Neuer Kommentar

Bei Stigma Videospiele: ‚@MtW
Ich sehe das mit Kriegen ähnlich wie mit (anderen) Katastrophen. Einem Film wie etwa „2012“ unterstellt man auch nicht schnell mal eine Verherrlichung dieser – wahrscheinlich weil er Lebenswirklichkeiten halt auch gar nicht so betreffen kann, der Weltuntergang. Und bei näherliegenden Erdbebenfilmen gibt es ja auch meistens entsprechendes, als angemessen empfundenes, womöglich vielleicht noch melodramatisches, Pathos.
Bloß bei Kriegsfilmen und noch mehr Spielen sieht das schon wieder ganz anders aus: da wird Distanz zum Geschehen gefordert um keine affirmative Beziehung dazu einzugehen, etc. Die Unmittelbarkeit eines Shooters ist da natürlich ganz schlecht – weil man sich dem auch nicht entziehen kann und das Schlachtfeld verlassen. Weil da wird man sozusagen auch gezwungen sich dem zu stellen und womöglich von seinem hohen Ross der Moral herunterzusteigen

Dabei gibt es ja auch in diesen Spielen Leid: ich fühle bei jedem „Call of Duty“ mit mit dem Leid das einem da ständig begegnet, die (aller)meisten tun das aber wohl nicht. Weil es auch nicht auffallen muss, dieses Leid von SoldatInnen zum Beispiel – nicht ins Zentrum gerückt wird sondern eher bloß am Rand stattfindet: und da müssten Videospiele wohl oder übel noch mehr leisten

Und über eine Friedensbewegung gibt es noch dazu auch jede Menge Ressentiments gegen SoldatInnen zum Beispiel

Bei den Rollenspielen geht es neben dem Genre halt auch um das Setting und die grafische Gewaltdarstellung: ein „Mass Effect“ oder „Dark Messiah“ ist auch näher am Actionspiel und in einem „Dragon Age“ fließt hektoliterweise Blut. Soweit ich Letzteres bislang gespielt habe unterscheidet es sich trotz des Dark-Fantasy-Anklags von den Thematisierungen her höchstens in manch sexuellen Punkten von einem „Baldur’s Gate“ das ab 12 Jahren auch freigegeben wurde.‘

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Eine Antwort to “Neuer Kommentar”

  1. Alreech Says:

    Und über eine Friedensbewegung gibt es noch dazu auch jede Menge Ressentiments gegen SoldatInnen zum Beispiel

    Hier ist Beispielsweise die Aktion der Deutschen Friedensgesellschaft zu nennen, bei der auf den Tod deutscher Soldaten mit Sekt angestoßen werden soll.
    Leider muß man hier feststellen das dies z.B. den Innenminister von Baden-Württemberg nicht davon abhält gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutschen Friedensgesellschaft gegen „Killerspiele“ zu hetzen.

    Oder der Vorwurf beim ISAF Einsatz – der auf Bitten der Afghanischen Übergangsregierung unter UN-Mandat und mit Beschluß des Deutschen Bundestages stattfindet – handelt es sich um einen völkerrechts- und grundgesetzwidrigen Krieg.
    Dieser Vorwurf wurde vom bayrischen Innenminster Joachim Herrmann unterschrieben.

    Beide Politiker – CDU und CSU – fallen damit unseren Soldaten in den Rücken die in Afghanistan im Auftrag der UNO und des Bundestages kämpfen.
    In früheren Zeiten hätte man sowas wohl als Vaterlandsverrat bezeichnet. 😉

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