Kommentar im „Stigma Videospiele“-Forum

Kommentar: ‚Auf einen Walfang, das Ozonloch oder den Welthunger und das HI-Virus in Afrika kann man so in Deutschland auch weniger Einfluss haben als auf die strafrechtliche Verfolgung von Gewaltdarstellungen. Natürlich betrifft dies auch Sachen wie Obdachlosigkeit im eigenen Land, oder eine missliche Lage von AsylwerberInnen – und ich versuche wo es geht mich auch für diese hier in Österreich einzusetzen. Dennoch habe ich da meine Prioritäten in Hinblick auf meine deutschen NachbarInnen eben gesetzt: die Frage ist so denke ich eher ob man überhaupt etwas gegen die Zensur hat, das heißt sie insgeheim nicht doch gut heißt oder dem Verbot von Gewaltdarstellungen womöglich noch applaudiert.

Ich denke das passiert hier auch, ist ebenfalls nichts Neues: da gibt es schon viele Veröffentlichungen dazu – gerade aus Verlagen wie IDG. Von Boris Schneider-Johne, etc.
Leider auch von Leuten wie Roland Seim, der sich zwar intensiv mit Zensur im Land beschäftigt hat, aber dennoch nicht soviel daran auszusetzen hat anscheinend – diese jedenfalls nicht als besonders „anders“ einordnen möchte in einen internationalen Vergleich meinem Vernehmen nach, usw.

Grundsätzlich ist es so schon eine Mentalitätsfrage glaube ich – ja als wie „schlimm“ man etwas dabei einstuft: und Leute wie ich stufen es da halt „schlimmer“ ein, einerseits weil ich die strafrechtliche Verfolgung von Gewaltdarstellungen (auch) für massives Unrecht halte das eine historische Verantwortung in Hinblick auf kulturelle Sauberkeitsvorstellungen nicht wahrnimmt, das tatsächlich nicht in moralisch-ethischer Hinsicht bezüglich fremder Kreativer und deren Fiktionen, oder auch manch konsensualen sexuellen Ausdruck über §184a , sowie andererseits weil ich weder ein Gewaltdarstellungsverbot noch das eigene, spezifisch deutsche, Phänomen des Index aus anderen freiheitlich-pluralistisch organisierten Staaten kenne.
Das sind undemokratische Diskrininierungen welche Deutsche zu erdulden, ertragen und erleiden haben welche ich mit meinem Gewissen und meinen Überzeugungen nicht hinnehmen kann und wogegen ich mich auch stellen möchte. Als Mensch, Aktivist wie Wissenschafter.‘

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