Ich… Ein Verbrecher?

Der (deutsche) Computerspielpreis 2011 ist vergeben worden. Im Münchner Haus der Kunst, wobei das Ambiente wohl auch Auswirkungen (sic!) auf die gemeinsame Vergabe des kommerziellen LARA hatte: obwohl es eigentlich doch nicht viel mehr als ein aufgeblasenes Add-On zum zweiten Teil ist gewann Ubisofts „Assassin’s Creed: Brotherhood“, das als überaus brutales Hauen und Stechen in der Renaissance offenbar nicht nur ein Stammrecht in Deutschland auf Jugendfreigabe hat – schließlich kommen darin weder neumodisches Militär noch Feuereisen zum Einsatz.
Auch sämtliche Beschreibungen der Ausgezeichneten, bis hin zu Ubisoft-Boss Guillemot – welch ein Zufall das auch „Assassin’s Creed“ gewann -, erinnern an Texte über Kinderspielzeug die für Eltern geschrieben wurden. Hauptsache eine Ungefährlichkeit beziehungsweise (relative) Harmlosigkeit dieser voranstellen. Gleichklang erzeugen.

Bei der SZ wird mit Zuhilfenahme einer verächtlichen Rede über „Kommerz“ von der Verleihung dennoch so berichtet als ob dort Delikte ausgezeichnet worden wären. Inklusive Kartei. Als zumindest ansatzmäßig demokratischen Ausgleich zu „Baller-Strategen“ und Co. möchte ich hiermit dazu noch einen etwas anderen „Typus“ aus dem Bereich der Literatur anbieten – ich stelle vor: der Buchstaben-Mörder.
Also: kein Fortschritt in Sicht.

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