Filmkritik: „Freitag der 13. – Das letzte Kapitel“ (1984)

Ein Hochlied auf die Jugend 8/10 Junggebliebenen ****

Der vierte „Friday“ ist ein überaus menschelnder Film und der eigentliche Neustart der Franchise aus meiner Sicht: Corey Feldman spielt einfach großartig als kleiner Junge mit Freude an Horrormasken und Equipment. Alles wirkt neu und begeisterungsfähig – die jugendlichen BesucherInnen sind dabei wie eh und je in der Franchise bis zu dem Zeitpunkt typische Gäste welche den Jungen in dem Fall auf humorvolle Art ein wenig durcheinander bringen. Seine sexuelle Aufregung weckt dabei eigene Kindheitserinnerungen in mir. Einfach schön. „The Final Chapter“ dockt nahtlos an den dritten Teil an und fügt naturgemäß zwar nichts Neues der Franchise hinzu, dennoch ist auch die übrige (wie meistens mehr oder weniger völlig neue) Besetzung erstaunlich gut ausgewählt in meinen Augen.
Wie die anderen „Friday“-Filme auch ist dieser Film für mich ebenfalls ein mehr oder weniger beeindruckender Kommentar zur Vergänglich- sowie Zerbrechlichkeit von (eingebildeter) Zivilisation. Auf humorvoll-blutige Art und Weise halt.
Für mieselsüchtige Vollkoffer ist es wohl weiterhin jedoch nicht mehr als eine Nummernrevue an Morden – dennoch denke ich eben ganz anders darüber.

Es ist eine kulturell mich sprachlos machende Schande, dass solche Werke im deutschsprachigen Raum mitunter als „Gewaltpornografie“ gelten, in Deutschland oder der Schweiz beschlagnahmt und vernichtet werden. Auch eine Schande für Europa.

Rating 8.5

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