„Videospielbillig“ oder der Sexismus des Jörg Luibl

Entdeckt bei 4players, wo auch sonst: hinter moralischer Empörung, kulturellen Sauberkeitsvorstellungen und dementsprechenden Überlegenheitsdünkeln vermag ich ja des öfteren ein Potential für Abgründe zu erkennen.
Sei es sekundärer Antisemitismus wenn es darum geht zufällige jüdische Stereotype auf Brückengeländer auszumachen, angeblich bloß dazu da um diese in den Tod zu stürzen, oder halt wie hier eine vermeintliche Wertigkeit von Frauenbildern wahrzunehmen. Frauen.
Ja wie denn überhaupt wahrgenommen, wenn nicht als Waren – so wie hier von Jörg Luibl. In sekundärer Misogynität. Par excellence.
Das Ansinnen ist jeweils klar – Videospiele, der vermeintliche Bodensatz menschlichen Schaffens. Entweder (wie üblich) anzuprangern oder sonst halt mal eine Ausnahme zu loben, weil die meisten Videospiele wären dann im Gegenteil ja „sexistisch“ – würden Frauen „bloß“ objektivieren, pardon „objektifizieren“, nicht deren sich schon sowieso für etwas besseres haltende „KritikerInnen“. „Teure“ von „billigen“ Frauenbildern zu unterscheiden – das können die ja bestens. Fragt sich bloß wie wer da so wahrgenommen wird. Und warum, welche Vorurteile das geschaffen haben: warum eine platinblonde Frau in High Heels vorstellungsmäßig etwa „billiger“ wäre als ein Typus von der amtierenden Bundeskanzlerin im Land zum Beispiel. Ich weiß es nicht. Wirklich nicht.

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