Exklusiver Kommentar zu Pressestimmen über „Duke Nukem Forever“

Kommentar: ‚Der Duke war zunächst schon immer sexistisch gegenüber Männern. Am Anfang gab es bei ihm gar keine Frauenfiguren, sondern nur ihn als Abziehbild von 80er-Jahre-Action. Diese kamen zusammen mit dem ganzen (Fäkal-)Humor erst später hinzu, doch ja: in den Kommentaren bei Destructoid kann man indirekt erfahren, dass Rezensent Jim Sterling zwar offenbar Witze über Michael J. Fox körperlichen Zustand macht, doch keine Witze in „Duke Nukem Forever“ erkennen konnte. Und es ist ja auch wirklich so: in jeder Satire welche eine eigene fiktionale Welt portraitiert wird man gesonderte Scherze darin kaum finden. Ob in der GTA-Welt aus Gewalt, Korruption und Sex, oder bei den Simpsons: wo zwischen Alkoholismus und Geldgier gependelt wird während von Folge zu Folge immer klarer zu werden scheint, dass einerseits die Kinder das Haus wohl nie verlassen werden, sowie eine möglicherweise ersehnte Pensionierung auch niemals eintreten wird. Das ist alles unheimlich bitter: selbst die „Ritter der Kokosnuss“ sind das. Eigentlich. Von innen heraus jedenfalls.
Dabei nicht unterscheiden zu können, oder besser zu wollen, macht auch den Unterschied für mich aus. Also die Diskriminierung: genau so wie wenn Werner Schneyder im Österreichischen Rundfunk erklärt, dass er „Kritik“ als „Unterschied“ begreift. Und genau dort verorte ich auch die Wurzel dieser kulturellen Fremdenfeindlichkeit. Das Dort wo dieses Kultur-Unverständnis zu Hause ist. Heimelig. Anheimend.

Ich habe „Duke Nukem Forever“ noch nicht gespielt – gehe aber davon aus, dass es sich ähnlich anfühlen wird wie das dritte „Doom“ zu dessen zweiten Teil, also als eine Art Backlash zwar, der aber letzten Endes doch auch wohltuend rüberkommen wird. Jedenfalls bei mir: wo findet man in Ego-Shootern nach „Prey“, in deren Schlauch-Levels, denn schon eine auch nur annähernd so große Verspieltheit wie sie hier wohl immer noch vorzufinden ist. Vieles was sonst doch eher als überflüssige Production Values erachtet werden wird ist dabei das Salz in der Suppe. Jedenfalls für mich
Die Frage ist demnach wo man hin will: ob Videospiele sich kulturell normiert (bestens) anpassen sollen, oder doch lieber eine gewisse Eigenständigkeit bewahren. Eine eigene Identität – geistige Unabhängigkeit, politische Unkorrektheit diesbezüglich, usw. Und ich wäre da ein für allemal sehr konservativ: ja! Wer keine Assimilation an derlei zurückhaltende Vorgaben will wird den Duke verteidigen (müssen). Und sich sozial divergieren. Eine liebevolle „Krankheit“.‘

Beim Standard: ‚Der Games-Standard entwickelt sich für mich so leider doch immer mehr zu einer Bastion der kulturellen Assimilation (zurück). Das Destructoid-Review würde ich dabei eher als absurde
Ausnahme bezeichnen: ähnliche Abgrenzungen sind gegenüber „Dead or Alive“ erst kürzlich beim Game Informer aufgetaucht. Darüber könnte man auch ruhig hinwegsehen, aber natürlich nicht so hier – hier wird das offenbar eher als gefundenes Fressen für die eigenen Überlegenheitsdünkeln betrachtet: genau so könnte man auch Homer Simpson als übergewichtig-dumpfen Alkoholiker auffassen. Aber es ist wahrscheinlich schon so: entweder man hat ein Kultur-Verständnis (dafür), oder halt nicht. „Soziopath“ bin ich da jedenfalls sehr gern, zumal der Destructoid-Rezensent in den dortigen Kommentaren noch als jemand geoutet wird der durchaus mal Witze über (prominente) Menschen mit Behinderungen macht. Jedoch wär beim Duke so kein Witz vorhanden. Nuff said.‘

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