Archive for April 2011

Die Toten rufen schon…

26. April 2011

Ein Trailer wie aus einem zweiten „Grindhouse“. Waren für diese Bild- und Tonarrangements etwa auch (schon) Gebühren fällig? Via Brian Crescente:

Ein unglaublicher popkultureller Schachzug der Treyarch da gelungen ist wie ich finde: diese Dreingabe zu den nächsten „Black Ops“-MehrspielerInnenkarten.
Wenn kommerzieller Erfolg weiterhin so ausgenutzt wird, dann freue ich mich schon darauf was da in Hinkunft bei der Franchise noch alles so kommt.
Sarah Michelle Gellar, Danny Trejo, Robert Englund, Michael Rooker und George A. Romero als Gaststars in einem „Call of Duty“. Zusätzlich zu Nixon, Castro, Kennedy und Robert Strange McNamara aus dem Hauptspiel 🙂 Ab nächster Woche offenbar Realität. Ja der erste April war heuer schon… Wer hätte das gedacht…
Dabei hab ich meine „Machete“-Blu-Ray noch gar nicht ausgepackt und meine nächste „Buffy“-Episode im Programm, The Puppet Show, wartet auf DVD auch noch auf mich. Erst gestern beschäftigte ich mich darüber hinaus mal wieder mit „Chaos Bleeds“ und dachte noch so bei mir: SMG als HD-Chara wird es wohl in keinem Videospiel je geben – ist ja auch schon sehr lange her. Denkste. Glücklicherweise hätte ich mich kaum schneller irren können – besser auf das Videospielgeschäft vertrauen und auf geniale Kreative (noch) mehr bauen.
Schließlich blogg ich mich deswegen aber auch bereits das vierte Jahr so rum. Und das am Ende nur für Dich, Bobby Kotick, damit weitere 15 Euro in Deine Taschen fließen. Ja, genau so:

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Solidarität und Aufklärung

26. April 2011

Weitere „Müllmann“-Kommentare beim Standard. Zunächst: ‚Wenn diese „Pornografie“ nicht mehr unanständig wäre, sondern etwa ein Stottern oder auch eine Behinderung wie ich sie habe – dann frage ich mich ernsthaft weshalb ständig dagegengeredet wird. ODER auf Seiten wie „YouPorn“ verwiesen – da könnte
gleich gut das Bild aus einem beliebigen Werbespot gezeigt werden und gesagt das wäre Film.
Oder eine Anzeige neben diesem Artikel und gesagt das wäre Literatur: das einzige was dort vorderhand geboten wird ist nämlich Werbung. Obwohl es so viel engagierten sexuellen Ausdruck doch gibt. Auch von Männern.
Als Jemand der De Sade schon oft gelesen hat kann ich mich über diese Verquickungen im Übrigen bloß wundern: De Sade hat zumindest im Endstadium wohl kaum etwas mit Erotik zu tun, sondern stellt eine zunehmend simpler werdende Aneinanderreihung von komplizierten Verbrechen, Aufwürfen und dem verzweifelten Drang, einer regelrechten Sucht nach Entladungen sprich Ejakulationen dar. Pathetisch und Empathie erzeugend – jedenfalls bei mir…‘

Nachtrag: offenbar soll durch solche Artikel eine Auseinandersetzungsbereitschaft signalisiert werden doch letzten Endes genau das dann doch nicht erfolgen. Sondern eben bloße Verächtlichmachung bei gleichzeitig zumindest vorgetragener Alternative zwischen zwei Buchdeckeln. Das wäre dann auch eine bilderfeindliche Alternative welche anscheinend noch genehm wäre.
So absurd bis lächerlich dieses Ansinnen auch sein mag: De Sade kann wenn dann bloß literarischen Ansprüchen genügen, aber wohl kaum „Pornografischem“ wenn es darum geht sexuellen Ausdruck in audiovisueller Form zu sehen – genau so wenig wie ein Drehbuch filmischen Ansprüchen genügen kann. Aber das soll eben so wohl auch unterdrückt werden. Genau diese Ansprüche, und deshalb ist dann auch etwas wie „YouPorn“ synonym für alle Internet-„Pornografie“.
Der Endpunkt wohl auch von allem was dereinst vor vierzig Jahren auf Zelluloid begann – wie konventionell-bürgerlich den ersten Billian-Loops zum Beispiel. Und auch später in dessen frühen Langfilmen: dramaturgisch als Komödien nicht viel anders angelegt als das was heute ohne alles Unanständige immer noch Gang und Gebe ist – als hiesiger Humor – und er kam ja ursprünglich auch aus dieser Filmwelt die heute für „Familienunterhaltung“ bekanntlich sorgt.
Des weiteren halt auch jenseits von Sexshops, wo eine Nähe zum Verbrechen bei der angedachten Problematik so bereits offenbar fest(er) stünde. Mit anderen expliziten Ausdruck braucht sich dann vermeintlich erst gar nicht beschäftigt werden, wenn sich bereits so abgegrenzt wird.
Demnach regieren durch solche Texte weiterhin bloß Hass und Ausgrenzung gegenüber „Pornografie“ – eine Geringschätzung welche ich in einem sich zumindest doch intellektuell aufgeklärt auch gebendem deutschsprachigen Raum für international zuehmend beispiellos(er) halte. Da reichen ein paar Schlagwörter um sich deutlich aufgeschlossenere fremdsprachige Artikel zu ergooglen – wie etwa hier bei der New York Times. Ansonsten auf Deutsch: Fehlanzeige. Ob von den klassischen Künsten wie den Fotografien eines Roy Stuart bis eben zu diesen publikumswirksamen BDSM-Geschichten im Armory von Frisco. Als große, international bekanntere Eckpfeiler.
Ohne hier ein weiteres Mal zu diesem Standard-Artikel zu verlinken: es reicht bekanntlich ein Wertham in der Albertina schon, dass auf die Barrikaden gestiegen wird. Bloß gut, dass Der Ursprung der Welt in keinem Wiener Museum zu Hause ist – kaum ein Sicherheitsmensch allein würde so wohl ausreichen um diesen zu bewachen…
Gerade die Internetpornografie hat in den letzten fünfzehn Jahren keineswegs nur für eine Vervielfachung von gelangweilten bis ausbeuterischen Content gesorgt, sondern durchaus ganz viel Anderes gebracht, wenn es denn (so) auch gesehen werden will, wahrgenommen, wenn sich mit diesen Inhalten denn (öffentlich) auseinander gesetzt werden möchte, sowie darüber hinaus zu einer ungeheuren Diversifizierung und Vielfalt geführt. Solche Artikel tragen dabei bloß zur Ausbeutung und Unterdrückung etwas bei – können gar nichts anderes – wenn Instinkt-Orientiertes nur mit Verwerflichkeiten in Verbindung gebracht wird. Eine aus meiner Sicht demokratische Bewegung welcher sich in einem postindustriellem Hier und Jetzt demnach jedoch lediglich verschlossen wird kann so bloß verhindert bleiben – gehindert daran sich zu entfalten. Sei es über einen wie auch immer geprägten Konservativismus oder Anti-Konsumerismus. Zwanghaft und real gewalttätig darüber (fremd)bestimmend.

Sowie indirekt mal wieder ein Kommentar von mir zum Verhältnis zwischen katholischer Soziallehre und attac, einmal mehr als überzeugter aber halt differenzierter Katholik: ‚Die Frage ist aus meiner Sicht eher welche Vorstellung von „Kultivierung“ wenn schon nicht Verbrechen, so wenigstens Ab- und Ausgrenzungen begünstigt. Diese Menschenverachtung (allein). Welche Idee von Zivilisation oder Zivilisiertheit? Dazu gehört
auch wie etwa gerade mit einem Hinweis auf „Menschenwürde“ gegen andere Menschen und deren Ausdruck zum Beispiel vorgegangen wird – in Fantasien eingedrungen. Mit welchem Recht?
Dabei teile ich nicht den Realismus des Autors. Wo ist so noch Anderes möglich – was soll das Gemeinsame demnach überhaupt sein und wogegen wird sich demnach alles gewehrt? Im Öffentlich-Rechtlichen scheint Denken vielfach überhaupt synonym mit Vorgaben aus der Religionsredaktion zu sein, wozu offenbar vor allem Auftritte des Wiener Kardinals zählen. Personalisiert. Auch an diesem letzten Wochenende wieder: beim Halb-Boulevard aus dem Süden war in Zusammenhang mit diesem etwas vom „Kindheitsglauben Atheismus“ eines rechtsrechten Wendephilosophen zu lesen, usw…‘

„Videospielbillig“ oder der Sexismus des Jörg Luibl

26. April 2011

Entdeckt bei 4players, wo auch sonst: hinter moralischer Empörung, kulturellen Sauberkeitsvorstellungen und dementsprechenden Überlegenheitsdünkeln vermag ich ja des öfteren ein Potential für Abgründe zu erkennen.
Sei es sekundärer Antisemitismus wenn es darum geht zufällige jüdische Stereotype auf Brückengeländer auszumachen, angeblich bloß dazu da um diese in den Tod zu stürzen, oder halt wie hier eine vermeintliche Wertigkeit von Frauenbildern wahrzunehmen. Frauen.
Ja wie denn überhaupt wahrgenommen, wenn nicht als Waren – so wie hier von Jörg Luibl. In sekundärer Misogynität. Par excellence.
Das Ansinnen ist jeweils klar – Videospiele, der vermeintliche Bodensatz menschlichen Schaffens. Entweder (wie üblich) anzuprangern oder sonst halt mal eine Ausnahme zu loben, weil die meisten Videospiele wären dann im Gegenteil ja „sexistisch“ – würden Frauen „bloß“ objektivieren, pardon „objektifizieren“, nicht deren sich schon sowieso für etwas besseres haltende „KritikerInnen“. „Teure“ von „billigen“ Frauenbildern zu unterscheiden – das können die ja bestens. Fragt sich bloß wie wer da so wahrgenommen wird. Und warum, welche Vorurteile das geschaffen haben: warum eine platinblonde Frau in High Heels vorstellungsmäßig etwa „billiger“ wäre als ein Typus von der amtierenden Bundeskanzlerin im Land zum Beispiel. Ich weiß es nicht. Wirklich nicht.

Kommentar auf SB.com

26. April 2011

Zu Ist Pippi Langstrumpf rassistisch? ‚Hoch interessant. Leider kenne ich Lindgrens Biografie zu wenig um das beurteilen zu können: ich hoffe der Benz kann das auch begründen…
Ein ähnliches „Problem“ haben wir hier in Österreich mit einem Cafe-„Mohren“ zumindest gehabt. Dessen Einsatz war oder ist zweifellos kolonialrassistisch immer gewesen: das sieht man aber auch an dessen gebeugter, dienerhafter Haltung in Darstellungen.
Wie die fremden Menschen bei Lindgren so gezeigt werden, wenn es sie denn dort als konkret Bereiste sozusagen überhaupt gibt, kann ich zwar auch nicht sagen, aber es gibt ja ebenfalls entsprechend rassistische Disney-Cartoons.‘

„Zeitintensiver Prozess“ – Sony weiterhin ohne PSN

25. April 2011

Samt Home, Qriocity, VidZone, MUBI, dem Game- und (eigenen) Video-Store etc. Es gibt immer noch keine Aussicht auf eine baldige Besserung der Situation. Geschweige denn konkrete Details – das heißt auch nichts über einen etwaigen Einbruch bei Kundendaten. Die Wiederherstellung des Netzwerkes sei ein „zeitintensiver Prozess“. Patrick Seybold am US-Blog im O-Ton: „As we previously noted, this is a time intensive process and we’re working to get them back online quickly.“ PSN Update
Allein der durch den Ausfall verursachte wirtschaftliche Schaden muss mittlerweile schon enorm sein.
Ein Vertrauensverlust ist für den Konzern angesichts dieser Informationspolitik womöglich jedoch noch größer.

Nachträglicher Kommentar: man sollte sich vielleicht einmal vergegenwärtigen, dass die Wiederherstellung der Verfügbarkeit eines Systems so erst dann sinnvoll erscheint wenn dieses System (wieder) sicher (geworden) ist. Sony könnte dahingehend seine Kunden wenigstens beruhigen, dass während des Vorfalls, der Vorfälle (von außen!?), keine ihrer Daten abhanden gekommen sind.

Zweiter Nachtrag: ganz aktuell ein Artikel von Brian Crescente, angesichts dieser unklaren Lage – sowie auf play3.de heißt es, dass das System bis spätestens Ende der Woche wieder verfügbar sein werde…

Nintendo: Wii-Nachfolge wird 2012 angetreten

25. April 2011

Ohne weitere Details zu nennen: Präsentation auf der kommenden E3 in diesem Juni. Die Enthüllung samt Namensgebung soll offenbar auch erst dann erfolgen. Kotaku
Zuletzt wurde spekuliert, dass Big Ns „Project Cafe“ das Gerät, eine potentiell kräftigere Konsole als die aktuelle HD-Konkurrenz, sein könnte – worauf auch ein Bild bei Nintendo selbst hindeuten mag: der Cafe welcher dort neben Wario angerichtet wird könnte dabei auf eine Situation in der Videospielwelt zwischen 2012 und 2015 verweisen, wie sie genau zehn Jahre zuvor bereits Realität gewesen ist – als Microsoft von 2002 bis zum 360-Start 05 seine erste Konsole ins Rennen schickte.
Microsofts erste Xbox war den damaligen 128-bit-Geräten von Sony und Nintendo bekanntermaßen auch etwas voraus, sodass schließlich Shader-basierte Titel wie Riddick dort verwirklicht werden konnten. Ein „Battlefield 3“ könnte demnach auf dieser neuen Nintendo-Konsole deutlich besser aussehen und möglicherweise auch spielbarer sein, obwohl der R700-Grafikchip von AMD (auch) noch immer kein DirectX-11-Wunderwerk ist…

„Lebensversicherungen“ – Kommentar im VDVC-Forum

22. April 2011

Kommentar: ‚… Doch würde es meine Grundthesen über eine Situation im Land diesbezüglich wie ein Kartenhaus zusammenfallen lassen wenn Ihr dafür wesentlich mehr Unterstützung bekommen würdet als bereits Interesse bekundet wurde. Auch von der Spielpresse so wird aus meiner Sicht weitgehend nicht einmal der Versuch unternommen werden Unterschiede etwa zu Schleußer oder anderen herauszustellen. Das ist einfach eine weitere Petition dann, unter ferner liefen.
Wenn es sich nicht gerade um einen längst Gefallenen wie den Erzengel Tauss aus dem Umfeld der Piraten handelt wird man Unterstützung für solche Anliegen in gesetzten Redaktionen, bei einflussreichen Kräften aus Politik und Wirtschaft vergeblich suchen. Da heißt es anpassen und weitermachen. Vor dreißig Jahren hätte es sich wohl auch niemand träumen lassen, dass heutzutage die Grünen nach CSU-Wählerschaft streben. Da gehen die Vorstellungen wohl weiter auseinander als manche Scheunentore…
Ich gehe ja davon aus, dass man mit Indizierungen und dem Index ein vielfach sogar erotisches Verhältnis pflegt im Land.
Und ich glaube nicht einmal in Österreich würde sich dafür so jemand finden lassen – dafür sind die Seilschaften nach Deutschland hier auch einfach zu kräftig JedeR will schließlich mal „was werden“, wenn er oder sie es nicht bereits ist den Berg von Macht, Wohlstand und Sicherheit mal erklommen haben, und sei es wenn angeblich nicht für sich selbst, aus Egoismus, dann für bürgerliche Familienbilder http://www.youtube.com/watch?v=teVETSXh-nQ Da kommt es nunmal wohl gar nicht gut (an), zumindest formal etwas gegen den „strengen“ Jugendschutz und womöglich noch mehr von den missratenen Games zuzulassen die ohnehin „besser nicht produziert“ (O-Ton Jörg Müller-Lietzkow) worden wären…
Und wenn sich die Industrie nur weiter (so) schön brav anpasst wird sowieso alles gut (werden): jetzt hat sogar der Witcher als Game schon eine Jugendfreigabe erhalten http://www.gamepro.de/news/spiele/xbox360/rollenspiel/the_witcher_2_assassins_of_kings_altersfreigabe/1969693/the_witcher_2_assassins_of_kings_altersfreigabe.html

Und ich gehe auch davon aus, dass die meisten welche sich hier eindeutig mal positioniert haben alsbald schon wieder anders darüber denken werden. Die ganze Angelegenheit zumindest für unwichtig(er) dann halten werden – sollte der Blick auf eine entsprechende Karriere gegebenenfalls mal gefestigter sein. Dann herrschen andere Interessen vor: Kind und Kegel beispielsweise. Lebensversicherungen.

Wenn man erstmal den Rucksack gepackt hat und mit Stock in der Hand sich auf den Marsch durch die Institutionen gemacht…

Das Ganze ist einfach zu unanständig um bei diesen Lagen Veränderung zu bringen.‘

„Playstation Notwork“: ja es ist schon ernst…

22. April 2011

Und verständlich, wenn vielen Leuten das gar nicht gefällt. Da kommt man von der Welt da draußen zum Beispiel in sein Heim zurück, möchte Besitz und singuläres Privatleben verteidigen, damit etwas tun und es geht nicht 😀 Fast so als ob einem der Strom gleich ganz abgedreht worden wäre 🙂 Dabei hält sich die Berichterstattung nicht nur im deutschsprachigen Raum (noch) in Grenzen. Wahrscheinlich weil die Informationslage weiterhin sehr dünn ist. Anders noch als anderswo vermutlich weil der Glaube an solche Systeme hierzulande sowieso nicht sonderlich tief sitzt, sie mit DRM womöglich noch gern zusammengebracht werden und man lieber grundsätzlich größtmögliche Kontrolle über alle möglichen Inhalte hat – sowie einen etwaig vorhandenen Komfort dabei gar nicht versteht.

Schönen Karfreitag noch, sowie eine möglichst herrliche Auferstehung. Mal wieder 😉
Und zum Abschluss: ein Priester sitzt heutzutage vor einem Schweinebraten – „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufe ich Dich Karpfen!“ 😉

Karsamstags-Update: mittlerweile hat Sony bestätigt, dass es sich um einen Angriff von außen handelt – während der vierte Tag des Ausfalls bereits eingetreten ist…
Kotaku. Golem.de

Sony: wird möglicherweise gerade attackiert

21. April 2011

Die Verwundbarkeit des Playstation Netzwerkes wegen seiner doch relativ offenen Struktur könnte Sony derzeit möglicherweise wirklich den großen Angriff beschert haben. In einer Stellungnahme die sich auf einem ihrer unterschiedlichen offiziellen Blogs zwischen Europa, Amerika und Asien für zumindest kurze Zeit befand und von mir auch noch persönlich autopsiert werden konnte hieß es jedenfalls schonmal etwas von in diese Richtung. Diverse News-Berichterstattungen wissen aber weiterhin auch nicht mehr.

Es ist ein Jammer. Offizielle Informationen sind derzeit spärlich. Die Situation wird für den japanischen Konzern so wohl auch immer peinlicher und unangenehmer: seit den neuen Sicherheitssystemen bei Valve’s Steam habe ich zwar auch dort auf PC und Mac ständig Anmeldeprobleme, doch der PSN scheint seit gestern wirklich weitgehend schon unten zu sein. Und wie fast immer üblich bei Sony: wenn schon, denn schon – soll heißen überall, auf jedem versorgten Kontinent.
Man stelle sich die bürgerliche Realität anderweitig vor: ein Abend ohne öffentlich-rechtlicher oder privater (Pay-)Glotze. Tumultartige Zustände? Erstmal abwarten.
Hach diese Menschheit 😀 Die US-Stoßzeiten am Playstation Network haben zwar noch nicht begonnen, doch ich bezweifle dass sie – wenn es wirklich ein gravierenderes Problem sein sollte – die Situation in den nächsten Stunden in Griff bekommen werden. 1-2 Tage Wartungsarbeiten wurden zusätzlich und wohl vorsorglich schon mit in den Raum gestellt. Ostern steht auch noch vor der Tür, und als ob sie es gewusst hätten hat Microsoft für da ein Gratis-XBL-Wochenende vorbereitet…

Gefesselt und „verwahrlost“

20. April 2011

Wie weit die aktuell negative Beziehung zum Ausdruck anderer Menschen in Deutschland gehen kann zeigt ein Bild bei der Abendzeitung: darauf ist ein junger Mensch offenbar mit Stricken gefesselt zu sehen, welcher in seiner Mediensucht (dennoch) „verwahrlost“ sein würde. Ein vor menschenverachtendem Hass gegenüber Medien aus meiner Sicht nur so triefendes Zeitdokument – mitten im deutschen Mainstream. Die angebliche Vision eines zukünftigen Online-Rollenspiels…

Update: das Bild konnte mittlerweile als Illustration von Eran Cantrell identifiziert werden. Es wurde schon einmal so wie bei der Abendzeitung interpretiert. Allerdings in deutlich neutralerer Form.
Ebenfalls findet es sich bei Wikimedia auf einem Plakat der Hamas wieder. Vielen Dank an buzzti für diese ganzen Hinweise dazu im „Stigma Videospiele“-Forum!