Archive for September 2010

Die Innsbruck-Connection zum Weltuntergang, oder: nichts zu Douglas Adams…

30. September 2010

Teil 1/4, wem(/nn)s (schon) reicht… Derweil wird auch bei der so anscheinend unverbesserlichen deutschSPRACHIGEN Wikipedia immer noch „diskutiert“ wie man mit derlei „Kritik“ umgehen soll (dort)

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„DOA Dimensions“: gestern erste Bewegtbilder veröffentlicht

30. September 2010

Gerade das „Weltjournal“ im ORF gesehen…

29. September 2010

Besser wäre gewesen nicht und/oder mit dem Hinweis, dass es sich eigentlich um eine ORF-Werbeshow mit Gastauftritt des letzten Buches von Frau Schwarzer aus Deutschland handelt. Sowie britisches Recht weitgehend ignorierend islamophobe Tendenzen verbreitend. Wo zwar „KritikerInnen“ massiv Sendezeit bekommen, von einer amerikanischen Rechtsauslegerin angefangen, aber kaum gläubige MuslimInnen, höchstens DiplomatInnen – wo höchstens von „Toleranz“ zwar oft geredet wurde aber kaum eine erkennbar gewesen ist, weil doch keine „Parallelgesellschaft“ erwünscht ist… Eine Gesellschaft die offenbar schon dann gesehen wird, wenn andere Kleidung bevorzugt erscheint

Ergebnis der 3DS-PK: Launch auch in Japan erst im Februar

29. September 2010

Artikel bei IDG: dafür soll der Westen wie schon erwartet (auch) im März bereits drankommen. Der japanische Preis für das Gerät beträgt 25.000 Yen, umgerechnet über 200 Euro

„Halo: Reach“: Video Game Review

28. September 2010

Die New York Times über „Halo: Reach“, von Seth Schiesel

Über den „Stuss“

27. September 2010

Neuerlicher Kommentar

‚Feminismus ist erstmal nicht unbedingt etwas das mit Opferrollen oder Kritik daran überhaupt etwas zu tun haben muss. Es gibt sehr viele verschiedene Formen auch davon, mehr als einen Feminismus. Sogar unzählige Feminismen möchte ich sagen
Feminismus auf einen Nenner gebracht bedeutet grundsätzlich nichts anderes als die Feststellung, dass Frauen auch Menschen sind. Punkt.

Darüber hinaus, wenn hier von JEMAND* schon vorgeworfen wird dass Leute wie ich sowieso bloß “Stuss” schreiben erübrigt sich für mich bereits jede weitere Diskussion: das ist einfach nur beleidigend für mich. Meine “Meinung” dazu. Journalismus hat aus meiner Sicht auch nicht die Aufgabe, ob in Deutschland oder sonstwo, Hass und Verachtung zu verbreiten – das mein Vorwurf.
Dazu muss ich diesen einzelnen Beitrag auch überhaupt nicht gesehen haben. Das lehrte mich die Erfahrung auch abseits von Frau P. wenn über Sexualisierungen sonst wo gesprochen wird. Ein Diskurs über Erotik findet so schonmal keineswegs statt. Scheint hier auch nicht möglich zu sein. Leider. Journalismus hat auch nicht die Aufgabe irgendwelchen Großeltern beizubringen welchen Abscheulichkeiten ihre Enkel ausgesetzt sind. Das ist schlicht und einfach intolerant.

Es wird auch nicht ähnlich über eine etwaige Ausstellung des Wiener Aktionismus so nach dem Motto berichtet: hütet Euch davor welchen Schandtaten bös gedachter KünstlerInnen die lieben kleinen Kinder dort ausgesetzt sind.
Solche “Kritik”. Weil solche “Kritik” historisch zu deutlich belastet ist, bei etablierter “Hochkultur”. Dort geht das nicht (mehr) so einfach. Deshalb sehe ich solche Berichterstattung auch als widerliches “Ventil” im Land an die eigenen Ressentiments gegen das Leben, den Ausdruck, anderer Menschen, vornehmlich Fremder im Ausland, loszuwerden. Abscheulich.
Das Ganze tradiert einfach bloß auch Vorurteile. Vorurteile dahingehend, dass Games was für Kinder wären – und warum? Weil man es sich offenbar schon nicht anders vorstellen kann. Die eigenen Unzulänglichkeiten dabei dirigieren

Und zwar alles. Alles Mögliche! Jede Einstellung in der gewöhnlichen Berichterstattung wird von negativen Gefühlen und Überlegenheitsdünkeln, Arroganz und Überheblichkeit getragen. Gewalt gegen (fiktionale) Gewaltdarstellungen. Nicht nur im Mainstream, sondern auch in der deutschen Spielepresse. Weil sich um Posten und Zukunftschancen gefürchtet wird – mit 45+ man als SpielejournalistIn eher in die Verwaltung wechselt und Redaktionen verlässt. Und im deutschen Games-Management wird kaum anders gedacht als in der Baustoffindustrie. Das ist das Ergebnis meiner jahrelangen, auch akademischen, Analyse. In Verbindung mit Ressentiments gegen Militär, diverse Verschwörungen böser Industrie(n), eines Kommerz diesbezüglich, “dumm” gedachte AmerikanerInnen, eine fettleibige Wohlstandsgesellschaft welche vergnügungssüchtig wäre, “Spaß” der eben abgelehnt wird. Um die zumeist eben auch noch ausländischen Kreativen meint man da braucht sich niemand zu kümmern. Das sind sowieso alles Schlechtmenschen welche Jugend verderben möchten. Wo “Kunst und Kultur” Zuschreibungen von Gewalt sind – solche Etikette, die welche nach Gutdünken verteilt werden. Und alles Andere, Unangenehme, Unliebsame, Unpassende, Vermeidbare, das was man sich international nicht leisten können muss wie Von Trier oder Tarantino im Film, darüber kann mit Sauberkeitsvorstellungen leicht darüber gefahren werden. Von einer hasserfüllten Friedensbewegung, Sexnegativität, Christ- und Öko-FaschistInnen, dem gleichmacherischen Sozialismus einer “Gemeinschaft” die alles an eine Norm drängt, usw. Aber das ist für Gewisse hier wohl weiterhin alles nur “Stuss” oder gleich neuerlicher Grund zur Empörung – der am Besten auch weiter ignoriert wird so.‘

* ursprünglich falsche Zuschreibung. Mannomann ich werd alt 😀 Es war aber auch noch früh am Morgen als ich da was fälschlicherweise zu lesen glaubte…

Erotik(as) und Sexismus

26. September 2010

Kommentar hier

‚Ich denke man/Mann trifft hier auf einen wesentlich tiefgreifenderen Kulturkonflikt als dass hier bloß etwas überhaupt mit Games zu tun hätte: die Gamesindustrie produziert in erster Linie für ein (vermeintlich) heterosexuelles, junges, männliches Publikum. Das lässt sich allein wohl nicht abstreiten – ist aber auch schon alles
Gewisse erotische Darstellungen darin, ob die einem nun persönlich ansprechen oder nicht, auch überhaupt nicht interessieren zum Beispiel, liefern da auch die Aufreger: für gewöhnlich nenne ich das einen negativen Zugang zu objektivierten Darstellungen von Sexualität. Wenn Objekte wie auch Stereotype in ein Zentrum gestellt werden und vielleicht, unter Umständen, auch angehimmelt werden oder als Masturbationsvorlagen verwendet – positiv rezipiert zumindest sympathisch gefunden werden.
Ich schreibe auch in meiner Dissertation darüber.
Und da wird dann sehr sehr schnell etwas als „sexistisch“ interpretiert: wie auch schon bei den Pfeifferschen Vorwürfen zu einem angeblichen Antisemitismus in „GTA IV“ über „Jud Süß“ sehe ich als sexpositiver Feminist da jedoch auch eher eine Sekundarität am Werk. So wie The Sorrel es im zweiten Kommentar hier auch geschrieben hat – es geht darum wie Darstellungen interpretiert werden und was etwa an Stereotypen auch negativ empfunden wird.
Hier ist „Sexismus“ ein Vorwurf der als Beschimpfung eher auf den Schimpfenden zurückweist, ähnlich wie „Folterporno“ oder „Killerspiel“. Ein Vorwurf der in erster Linie eines zum Ausdruck bringt: die eigene Überlegenheit und Missachtung eines Werks, wie kreativer Ausdruck (auch) positiv Freude bereiten kann, usw. Das ist auch die indirekte Forderung einer Asexualität in Fiktionen, weil so alles Mögliche Sexuelle in Games auch als „sexistisch“ oder unethische Ausbeutung verstanden werden kann – letztlich als „Missbrauch“ und fremdbestimmte Sexualität, weil da einer gewissen Logik zufolge sexueller Ausdruck Anderer auch von der eigenen Sexualität abweichen würde welche wiederum aus welchen Gründen auch immer als mehr oder weniger einzig und allein „gesund“ gedacht wird. Dass die Rezeption von Erotik auch Teil der eigenen selbstbestimmten Sexualität sein kann kommt da nicht vor. Das betrifft auch dokumentarischen sexuellen Ausdruck, solche (oft mit „Pornografie“-Vorwürfen belegte) Erotikas. Gerade als Mensch mit Behinderung sehe ich das mitunter sehr kritisch: sexuelle Ausgrenzung schafft so Normen welche über Sexualität praktisch nur mehr medizinisch sprechen. Bis hin zu Sexualbegleitungen und Hilfestellungen im Falle von körperlichen Einschränkungen bei Autosexualität: das geht über eine Medienwirkungsforschung auch einher mit einem mechanistischen Menschenbild denke ich, einem Menschenbild wo Menschen „funktionieren“ sollen und der Spaß an der Freud genommen wird. Wo „Kritik“ mit Vorwürfen und Empörung nichts anderes mehr tut aus meiner Sicht als Hass und Verachtung verbreiten. Wo von Frauenverachtung etc. zwar geredet wird, die Probleme der Industrie in diesem Bereich mitunter jedoch gar nicht angesprochen werden: wenn wie es hier bereits angesprochen wurde – von der Integration entsprechender Avatare angefangen, wenn diese wie von Wyrd Sister beschrieben schon zu mühsam erscheint – Frauen keine Berücksichtigung finden. Deshalb habe ich mich auch sehr über die weiblichen Spartans in „Halo: Reach“ gefreut.

Bei Frau Pfeiffer kommt noch hinzu, dass ich mich an eine Begebenheit erinnere welche in der ersten öffentlichen Diskussion mit ihr bei Computecs Cynamite, an der ich mich ihrerzeit noch reger beteiligt habe, vorgefallen ist, wo es um die Bedeutung des Wortes „misogyn“ ging: müsste irgendwo in diesem langen Thread nachzulesen sein http://www.cynamite.de/foren/cynamite/news/39179-ea-diese-schweinefirma-regine-pfeiffer-legt.html

(Schreibfehler ausgebessert)

Nachtrag: dank The_Real_Black bei „Stigma Videospiele“ kann ich diese Begebenheit nun auch einfach noch genauer angeben. Sie befindet sich auf Seite 61.

Empörung und Gesellschaft

26. September 2010

Kommentar im Stigma-Videospiele-Forum:

‚Kann mich da nur anschliessen: es ist aus meiner Sicht auch eine Mentalitätsfrage welche erst zu einer Gewaltspirale führt.
Wenn schnell alles Mögliche „krank“ oder „geschmacklos“ ist, Ausgrenzungen regieren, und dann noch im Nachhinein nach Sündenböcken gesucht und diese schließlich auch (erfolgreich) gefunden werden.
Mit den TäterInnen will sich eine solche Gesellschaft auch nicht ernsthaft befassen. Das ist auch anders als in den USA zum Beispiel: Oliver Stone hat das in „Natural Born Killers“ wiederum kritisiert, doch ist es doch besser denke ich, wenn MörderInnen auch einen Platz finden jenseits von Empörungen. Wie zum Beispiel Jack Unterweger hier in Österreich. Thomas Bernhard drückte es mal so aus: http://www.youtube.com/watch?v=cVhG-JexBT4 Deutschland verdrängt Negatives so eher denke ich, und in letzter Konsequenz auch den (eigenen) Tod – ich kenne (populär)kulturell von einiger Prominenz bloß die Analyse im „Totmacher“ mit Götz George.
Man hat zwar im Gegensatz zu Österreich „Vergangenheitsbewältigung“ betrieben, diese jedoch immer in der Hinsicht dass das Eigene mit (neuerlichen) Normen an „guter“ Schärfe gewonnen hat. So dass man heutzutage eben überlegen auch darüber urteilen kann was anderswo Kreative konsensual in Fiktionen erzeugen, oder ein „böses“ Amerika tut. Anderes droht „verboten“ zu werden oder befindet sich schon im Untergrund. Kommt etwa in Journalismen wie sie die Zeit oder der Spiegel auch bringt einfach nicht vor. Und das ist schon eine (neue) Form des Faschismus und Rassismus für mich
Wie schlimm das noch werden wird wird sich zwar erst zeigen müssen, aber: fest steht, für mich zumindest, schonmal, dass trotz der ganzen jahrzehntelangen Drangsalierungen über einen Index beispielsweise Gewaltverbrechen (weiterhin) auf unerwünschte mediale Erzeugnisse eben bezogen werden. Erzeugnisse die im Falle pornografischer Bondage-Fotos zumal auch quasi schon nur mehr im Ausland von Deutschland gesehen einfach gefunden werden können eigentlich, usw.
Weil diese im „deutschen“ Internet etwa herumliegen zu haben schon längst verboten ist – nicht (nur) über ein Strafrecht, sondern eben auch über „Jugendschutz“.

Ich habe das erst kürzlich in dieser Woche wieder privat erlebt: wenn darüber bestimmt werden möchte wie Menschen leben, wie sie sind, was sie brauchen und was nicht – fremd, und wenn eben nicht integriert wird in die eigene Welt sondern mit Vorstellungen von Überlegenheit noch vorgegeben wird wie gelebt werden soll, anderes nicht verstanden. Wenn anderes nicht verstanden wird da auch „nichts“ da wäre, so „gar nichts“ (Gemeinsames oder nicht). Das macht eine Gesellschaft aus meiner Sicht auch mehr problematisch als ein fragwürdiges Bildungssystem, das so ebenfalls nicht thematisiert werden möchte – über eine Leistungsgesellschaft.
Und wenn dann noch individuelle Probleme und/oder Schwierigkeiten hinzukommen…
:-(‚

Neuer Kommentar

25. September 2010

Bei Stigma Videospiele: ‚@MtW
Ich sehe das mit Kriegen ähnlich wie mit (anderen) Katastrophen. Einem Film wie etwa „2012“ unterstellt man auch nicht schnell mal eine Verherrlichung dieser – wahrscheinlich weil er Lebenswirklichkeiten halt auch gar nicht so betreffen kann, der Weltuntergang. Und bei näherliegenden Erdbebenfilmen gibt es ja auch meistens entsprechendes, als angemessen empfundenes, womöglich vielleicht noch melodramatisches, Pathos.
Bloß bei Kriegsfilmen und noch mehr Spielen sieht das schon wieder ganz anders aus: da wird Distanz zum Geschehen gefordert um keine affirmative Beziehung dazu einzugehen, etc. Die Unmittelbarkeit eines Shooters ist da natürlich ganz schlecht – weil man sich dem auch nicht entziehen kann und das Schlachtfeld verlassen. Weil da wird man sozusagen auch gezwungen sich dem zu stellen und womöglich von seinem hohen Ross der Moral herunterzusteigen

Dabei gibt es ja auch in diesen Spielen Leid: ich fühle bei jedem „Call of Duty“ mit mit dem Leid das einem da ständig begegnet, die (aller)meisten tun das aber wohl nicht. Weil es auch nicht auffallen muss, dieses Leid von SoldatInnen zum Beispiel – nicht ins Zentrum gerückt wird sondern eher bloß am Rand stattfindet: und da müssten Videospiele wohl oder übel noch mehr leisten

Und über eine Friedensbewegung gibt es noch dazu auch jede Menge Ressentiments gegen SoldatInnen zum Beispiel

Bei den Rollenspielen geht es neben dem Genre halt auch um das Setting und die grafische Gewaltdarstellung: ein „Mass Effect“ oder „Dark Messiah“ ist auch näher am Actionspiel und in einem „Dragon Age“ fließt hektoliterweise Blut. Soweit ich Letzteres bislang gespielt habe unterscheidet es sich trotz des Dark-Fantasy-Anklags von den Thematisierungen her höchstens in manch sexuellen Punkten von einem „Baldur’s Gate“ das ab 12 Jahren auch freigegeben wurde.‘

Petition(en)

24. September 2010