Armes Bangladesch

Neuerliche Kommentare

Bei „Stigma Videospiele“:

‚@frontal21
Das sagen sie weil es fast überall anders auch so ist – nur in England und Australien noch ebenfalls nicht: sonst überall freiwillig, bis auf weitere kleine Ausnahmen – Portugal glaub ich zum Beispiel. Sonst muss man schon nach Südamerika oder Asien gehen um ähnliche und schlimmere Zustände vor sich zu haben: in den USA wird sich gerade vor so einer “Verbindlichkeit” gefürchtet – dem Gesetzesvorstoss von Schwarzenegger und Co. Man hat Angst, dass sich – ähnlich wie es in Deutschland auch ist – ein Handel durch (harte) Strafandrohungen bei Abgaben an Minderjährige dazu entschliesst bestimmte Spiele (gar) nicht mehr zu verkaufen.
Genau so wie es in D auch ist: in einem deutschen Media-Markt findet man zum Beispiel keine indizierten Spiele. Weil keine Rechtssicherheit für diese besteht – USK-Kennzeichen schaffen nämlich vor allem diese eines seit 2003: die Rechtssicherheit.

Im Filmbereich sieht das womöglich etwas anders aus – da bei der deutschen Filmwirtschaft (SPIO) über eine Juristenkommision indizierte Datenträger auch geprüft werden können.
Und deshalb habe ich dereinst beim VDVC solche Kennzeichen auch für Games vorgeschlagen, über den BIU beispielsweise – weil die MitgliederInnen des anderen deutschen Verbandes, G.A.M.E., kaum von Indizierung betroffen sind.
Ohne Erfolg habe ich dies leider vorgeschlagen.

Ein anderer Jugendschutz, auf freiwilliger Basis aber möglicherweise durchaus auch in gewisser Hinsicht verbindlich – dennoch wesentlich liberaler -, kennt das nicht: so kann ein Elektrohandel hier in Österreich theoretisch und praktisch auch Pornos verkaufen. In anderen Staaten ist das ähnlich
Auch so gibt es nämlich Verpflichtungen dass möglicherweise jugendgefährdendes Material vor jugendlichen Blicken geschützt wird.

Also ich finde gerade Modul 4 in diesem Jupi-Papier, “Alterseinstufungen nicht bindend”, ganz hervorragend. Würde mich auch sehr über eine News zu diesem Text der Jungen Piraten hier freuen – selbst wenn man über den Zugang zum Strafrecht streiten kann
Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland aus meiner Sicht, dass eine zumindest annähernd wesentliche politische Organisation dabei auch für die längst überfällige Abschaffung der für mich eklatant grund- sowie menschenrechtswidrigen Bundesprüfstelle eintritt. Selbst wenn es sich bloß um die Jugendorganisation der Piratenpartei handelt‘

Beim „Spiegel“ – nein, geht nicht weil sie das „Thema“ schon geschlossen haben. So kann es eben auch gehen wenn dann bloß wieder eine journalistische Gewalt diesbezüglich einschreitet und verschliesst
Also doch wieder für „Stigma Videospiele“:

‚…
@rosiweissnix
Sie haben offensichtlich nicht das Geringste verstanden worum es Menschen wie mir hier oder anderswo vielleicht auch, geht.
Zitieren Sie mich (auch) nicht, wenn Sie so offensichtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Hier wie indirekt so auch beim unsäglichen “Spiegel”, wo das Thema bereits “geschlossen” wurde und ich demnach Ihnen hier öffentlich antworten muss, sowie beim “Spiegel” vermeintlich Kranke, “Asoziale”, euphemistisch gedisst, und Perverse turnusmäßig meinem Vernehmen nach jetzt schon vorgeführt werden, im Sinne einer abscheulichen Norm, über “Schule”, “Uni”, etc.
Vergleichen Sie das einmal mit einem zentristischen angloamerikanischen Journalismus: und ja, das hat gerade eine eingebildete Linke in Europa zu verantworten. Die unaufhörlich auf Andersdenkende einschlägt, wo sich in den New Yorker etwa bloß alle heiligen drei Zeiten einmal entsprechende Ressentiments verirren ist Anderes bei Spiegel, Zeit, SZ und Co. gerade in Deutschland praktisch nicht vorhanden.
Nein, entschieden nein: in Deutschland darf eben genau NICHTS so bleiben wie es ist aus der Sicht von Menschen wie mir. Ich empfinde das als bodenlose Frechheit, diese Unterstellungen man möge sich zurücklehnen und Wohlstand so geniessen. Sie können das ja denken. Sei Ihnen unbenommen. Aber wie wollen Leute wie Sie für eine bessere und gerechtere Welt sorgen, wenn Sie nicht einmal den Hass und die Verachtung gegen Comics, Erotikas, Genre-Filme und Videospiele beispielsweise im eigenen Land wahrnehmen. Weil diese schon nichts wert wären angeblich. Müllverbrennungsanlagen möglicherweise sogar rechtens zugeführt werden. Wie soll da was gegen einen “Kapitalismus” – was immer jener auch sein soll – auch nur ansatzweise glaubwürdig vorgetragen werden? Bei solchen Überlegenheitsdünkeln und solcher Ignoranz? Eine noch strafrechtliche Verfolgung diesbezüglich. Das werde ich, im Gegensatz zu einem Roland Näf in der Schweiz, nie verstehen
Bevor Sie gegen irgendwelche Negativzustände in fernen Ländern wie Bangladesch antreten, sollten Sie selbstreflexiv demnach erst einmal Ihre eigenen Vorurteile und Unterstellungen, Ihre selbigen Interessen überprüfen.
Ich kenne keine “Killerspiele” welche dort hergestellt werden würden, und auch auf “Pornografie” aus diesem Land bin ich noch nicht gestoßen: das Letztere leider – weil mich diese wohl schon interessieren würde. Weil ich meistens interessiert bin am konsensualen sexuellen Ausdruck anderer erwachsener Menschen. Einmal nobel ignorierend diese indirekten Bezugnahmen auf materielle Kultur, welche unter unmenschlichen Bedingungen dort wohl weit eher hergestellt wird. Aber das zeugt ja auch von dieser ungeheuerlichen Ignoranz aus meiner Sicht. Der sexuelle oder videospielerische Ausdruck von Menschen ist keine Ware auf welche ihn Leute wie Sie so gerne reduzieren. Es ist Ausdruck von Menschen! Auch kein Hass. Genau so wie Ihr Kommentar, wohl gut gemeint, Beethoven-Sonaten von denen im Kommentar von “FIFA 11″ gesprochen wird, oder Anderes. Diese negative Anthropologie andauernd ist absolut verwerflich für Menschen wie mich: ständig Schlechtes in Menschen denken, sich mit Überlegenheitsdünkeln als womöglich noch geläuterter Übermensch gerieren. Pfui! Das ist ein Schlechtmenschentum welches ich meine – so jemand braucht sich aus meiner Sicht überhaupt nicht für “gut” halten. So meine Werturteile
Benachteiligen tut Menschen wie mich so auch das Unverständnis von Leuten wie Ihnen. Zumindest in Deutschland – wo ich mich theoretisch schon fürchten müsste wenn ich bestimmte Videospiele in meinem Besitz bloß versuchen würde bei eBay zum Beispiel zu versteigern http://www.zensur-forum.de/viewtopic.php?t=428
Aber Videospiele – die seien so wahrscheinlich ja auch “nichts” (Wichtiges)
Und diese Zustände sollen sich auch noch in das schöne Bangladesch ausbreiten? Armes Bangladesch :-(‚

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Eine Antwort to “Armes Bangladesch”

  1. purchaser Says:

    Klare Worte, pyri, und jedes einzelne muss da so stehen!

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