Kommentar beim Standard…

Kommentar: ‚Beleidigend und diskriminierend. Ökonomistische Reduzierungen von Ausdruck als Ware. Moralische und sonstige Überlegenheitsdünkel gegen eine Objektivierung von Sexualität. Was soll „der männliche Blickwinkel“ so überhaupt sein? Geschweige
denn „der Mann“. So als ob „Frauen“ eine solche Ästhetik nicht schön finden können sollten. Das nenne ich Gewalt gegen den Geschmack und Empfinden anderer Menschen. Nichts anderes als Sexismus der vorgibt Anti-Sexismus zu sein. Kulturelle Fremdenfeindlichkeit. Kulturfaschismus. Rede von „Hochkunst“ – wenn ich das schon höre: gerade als Mensch mit Behinderung kann ich derlei Normdenken bloß verabscheuungswürdig finden und weiterhin auf das Schärfste verurteilen. Jeder Mensch ist einzigartig. Immer und wieder kommt das jedoch gerade aus Europa – von wegen „lila Latzhosen“, nix da: eher andere Hosen… Hass vorgetragen als „Kritik“. Völlig verantwortungslos. Menschen verachtend. Und gerade da gäbe es für mich nichts zu „beschwichtigen“…‘

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4 Antworten to “Kommentar beim Standard…”

  1. Die undifferenzierten Nicht-Analysen einer Kritik der Verbannung « Jürgen Mayer Says:

    […] Jürgen Mayer Menschlichkeit +Liebe « Kommentar beim Standard… […]

  2. buzzti Says:

    Ich weiß deine Analysen sehr zu schätzen, Pyri. Kennst du Feministinnen welche ohne diese Bilderfeindlichkeit auskommen?

    • pyri Says:

      Hmm, künstlerisch am meisten beeinflusst hat mich wohl Catherine Breillat während das Denken von Laura Kipnis, die einen sehr differenzierten Standpunkt in den 1990er Jahren schon vertrat, meinem Denken wohl am Nächsten steht. Grundlegend in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war natürlich auch Angela Carter, deren Arbeiten weit in den Bereich Fantasy auch hineingehen. Letztlich geht es dabei aus meiner Sicht auch immer um „Politiken der Fantasie“ (Kipnis): und da gibt es halt auch ein fundamentales Desinteresse daran (mit) denk ich, also scheinbar immer nur ein Interesse an sozioökonomischen Situationen in Lebenswirklichkeiten.
      Ich denke da jetzt immer an Del Toros Film „Pans Labyrinth“ wo ein Augenblick am Ende eines kurzen Menschenlebens ganze Welten auftut. Das wird bei dem realistischen Denken wahrscheinlich alles nur als Unsinn abgetan werden. Also geht es halt mit um grundlegend unterschiedliche Weltanschauungen.

      Annie Sprinkle ist von den USA ausgehend vielleicht am Wesentlichsten gewesen gegen die zentrale Bilderfeindlichkeit dabei selbst. Grundsätzlich wird man aber vermutlich sagen können, dass der gesamte sex-positive feminism http://en.wikipedia.org/wiki/Sex-positive_feminism eher weniger Probleme mit Imaginationen hat.
      Und was diese Männerbilder betrifft sind halt auch Ideen von „Männern“ zentral, also wird über alles von queer studies wo zum Beispiel im Sinne einer Vielgeschlechtlichkeit in Menschen gar nicht so an „Männer“ und „Frauen“ geglaubt wird eher bis viel Widerspruch kommen
      Im deutschsprachigen Raum sieht es da aber dünn, düster aus – die Theoretikerinnnen die ich kenne versuch(t)en meistens wenn dann eher einen Ausgleich. Wenn dann kommt am meisten Gegenrede vom BDSM. Aus der Ecke, weil die zum Teil auch am Schärfsten angegriffen wurde. Was eine breitere Öffentlichkeit angeht müsste ich da fast schon auf Charlotte Roche ausweichen, welche mit manchen Kommentaren doch Verwirrung gestiftet hat 😀 Die Sexualwissenschaft im deutschsprachigen Raum ist meiner Erfahrung nach aber grundsätzlich schon aufgeschlossener als es in einer Öffentlichkeit in Hinblick auf Warnungen vor Gesundheitsrisiken und Hinweisen auf sexuelle Ausbeutung oft so präsentiert wird: das kann durchaus auch praktische soziale Konzepte betreffen. Sex auf Krankenschein, usw.

  3. buzzti Says:

    Danke für die Antwort!

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