Videospiel-Kritik: „Green Day: Rock Band“ (2010)

Green Day sind halt (doch) nicht die Beatles 7/10 grünen Tagen ***

Ich mag Green Day. Boulevard of Broken Dreams ist wohl eines meiner Lieblingslieder, auch wenn ich Rockmusik ansonsten – von Nickelback, P!nk, Marilyn Manson und Aerosmith mal abgesehen – eher wenig bis gar nicht höre. Und Green Day hat sich Harmonix nach den Beatles als zweite Band ausgesucht, um ein eigenständiges Spiel mit ihnen zu machen.
Das hat mich sehr gefreut, zumindest um die Band mal besser kennen zu lernen. Man erinnert sich: mit Aerosmith für „Guitar Hero“ hat alles angefangen, wobei besagte Band schon in den 1990ern mit einem Tennisschläger(!)-Gitarrenspiel auf PC-CD-ROM selig aufwartete.
Das ist lange her: das Musikspiel-Genre hat inzwischen die Welt erobert, selbst die Toten Hosen haben ein eigenes Singstar erhalten
Harmonix geht bei „Green Day: Rockband“ dabei mit MTV Games konsequent vor: das Game ist ganz auf die Band ausgerichtet, doch jetzt kommt der Haken – wo für die Beatles eine extravagante künstlerische Komposition eher in Form einer aufwändigen Doku-Hommage ausgearbeitet wurde, samt Auftritten von Yoko Ono und Paul McCartney/Ringo Starr auf der E3, ist „Green Day: Rockband“ halt doch eher sehr konventionell ausgefallen. Leider doch eher so wie der Metallica-Output von der Konkurrenz etwa
Es ist halt nicht mehr da anscheinend: nicht mehr Potential als die veröffentlichten Lieder, nicht mehr künstlerische Aussagekraft welche man mit der Punk-Marke veranstalten könnte. Das ist zwar schade, aber auch die traurige Realität in dem Fall
Wenigstens hat man es diesmal geschafft die Songs für einen Export ins Hauptprogramm zu richten – eine Funktion welche ich allerdings wohl nie nutzen werde, da mir auch der dritte Teil von besagtem Haupt-DLC-Monster bislang in all seiner Beliebigkeit und Stein-Versessenheit nur wenig zusagte
Wenn noch dazu der Trend dahin geht „wirklich“ Instrumente zu lernen, mit vermeintlich echten Keyboards und Gitarren mit Saiten anstatt bunten Knöpfen. Ein Graus 😉
Und was ist ein Musikspiel ohne Affinität zur jeweiligen Musik.

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