„Mitgefühl“ verschieden? Wo ist Alfred Adlers bei Jeremy Rifkin?

Tja warum spielt das Denken eines Adlers bei Rifkin scheinbar keine Rolle?
Kann da zwar nur spekulieren, aber versuch wenigstens das mal.
Ich denke, dass Rifkin darauf ganz bewusst nicht wirklich eingeht was da von Adler und Nachfolge entwickelt wurde – Ideen welche ich persönlich für nichts geringeres als kontraproduktiv und selbst gewalttätig halte: das „Gemeinschaftsgefühl“ bei diesen Leuten kennt nämlich immer noch etwas anderes, das jener welche etwa keiner Ideologie des Friedens zum Beispiel folgen. Keinen Utopien, und sind es gerade Utopien in denen laut Rifkin Mitgefühl nicht vorhanden ist, keinen Sinn macht, weil es eben auch kein Leid dort gibt. Deshalb ist beziehungsweise war Adler auch in sektiererischen Kreisen so beliebt denke ich, zum Beispiel dem VPM in der Schweiz, und wird sich auf ihn auch in einer Biophilie etwa bezogen, welche etwas biologisches aus meiner Sicht weniger „liebt“ als anderes (zum Beispiel kalt gedachte Technik) ablehnt. Das was da unter „Gemeinschaftsgefühl“ verstanden wird steht einem Rifkin so sogar diametral gegenüber aus meiner Sicht: weil in diesen Gefühlen von Gemeinschaft, bei Adler etc., diese Gemeinschaft(en) einen Ausschlusscharakter von (anderen) Denkformen, Handlungs- und Lebensmöglichkeiten immanent in sich getragen wird – hin zur Vorstellung einer moralischen Überlegenheit und Normen, welche genau dem widersprechen was Rifkin meint und annimmt: auch feststellbar an verschiedenen politischen und strafrechtlichen Verfolgungen, gerade in Deutschland, wenn mit der „Tyrannei des Guten“ Hass gegen andere geschürt wird, zum Beispiel bei Medienfeindlichkeit. Wenn dort etwa über deviante Leben noch bestimmt werden will, zu den Lebensstilen und zumindest normabweichend imaginierten Tätigkeiten welche jemand aus eigenem Antrieb und Wunsch tut, sowie niemanden schaden. Die Forderung bestimmter Gruppen zum Beispiel nach Verboten, Ächtung, Mäßigung oder Einschränkung, bloß weil gewisse „Auswirkungen“ auf eine besser gedachte Norm-Gesellschaft befürchtet werden. „Zucht und Ordnung“, Vorstellungen von „Pflicht“ – links wie rechts des politischen Spektrums. Das Gute ist bei Rifkin so wie ich dazu manches gelesen und gehört habe jedenfalls etwas ganz anderes

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