Über den „Stuss“

Neuerlicher Kommentar

‚Feminismus ist erstmal nicht unbedingt etwas das mit Opferrollen oder Kritik daran überhaupt etwas zu tun haben muss. Es gibt sehr viele verschiedene Formen auch davon, mehr als einen Feminismus. Sogar unzählige Feminismen möchte ich sagen
Feminismus auf einen Nenner gebracht bedeutet grundsätzlich nichts anderes als die Feststellung, dass Frauen auch Menschen sind. Punkt.

Darüber hinaus, wenn hier von JEMAND* schon vorgeworfen wird dass Leute wie ich sowieso bloß “Stuss” schreiben erübrigt sich für mich bereits jede weitere Diskussion: das ist einfach nur beleidigend für mich. Meine “Meinung” dazu. Journalismus hat aus meiner Sicht auch nicht die Aufgabe, ob in Deutschland oder sonstwo, Hass und Verachtung zu verbreiten – das mein Vorwurf.
Dazu muss ich diesen einzelnen Beitrag auch überhaupt nicht gesehen haben. Das lehrte mich die Erfahrung auch abseits von Frau P. wenn über Sexualisierungen sonst wo gesprochen wird. Ein Diskurs über Erotik findet so schonmal keineswegs statt. Scheint hier auch nicht möglich zu sein. Leider. Journalismus hat auch nicht die Aufgabe irgendwelchen Großeltern beizubringen welchen Abscheulichkeiten ihre Enkel ausgesetzt sind. Das ist schlicht und einfach intolerant.

Es wird auch nicht ähnlich über eine etwaige Ausstellung des Wiener Aktionismus so nach dem Motto berichtet: hütet Euch davor welchen Schandtaten bös gedachter KünstlerInnen die lieben kleinen Kinder dort ausgesetzt sind.
Solche “Kritik”. Weil solche “Kritik” historisch zu deutlich belastet ist, bei etablierter “Hochkultur”. Dort geht das nicht (mehr) so einfach. Deshalb sehe ich solche Berichterstattung auch als widerliches “Ventil” im Land an die eigenen Ressentiments gegen das Leben, den Ausdruck, anderer Menschen, vornehmlich Fremder im Ausland, loszuwerden. Abscheulich.
Das Ganze tradiert einfach bloß auch Vorurteile. Vorurteile dahingehend, dass Games was für Kinder wären – und warum? Weil man es sich offenbar schon nicht anders vorstellen kann. Die eigenen Unzulänglichkeiten dabei dirigieren

Und zwar alles. Alles Mögliche! Jede Einstellung in der gewöhnlichen Berichterstattung wird von negativen Gefühlen und Überlegenheitsdünkeln, Arroganz und Überheblichkeit getragen. Gewalt gegen (fiktionale) Gewaltdarstellungen. Nicht nur im Mainstream, sondern auch in der deutschen Spielepresse. Weil sich um Posten und Zukunftschancen gefürchtet wird – mit 45+ man als SpielejournalistIn eher in die Verwaltung wechselt und Redaktionen verlässt. Und im deutschen Games-Management wird kaum anders gedacht als in der Baustoffindustrie. Das ist das Ergebnis meiner jahrelangen, auch akademischen, Analyse. In Verbindung mit Ressentiments gegen Militär, diverse Verschwörungen böser Industrie(n), eines Kommerz diesbezüglich, “dumm” gedachte AmerikanerInnen, eine fettleibige Wohlstandsgesellschaft welche vergnügungssüchtig wäre, “Spaß” der eben abgelehnt wird. Um die zumeist eben auch noch ausländischen Kreativen meint man da braucht sich niemand zu kümmern. Das sind sowieso alles Schlechtmenschen welche Jugend verderben möchten. Wo “Kunst und Kultur” Zuschreibungen von Gewalt sind – solche Etikette, die welche nach Gutdünken verteilt werden. Und alles Andere, Unangenehme, Unliebsame, Unpassende, Vermeidbare, das was man sich international nicht leisten können muss wie Von Trier oder Tarantino im Film, darüber kann mit Sauberkeitsvorstellungen leicht darüber gefahren werden. Von einer hasserfüllten Friedensbewegung, Sexnegativität, Christ- und Öko-FaschistInnen, dem gleichmacherischen Sozialismus einer “Gemeinschaft” die alles an eine Norm drängt, usw. Aber das ist für Gewisse hier wohl weiterhin alles nur “Stuss” oder gleich neuerlicher Grund zur Empörung – der am Besten auch weiter ignoriert wird so.‘

* ursprünglich falsche Zuschreibung. Mannomann ich werd alt😀 Es war aber auch noch früh am Morgen als ich da was fälschlicherweise zu lesen glaubte…

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Eine Antwort to “Über den „Stuss“”

  1. Christian - Alles Evolution Says:

    „Feminismus auf einen Nenner gebracht bedeutet grundsätzlich nichts anderes als die Feststellung, dass Frauen auch Menschen sind.“

    Ich denke es hat eher etwas mit einer Interessenvertretung für Frauen zu tun, die dann eben auch zu Lasten der Männer gehen kann. Hat sich ja auch bei der Sorgerechtsdiskussion nach dem BVerfG-Urteil gezeigt.
    Eigentlich müsste es ja ein feministisches Anliegen sein, dass Männer sich mehr um ihre Kinder kümmern. Aber da wurde lieber Besitzstandwahrung betrieben.

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