Zur „Medienkompetenz“

Kommentar bei „Stigma Videospiele“: ‚Ich denke “Medienkompetenz” ist eine ähnlich problematische Konstruktion wie auf der anderen Seite “Mediengewalt”. Beides kann es aus meiner Sicht eigentlich nicht geben, das heißt niemand kann eigentlich “medienkompetent” sein – schon allein weil niemand alle Medien, deren Wirkungen oder Formen kennen kann. Das wäre auch langweilig aus meiner Sicht, weil Medien die Leute so irgendwie auch nicht mehr imstande wären zu überraschen. Wenn “medienkompetent” sein so ein Ideal ist, dann möchte ich das möglichst nicht sein.
Nach allem was ich aus der Medienpädagogik davon nämlich bislang gelesen habe sind es schlichte Konstruktionen von Normen welche mit dem Begriff verbunden sind, so nach dem Motto das einem nichts mehr wahrhaftig schocken oder berühren kann, weil man alles aus einer gewissen Distanz, eben “medienkompetent”, wahrnehmen würde, wenn man mit bestimmten Ausdrucksformen (besser) vertraut wäre als Andere. Medien werden so in gewisser Hinsicht reduziert und (eine Rede von) “Medienkompetenz” ist so ein Reduktionismus den ich – wie andere Reduktionismen auch – persönlich als Illusion oder zumindest illusorisch mehr oder weniger vollständig ablehne.
Da stimme ich der bekannten Computerspiele-Gegnerin Frau Elke Ostbomk-Fischer womöglich auch einzig zu: “Medienkompetenz” ist auch für mich ein Nebelbegriff – schon allein weil ich zumindest manche Formen der Medienpädagogik zusammen mit Medienfeindlichkeit als lediglich zwei Seiten einer Medaille begreife.‘

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