht gerade ein „Anno“ eben KEINE politisch relevanten Themen wie Rassismus oder sexuelle Ausbeutung an, sondern stellt oberflächlich beschaulich-beschönigende Darstellungen aus der Geschichte dar. Eigentlich nicht einmal das – ist ein Fantasy-Spiel das aus einem historischen Realismus betrachtet möglicherweise auch noch den Kolonialismus massiv verharmlost. Weil es sich in seiner Romantik zu wenig von vergangenem Leid distanziert. Es ist aber halt in jedem Fall politisch opportun für ein kulturell sauberes Selbstverständnis Deutschlands. Leider‘

Nachtrag: die Nachnominierung „Anno 1404″s als „internationales“ Spiel unter dem Titel „Dawn of Discovery“, welche zu diesem Gewinn erst führte, hat sich dem schon mehrmals dazu jetzt überarbeiteten Artikel bei Computec zufolge mittlerweile indirekt anscheinend bestätigt…

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