Archive for November 2010

Alle gegen JoWooD :-(

30. November 2010

Wie auch immer JoWooDs Veröffentlichung von King Arts „The Book of Unwritten Tales“ (BOUT) tatsächlich einzuschätzen ist, wenn selbst im österreichischen Gamers.at höchstens versteckt über den JoWooD-eigenen Patch berichtet wird stimmt für mich etwas nicht (mehr). Bei der Gamestar gab es zu den Vorwürfen dem Vernehmen nach gar kein auch nur annähernd entsprechendes Update. Vom ganzen hatred im hauseigenen Forum völlig zu schweigen. Und dort lässt man das auch noch stehen, ein Community Manager kommentiert es ab und an höchstens mal: wenn JoWooD tatsächlich so miserabel wäre wie behauptet wird, würden die ÖsterreicherInnen doch als allererstes die aus Deutschland nur allzu bekannte Zensur üben?? Aber immer schön schimpfen 😦 Wie widerlich.

Mir persönlich hat Gothic 3 ja bereits gut gefallen und ich bin von ArcaniA mehr oder weniger restlos begeistert. Für das was es ist. Sicher, die Qualität und der Einschlagcharakter der ersten beiden Gothic-Titel konnten leider nicht mehr erreicht werden, aber immerhin sind aus meiner Sicht doch alles andere als schlechte Spiele daraus geworden.
Ich werde mir von BOUT deshalb demonstrativ demnächst die JoWooD-Variante zulegen. Zusammen mit JoWooDs 1.01

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Kommentar zu angeblichen Vorhaben der Taz, Games betreffend…

30. November 2010

Kommentar im Stigma-Videospiele-Forum:

‚John Milius, der Autor von Homefront, aber auch „Red Dawn“ (1984), gilt im antiamerikanistischen Deutschland ja schon seit jeher als ausgewiesener Reaktionär, nach Conan dem Barbaren spätestens seit er dem Aufstieg der Grünen im Land spaßiger Weise eine Mitschuld an der kommunistischen Invasion im Film gab http://www.ofdb.de/review/444,236074,Die-Rote-Flut .
Mir schwant so bereits Übles wie sich die Tageszeitung das so vorstellt – einen Vorgeschmack kann man ja jetzt schon überall lesen wenn man das möchte 😦 Widerwärtige Ressentiments, beleidigende Feindseligkeit und die Gewalt eines Journalismus so als „Kritik“ allenthalben. Gegen fremde Kreative die sich nicht wehren (können oder wollen)
Und andersdenkende Gamer können die „ideologiekritische“ Stimmung dann immer wieder ausbaden – bloß die eigene Ideologie, der eigene Hass, die eigenen Vorurteile gegen die Integration von Stereotypen und Klischees, Gewaltdarstellungen, Militär, wird dabei (wie immer und immer wieder) nicht „kritisiert“ (werden)
Fiktionen jenseits eines eingebildeten, moralisch oder sonstwie überheblich sich für überlegen haltenden Betroffenheitsrealismus mit Füßen getreten. Mit der Abscheulichkeit gesetzter Normen.
Das allein finde ich „schlimm“.‘

Neuer „Jugendmedienschutzstaatsvertrag“: Berliner schließt (vorsorglich) schonmal seinen Blog

30. November 2010

Via HeiseKristian Köhntopp, Langzitat:

„Wenn ich das nicht mache, öffne ich mich einem beträchtlichen finanziellen Risiko durch Abmahnungen und das will ich nicht tragen.

Daher bleibt mir nur die Konsequenz, die Regeln für Internet-Startups auch auf meine eigenen Inhalte anzuwenden: Nicht in Deutschland, nicht in deutscher Sprache und nicht für Deutsche. Meine bisherigen Inhalte nehme ich morgen offline, und falls ich noch einmal irgendwas mache, dann für ein Land, das Zukunft hat.

Nicht Deutschland.“

Ich bin wieder WOW

30. November 2010

Ein Angebot das man nicht abschlagen sollte: in Anbetracht des Cataclysm-Startes nächste Woche promotet Blizzard „World of Warcraft“ mit ordentlichen Rabatten – vor allem digital richtigen Schnäppchen.

Ilomilo ist da :-)))

30. November 2010

Via Gamepro – einfach auf den großen grünen Knopf hier drücken.

„Fallout: New Vegas“ – kein kommerzieller Erfolg?

28. November 2010

Amazon.co.uk senkt Preise (vorübergehend) auf bis zu unter 15 Britische Pfund für PC, PS3 und Xbox 360.

Wenn Frido Hütter die Welt erklärt braucht es keine Semiotik mehr…

25. November 2010

Für gewöhnlich halte ich mich von der „Kleinen Zeitung“ mittlerweile ja ferner als der Teufel vom Weihwasser, doch als heute ein Mangel an Lesefähigkeiten vor allem junger Menschen beklagt wurde ging ich in weiser Voraussicht auf Material für hier doch mal wieder zum Leitartikel („Von der Fähigkeit, die jedes Reh beherrscht“ 25.11.2010 8 ) des „Kulturjournalisten“ (vieler) vergangener Jahre.
Und zu „Harry Potter“ geht es darin auch gleich normiert-blasiert los, weil diesen zu lesen, hätte, so „könnte man einwenden“, „keine lebenswichtige Langzeitwirkung“ (sic! Hervorhebung von mir) – im Unterschied zu „Faust oder den gesammelten Schriften Jean-Paul Sartres“.
Bevor sich eine immanente Bilderfeindlichkeit mit dem solchen Ansinnen schon arrogant innewohnendem Kulturpessimismus schließlich verbindet:

„Die moderne Gesellschaft verfügt über viele Hilfsmittel, die Sehnsucht nach dem Lesen-können schon im Keim zu ersticken.“

Dazu: „Denken Sie zum Beispiel an das Fernsehen, das sogar Geschichten erzählt, nach denen man gar nicht gefragt hat. Das in seinem hastigen Ablauf auch keine Rückfragen zulässt und das den Kopf mit einer Bilderfülle füttert, die der Verstand oft gar nicht bewältigen kann.“
Aha. „Wird man im Kleinkindalter diesem System ausgesetzt, nistet sich die Selbstverständlichkeit ein, man könne und müsse auch gar nicht alles verstehen, wenn man es wenigstens irgendwie kapiert.“

Ich denke hingegen, dass niemand diese Ressentiment-beladenen Einbildungen auch nur ansatzweise verstehen braucht. Diese Sache, mehr Problem, des Autors sind. Zumindest Schwierigkeit.
Ebenfalls deswegen, wegen dieses Rückgriffs auf eine mir nur allzu bekannte, kulturell aus meiner Sicht zutiefst fremdenfeindliche „Hirnforschung“: „… Mit dem neuronalen Grundtraining, …, werden zahlreiche weitere intellektuelle Fähigkeiten geübt, die für eine erfolgreiche Berufslaufbahn, ja für das Leben selbst von eminenter Bedeutung sind. Deshalb wird man Lehrmethoden anweden müssen, die die Lesetechnik fördern, bevor man bildungsbürgerlich über Inhalte debattiert. Die kommen dann ohnedies nach.“

Ja, aber eben wohl bloß die Erwünschten, denn wie „Inhalte“ Anderer „bildungsbürgerlich“ gerade in dieser Zeitung abgesprochen werden (können) ist mir nur bestens bekannt. Über mehr oder weniger wüste Beschimpfungen, etc.
Und vielleicht sollte man so die Zeichen der Zeit erkennen wie in solchen Zeitungen Menschen manipuliert werden, über eine Rede von „Wirkungen“ und „Übungen“ mechanistisch in Richtung „Arbeit“ und „Leben“ konditioniert. Einem Leben das vielleicht Herrn Hütter gefällt, jemandem wie mir jedoch keinesfalls.

MTV: Aktion gegen Sexting

21. November 2010

Aktion.

Gamestar: vermuteter Mass-Effect-Multiplayer-(Shooter-)Titel angeblich doch „Mass Effect 3“

20. November 2010

Bericht über Twitter: bei dem auf der diesjährigen Spike-TV-Jahresveranstaltung, Spike Video Game Awards 2010 (VGA), vorgestellt werden sollendem Spiel handelt es sich möglicherweise doch bereits um (das volle) „Mass Effect 3“.
Ich bin da skeptisch: bereits früher im Jahr wurde von den Herren Zeschuk oder Muyzka in Interviews ein Mass-Effect-Spin-Off für das Frühjahr 2011 meinem Vernehmen nach indirekt bereits in Aussicht gestellt. Nehme an dass genau dieser Titel auf den diesjährigen VGAs auch präsentiert werden wird und man sich für „das echte Mass Effect 3“ wohl noch bis 2012 gedulden wird müssen – wenn sich der 360-Zyklus langsam aber sicher auch dem Ende zuneigen wird. Schließlich steht erstmal auch noch die PS3-Umsetzung des zweiten Teils an.

Zur Veröffentlichung von Harry Potter 7.1 im Kino: Kommentar im Stigma-Videospiele-Forum

20. November 2010

Kommentar zu einem Text von Rüdiger Suchsland.

‚…

Ich finde die Prosa der Rowling eher bescheiden, freundlich ausgedrückt, und habe die Filme eigentlich auch wegen der Vielfalt zu schätzen gelernt.
Tolkien hat sich Analogien ja bekanntlich verbeten und er hasste wohl auch deswegen das „Narnia“ seines Freundes Lewis, die Analogien machen auf „Mittelerde“ auch wirklich nicht viel Sinn imo, und natürlich versucht man es im deutschsprachigen Raum immer wieder – weil man gerade dort glaub ich vielfach nicht anders zu denken in der Lage ist als in Analogien mit Bezug auf Lebenswirklichkeiten. Etwas Anderes auch gar nicht wahr haben möchte meiner Ansicht nach. Das (Schweizer-)Deutsche und Österreichische haben ja so gut wie keine fantastische Literatur von internationalem Rang hervorgebracht. Laßwitz ist ja eher eine Erfindung, Ende und Funke eher pädagogisch, E.T.A. Hoffmann und Hermann Hesse passen auch nicht wirklich in die Fantastik nach Poe imo
Keine andere Welt, keine Fiktion soweit

Ich glaube auch weil Alles was eine Alternative zu dieser Welt darstellt auch als nicht-sein-dürfend gedacht wird von einer etablierten Kritik
Das betrifft auch nachweislich nicht nur Deutschland: so schrieb Michel Houllebecq Anfang der 1990er Jahre in „Gegen die Welt, gegen das Leben“ (Köln 2002 79) am Anfang des Kapitels „Holocaust“: „Wenn sich die morbiden Nebelschwaden der kraftlosen Avantgarden erst einmal verzogen haben, wird das 20. Jahrhundert vielleicht als das Goldene Zeitalter der epischen und phantastischen Literatur erscheinen. Es hat bereits das Auftauchen von Howard, Lovecraft und Tolkien erlaubt. Drei völlig verschiedene Welten. Drei Säulen einer [i]Traumliteratur[/i], die von der Kritik im gleichen Maße verachtet werden, wie sie vom Publikum geschätzt werden.“

Und gerade ein Tolkien ist da negativ, fast schon beliebig gegriffen wird man da kaum etwas Anderes als Vorwürfe von Faschismus, Rassismus und angeblich kleinbürgerlicher Rückwärtsgewandtheit finden. So wie hier etwa von Jan Distelmeyer: http://www.filmzentrale.com/rezis/herrderringe1jd.htm

Harry Potter ist jedoch wohl ein anderer Fall: es ist schließlich auch keine High Fantasy.
Und zurück zu dieser Potter-Rezeption: dass Voldemort nur etwas überspitzt formuliert eigentlich Hitler sein soll wird dabei doch schon seit Jahren gepredigt. Ich glaub ich hab das zum ersten Mal schon vor rund zehn Jahren gehört, als das erste Buch gerade mal auf Deutsch erschienen ist. Spätestens aber als die Bücher hier zur Hälfte durch waren im Verkauf…
Diese Analysen wie da offenbar von Suchsland halten aber auch wirklich keiner Rowling-Analyse stand soweit ich das beurteilen kann. Bin aber auch eben alles Andere als ein Potter-Experte, kenn mich von den ganzen Coming-of-Age-Geschichten wohl am Besten mit Whedons Buffy aus.
Soweit ich weiß hat sich Rowling jedoch eben niemals gegen Lewis gewandt – ausgesprochen negativ über Lewis geäußert – was ja eine Grundbedingung in diesem, ich nenne es mal „deutschem Denken“ ist, selbst dann, wenn Lewis Werke gar nicht gekannt werden von den jeweiligen „KritikerInnen“. Und Narnia ist im deutschsprachigen Raum ja wirklich nicht so bekannt.
Doch was ist Narnia eigentlich: Narnia ist schon eine überaus antimodernistische, katholische Angelegenheit. Und Pullman hat tatsächlich ein modernes Gegen-Narnia im Sinne dieser „KritikerInnen“ geschaffen. Das wars aber auch schon. Pullman ist vielleicht auch eher linker Ideologe als irgendetwas Anderes, wie zum Beispiel ein waschechter Fantasy-Schriftsteller.

Aus dem Goldenen Kompass wurde in Hollywood übrigens (auch) ein sehr schöner Film meiner Ansicht nach – gerade weil die ganzen Ressentiments gegen den Katholizismus zum Missfallen der Pullman-FreundInnen weitgehend weggefallen sind

Doch Rowling halte ich für weitgehend wirklich eher unpolitisch. Mich amüsiert das sogar: bloß weil ein schwuler Zauberer integriert wurde soll das Ganze gleich ein politisches Statement etwa sein. Absolut lächerlich in meinen Augen. Ich glaub da wurde sich überhaupt nichts dabei gedacht, sondern das ist eben der Zeitgeist, und die denkt auch gar nicht soweit…

Ich meine: Rowling orientiert sich doch deutlich an Lewis und wenn diese Kritiker es unbedingt so eng sehen wollen dann sollen sie halt…‘