Extrablatt – jetzt ganz neu und frisch: Islamophobie aus Hannover…?

Wie es sich auch in den Kommentaren hier bei Prof. Dr. Henning Ernst Müller zeitigt mag die jüngste Veröffentlichung einer Befragung junger Menschen des KFN auch abgesehen von „Journalismus“, welcher in Form von SPON etwa „jung, muslimisch, brutal“ hetzte – weitere Links erspar ich mir an dieser Stelle -, durchaus zu einigen antiislamischen Redeschwellen auch dort führen, wo man es eigentlich nicht vermutet hätte, sogar bis hin zu Links zu PI-News (wenn auch nicht HTML-codiert) – wie etwa eben auf einem der angesehenen Beck-Blogs.
Ich versuchte zu fragen was das solle – bekam bislang aber auch bloß Antwort von eben jenen HetzerInnen, welche sich naturgemäß auf „Meinungsfreiheit“ beriefen und die übliche „Menschenwürde“ im Wort führten, wenn es darum geht mit Gewalt gegen vermeintliche Gewalt, eine Gefährdung durch die Kultur (und das Wesen?) von anderen Menschen, hier eher die Religion, etc., Interessen (vor) zu bringen
Ob das KFN das alles goutiert kann wie auch schon bekannt keineswegs gesagt werden – der Berichterstattung wird nicht widersprochen, und wohl eben auch (wieder) nicht dem ganzen Hass der da mitschwingt in der Abfolge. Wenn er doch durch „Studien“ so wunderbar legitimiert zu sein scheint – einen Persilschein der sauberen Kulturvorstellung erhalten hat.
Und die Argumentation mit den Vorstellungen von „Gewalt“, den üblichen bösen Normen, wie Männerbildern – Rede von „Machos“, sowie der Furcht vor der Normabweichung in anderer Hinsicht, der Delinquenz und Devianz, wird da eben auch wieder voll und ganz Rechnung getragen. Die Menschenbilder sind eben keine anderen. Wieder? Ja so wie schon in der Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt in Videospielen. Und eigentlich, so lässt sich aus der Befragung herauslesen, mag es auch wieder eher „nur“ um Sachen wie die Videospiele gehen, und weniger um das beten von MuslimInnen, aber anscheinend hat das die Presse zumindest diesmal nicht so mitbekommen. Erster Bericht, das aktuelle
Auf die widerliche Sache mit den zu Nazis mutierenden Gamern verzichte ich an dieser Stelle einmal: ich denke das ist alles schon genug der Respektlosigkeit gegenüber ander(s denkenden und lebend)en, fremden Menschen.
Jedenfalls gibt es da wohl anzunehmende, wie üblich, Videospiele unter jenen „gewalthaltigen Medien“, welche für das KFN natürlich nicht rezipiert werden, sondern „konsumiert“, usw. usf.
Das nenne ich Wissenschaft der Ausgrenzung, zumal ein narrativer Charakter der Gewaltdarstellungen in Videospielen ja schon früher keineswegs irgendjemanden daran hinderte diese den Gewaltverbrechen zuzuschanzen.
So wie es beim Beck-Blog Müllers in den Kommentaren etwa heisst, dass Du „sollst erwürgen“ im Alten Testament auch nur eine Erzählung wär, im bös gedachten Koran aber immer alles naturgemäß ein Appell. So wie es in den missliebigen Games halt auch der Fall gedacht wird, noch als „Belohnung“ etc., jemanden erwürgen zu dürfen, etc.

Aufgrund des anhaltenden Vortrags von Hass in den Kommentaren auf diesem Beck-Blog Hans-Henning Ernst Müllers sah ich gezwungen noch folgenden Kommentar selbst dort zu verfassen: da ich den Eindruck habe, dass dort nach Ansicht der jeweils postenden Person und möglicherweise deren Status Kommentare stehen gelassen werden, sowie nach Gutdünken möglicherweise eigenen Ressentiments, veröffentliche ich dieses Schreiben hier zur Sicherheit noch einmal:
ich möchte es „Meinung“ nennen.

Ich wollte hier selbst eigentlich zwar nichts mehr schreiben, doch wie ich sehe kennt die menschenverachtende Gewalt wie ich sie in diesen Kommentaren zum Ausdruck kommen sehe offenbar eben keine Grenzen.

Als passionierter Videospieler bin ich zwar bereits einiges an politischer sowie strafrechtlicher Verfolgung in Deutschland gewöhnt, der an Widerwärtigkeit hier hinter abscheulichen Höflichkeitsfloskeln, Überlegenheitsdünkeln und anscheinend auch kulturellen Sauberkeitsvorstellungen stehende Hass, welcher sich in einer zivilisierten Wortwahl so gut zu gefallen scheint, nimmt mir dabei auch fast jegliche Worte. Jedoch sehe ich mich noch so, bei diesen verachtenswerten Verhöhnungen im Kleid einer akademischen Zivilisation, solchen versteckten Hassreden, wie hier über die Religion anderer Menschen dezisionistisch-brutal bestimmt werden soll, es als meine moralische und menschliche Pflicht an, dagegen noch einmal meine Stimme zu erheben.

Denn wie Bethold Brecht sehe ich Widerstand auch als meine Pflicht an, dort wo Unrecht zu Recht wird.

Gipfel dieser Verhöhnung und ausschlaggebend für diesen weiteren Kommentar von mir ist noch gewesen, dass eine Totaltarismustheorie hier dafür vorgetragen wurde darüber zu bestimmen was narrativ wäre und was nicht, das heisst appelative Gewalt!

Nein, diese Reden gegen den Islam sind gewalttätig. Nichts anderes in diesem Fall

Wenn mit „Wissenschaft“ im Maßanzug und menschenverachtenden Statistiken normiert über das Privatleben anderer Menschen geurteilt werden soll kann ich das (auch) nur Faschismus nennen.

Wenn „Meinungsfreiheit“ vorgestellt wird und über das Leben anderer bestimmt werden soll, mit eben dieser „Wissenschaft“.

Und der Herr Müller kann in seiner Zurückhaltung auch gern diesen Kommentar von mir noch löschen, die Adresse zu PI-News hingegen weiterhin stehen lassen.

Als Mensch mit Behinderung bin ich zudem Angehöriger einer weiteren gesellschaftlichen Minderheit, und auch als solcher habe ich mir über die Vorgänge hier auf diesen angeblich so angesehenen Blog-Ort bereits zur Genüge in der Form gebildet. Meine Verachtung könnte dabei kaum größer sein, soviel zu meinen „Werturteilen“ und meiner „Meinung“ zur Situation hier

Jürgen Mayer, https://pyri.wordpress.com

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