Weihnachtseintrag mit Humor und Update zu Kriegsspielen und Kriegsanleihen auf den Gabentisch…

Kommentar bei „Stigma Videospiele“: ‚… Recht, noch dazu Strafrecht, SOLL ja auch in Deutschland nicht willkürlich sein…

Ähnlich verhält es sich zum Teil auch mit ideologischen Zuschreibungen: ich erinnere bloß daran als Rambo III in Wiesbaden das „Prädikat wertvoll“ erhalten hat… Man fürchtet sich, zum Teil historisch begründet, vor Propagandamaterial und sichtet in einem deutschen Mainstream auch dementsprechend – ein dadurch vielfach herauskommender Antiamerikanismus bei amerikanischer Populärkultur mit vielfach eben anderen Zugängen zu Waffentechnik, Militär oder Patriotismus, wird entweder geleugnet oder als „Kritik“ legitim erachtet, usw. Dass man womöglich gerade dadurch die Vorstellungen welche man eigentlich nicht haben möchte übernimmt, wird einfach nicht gesehen. Und so findet sich eben KEIN „Napoleon: Total War“ (ein eigentlich europäisches Spiel), „Battlefield“ (dito, aus Schweden) ODER „Call of Duty“ in Jahres-Bestenlisten bei SPON, etc. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,733770,00.html So lächerlich durchsichtig das auch immer sein mag – ein „Napoleon: Total War“ fällt bei all den vorhandenen Ressentiments ja wohl sowieso schon über dessen an Goebbels Sportpalastrede erinnernden Titel weg, „Battlefield“ und „Call of Duty“ vielleicht auch. Die im Land vorherrschende Ideologie triumphiert. Hass, Angst und Vorurteile gegenüber angeblich militarisiert werden sollender Jugend und junggebliebener virtueller PanzerkommandantInnen zum Beispiel ;-)‘

Ergänzung: ‚… in einer Medienwirkungsforschung (MWF) geht es doch um ein Denken an gefährliche „Auswirkungen“ von Spielen, das heißt um einen gesellschaftlichen Schaden durch Spiele – während ein „negatives Konzept“ weit eher auf (ethisch-moralische) Werturteile (allein) hinweist: in der MWF, deshalb auch Termini bis in den medizinischen Bereich hinein dort, soll über „Wissenschaft“ ja auch eine rationale Legitimation für (negative) Vorstellungen erfolgen und eben keine bloß moralische Instanz sich konstituieren.
Zwar ist die Moral durchsichtig, wenn etwa ein Ch. Pfeiffer noch offen gegen „Killerspiele“ (tatsächlich in Kirchen) predigt, dennoch gibt es in einer säkularisierten Welt wie der Unsrigen kaum eben die Absicht so durchzudringen, sondern vielmehr über „Fakten“, eine eingebildete „Realität“ halt, Realismen, und dem vermeintlichen Erkenntisgewinn aus diversen „Studien“ in Hinblick auf „Gesundheit“ gegen die „Gedankenlosigkeit Killerspiele“ wie sie der Starpianist Lang Lang artikuliert hat. Das heißt mehr oder weniger schwerwiegende negative Gefühle als „Kritik“ dagegen um so sowohl strukturelle Macht gegenüber einem „Ego-Shooter“-affinen Geschmack zu bewahren, als auch Deutungshoheiten diesbezüglich zu erhalten. Das sind so auch alles zutiefst konservative Konzepte – selbst wenn sie über einen Perfect Storm der Interessen von Leuten vorgetragen werden die sich für mehr oder weniger radikale Linke halten, „GlobalisierungskritikerInnen“ welche dem Konsumismus meinen damit (auch) zu entsagen – die Welt womöglich gar leider bloß in „Konsumierungen“ und „Antikapitalismus“ einteilen während Games eben gar nicht anders gedacht werden können anscheinend denn als verwerflich wenn „kommerziell“ – oder gegen den „Neoliberalismus“ – was immer das sein soll – aufzutreten.‘

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