Wenn größere Videospiel-Welten einem abhanden zu kommen scheinen…

Wie bei Beckett im „Endspiel“. Adam Sessler’s erstaunliche Gedanken über Sammlung in Videospielen

Ich halte es für gewöhnlich ja immer so wie Sessler es hier für eine Handvoll Titel beschreibt – zuletzt, nach dem Release des letzten DLC, schloss ich meinen singulären Durchlauf von „Mass Effect 2“ nach weit über einem Jahr in an die hundert Stunden ab. Bevor ich dort Anfang des Jahres den Planeten Tuchanka als mein letztes neues Groß-Ziel erst anflog absolvierte ich sämtliches Andere.
Gerade erging es mir im Kleinen in „Dragon Age II“ wiederum so mit dem Berg Sundermount. Bei einem Titel den ich jetzt bereits für den Glücksfall des besten Videospiels aller Zeiten halte – ja besser als sogar noch „Mass Effect 2“: der übersichtliche Aufbau von „Dragon Age II“ liegt meiner Spielweise so aber auch ausgesprochen gut. 25 Stunden gespielt und immer noch ist kein ganzes Jahr in Kirkwall vergangen… Viele Sammlungs-Subquests sind darin so angelegt dass sie weniger als eine Minute Zeit in Anspruch nehmen – was Manche vielleicht absurd finden werden ist in der Spielwelt für mich logisch, denn „Dragon Age II“ setzt offenbar einen Helden, eine Heldin, voraus die durch die Welt mit offenen Augen geht und die Bedürfnisse ihrer BewohnerInnen so auch mehr wahrnimmt als es das Spiel einem Menschen vor dem Bildschirm vermitteln könnte: ein Gegenstand wird irgendwo in der Welt gefunden und Hawke weiß anscheinend sofort wer damit etwas anfangen kann… Kein frevelhafter Schachzug einer Über-Simplifzierung westlicher RPG-Konventionen, sondern eine geniale Idee wie ich finde 🙂
Ich werde es sowieso nie verstehen wie Menschen Spiele mehrmals durchspielen können wollen: das würde mich völlig verrückt machen und ich als ungeheure Zeitverschwendung empfinden – selbst bei Kürzest-Spielen wie dem inszenatorisch übrigens ziemlich beeindruckenden UND überraschenden 10-Euro-Shooter „Battle: Los Angeles“, ein offenbar von Konami in Russland* produziertes erfreuliches „Homefront“ für Arme zum jüngsten SF-Invasion/Migrationsfilm aus Hollywood, konnte mich die Aussicht auf aufwendige Extras schließlich doch wieder nicht dazu überreden. So sehr mich eine Michelle Rodriguez wenigstens unglaublich nahe kommende Stimme dabei auch verzaubert hat…

* Was aufmerksame Leute ohne Recherche schnell anhand diverser Plakate im Spiel erkennen werden – lustiger Weise haben die EntwicklerInnen so in gewisser Hinsicht eine doppelte Invasion gestaltet: unter den narrativen Außerirdischen ihre Eigene nämlich – mit allerlei Referenzen zu ihrer Herkunft in diesem fiktionalen Los Angeles…

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