Archive for the ‘Österreich’ Category

Der Almrausch blüht…

16. Oktober 2011

… endlich. Hier gehts zu meiner Bewimperten Alpenrose 🙂

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Eine „Verhöhnung von Welt“ – zum Ableben eines Sinnbilds unserer Zwei- oder Mehrklassengesellschaft

6. Oktober 2011

Sonder-Post der Replique auf einen Kommentar im Standard-Forum. In Anlehnung an den SPIEGEL ONLINE-Artikel „Tod eines Weltverbesserers“: „Genau diese so vorgetragene Menschenverachtung, diese ganzen Überlegenheitsdünkel von Reife und eingebildeter sozialer Kompetenzen gehören da offenbar halt auch mit dazu. Zu diesem Ableben. Und als gewordener Apple-User schäme ich mich eher für
solche Äußerungen fremd. Ich schätze Apples Ideen. Ich bin auch Katholik, aber wenn ein Papst in Rom stirbt werde ich bei zumindest Konservatismen auch nicht unbedingt Trauer bekunden wollen – und das hat nichts mit Pietätlosigkeit zu tun, sondern mit realpolitischen Überlegungen und menschlicher Verantwortung. Anderen Ideen von Fortschritt. Auch weniger mit den Arbeitsbedingungen von dort wo Apple ihren Fetisch überall herstellen ließ, oder dass eine schnöde Tasche für ihre Produkte annähernd soviel kostet wie ihre materiellen Investitionen selbst, sondern eher damit wie da mit Leistung, Krankheit und Tod einseitig umgegangen wird. Wenn so vom Tod eines Weltverbesserers gesprochen wird möchte ich das als eine Verhöhnung von Welt ansehen —„

Exklusiver Kommentar zur Fallon-Gaming-Week

14. Juni 2011

Kommentar: ‚Robert Bowling’s Call of Duty ins NBC-Fernsehen. Was in Deutschland schon allein an Faschismus grenzen würde lässt eher hierzulande an ein fragwürdiges Demokratieverständnis erinnern. Und da nehme ich Österreich bewusst auch nicht aus – ein grundsätzlich anderes gesellschaftliches Klima gegenüber vielen großen, populären Videospielen stelle ich hier leider ebenfalls nicht fest.
Abgesehen von der Staatsgewalt ist es in Österreich sogar noch viel schlimmer als in Deutschland: die größte Medienindustrie der Welt hat im Kulturprogramm des Österreichischen Rundfunks dem Vernehmen nach etwa gar keinen Platz. Von großen, gesonderten Förderung(sprogramm)en für einzelne Titel ist meinem Vernehmen nach nicht das Geringste zu finden.

Ist etwas nicht mit Ernst, Nutzen, anerkannter Bildung und Leistung, sowie herkömmlicher Gesundheit in Zusammenhang zu bringen wird mit ungeheuerlicher Brutalität darüber gefahren, gehasst, verachtet und ausgegrenzt. Wenn nicht „verboten“, „verbittet“ man es sich halt auf andere Weise. Da gibt es überhaupt kein Verständnis und/oder Akzeptanz. Vielleicht gerade mal eben ein bisschen Toleranz, wenn schon nicht mit der Staatsanwaltschaft gedroht wird. Zum darüber streuen. Und auch das gehört zu diesem allgegenwärtigen, ganz alltäglichen Faschismus wohl dazu – gerade (auch) von vermeintlich weltoffener, aufgeschlossener(er) Seite einer solch arroganten, sich für überlegen haltenden „Moralgesellschaft“.‘

Ich sage: die Spur führt ins Salzkammergut ;-)

27. Mai 2011

Bei „Stigma Videospiele“ geht es mal wieder um eine Herkunft der „Killerspiele“. Wohlgemerkt nicht um Kreative, die aus Garagen in klimatisierte Großraumbüros wie diesem hier wanderten, sondern die allseits anscheinend so gerne transportierten Errungenschaften aus den Labors der US-Armee. Aus meiner Sicht fabriziert man daraus am besten eine operettenhafte AgentInnen-Geschichte: ‚Sie haben natürlich Klaus Maria Brandauer gemeint der in einer Zeitmaschine vom Filmset „Sag niemals nie“s von 1983 aus in die Siebziger zurück reiste und den „Rittern vom Nie“ das „Killerspielen“ mit Sean Connery erst beibrachte http://www.youtube.com/watch?v=4Sye0LleJ_0 Die „völkerrechtswidrigen Kriege“ von heute, wo – siehe die Tarnanzüge spätestens seit „Call of Duty: Modern Warfare“ – immer ein „Ritter vom Nie“ noch dabei gewesen ist, wurden genau so vorbereitet. Das erscheint mir dabei jedenfalls noch am wahrscheinlichsten zu sein ;-)‘

Wahlkampf in Graz: „nationaler Sozialismus“ offen propagiert

20. Mai 2011

Kommunistischer StudentInnenverband: Unbekannte haben Wahlplakate in Graz dementsprechend überklebt. Bei der Kleinen Zeitung wird über eine Urheberschaft anscheinend gar nicht (mehr) spekuliert. Die Vorgänge wurden (schon) gestern Früh als „Werbemethoden der Freiheitlichen“ bezeichnet…
Von Anzeigen (gegen Unbekannt) habe ich bislang allerdings nichts mitbekommen. Aus meiner Sicht sollte das bei der bestehenden Gesetzeslage in jedem Fall strafrechtlich relevant sein. In Deutschland ist das schonmal offensichtlich jedoch nicht so: ‚Was strafrechtlich relevant sei, „wird zur Anzeige gebracht“. Ein Transparent mit Aufdruck „Nationaler Sozialismus“ sei aber zum Beispiel keine Straftat.‘
Und wieder ein weiterer Beleg für einen fragwürdigen Umgang mit Begriffen in diese Richtung.

Ordinärer Mozart… Krank!

11. Mai 2011

Wer so ordinär wie Mozart zeitweise daherredet, der kann bei den gegenwärtigen Normen natürlich nicht gesund gewesen sein – Mozart und das Tourette-Syndrom: Stichwort Hirnforschung – im „Neurologienetz“ habe ich eine besondere Blüte der Pathologisierung von persönlichen Vorlieben dieser historischen Person angetroffen. Dabei wird gar auf einen möglichen Hirnschaden des „Genies“ verwiesen. Mozarts Persönlichkeit sei als „Variante“ demnach ein „Rätsel“…
So heißt es: ‚Briefe skizzieren aufgrund ihrer derben Sprache ein Bild des Musikgenies, das in hohem Maße irritiert. Auch in den bisher über elftausend erschienenen Publikationen über Mozart ist das Rätsel dieser Persönlichkeitsvariante nicht ausreichend entschlüsselt worden. Alfred Einstein, einer der Mozartbiographen, umgeht das Problem mit der lapidaren Feststellung, daß er „vieles am Menschen Mozart bedauerlich und befremdlich erlebt“… Die bisherigen medizinischen Erkenntnisse erlauben zumindest den Rückschluß, daß es sich um eine organische Erkrankung handelt, auch wenn deren Ursache noch im Dunkeln liegt. Denkbar wäre beispielsweise eine Schädigung des Gehirns während der Geburtsphase oder infolge einer Erkrankung in der frühen Kindheit.‘
Mich sollten diese kulturellen Vorstellungen hingegen wohl besser nicht mehr irritieren.

Nachtrag: der Text eines gewissen Joseph Thilmann stammt offenbar bereits aus den späten 1980er Jahren, wobei naturgemäß ausgeblendet wird weshalb sich dieses Syndrom in Schriftsprache und Briefverkehr bei dem „Fall“ ausgebildet haben soll, weil man naturgemäß ja auch gar keine anderen Überlieferungen davon hat…

Mahnung vor einer Ordnung

3. Mai 2011

Kommentar im „Stigma Videospiele“-Forum zu einem Artikel bei 4players: ‚Wenn bei 4players im Anhang da auf „Manipulation und Beeinflussung“ hingewiesen wird, dann kann das durchaus (wieder) in die Richtung gehen, dass Spiele eben nichts Unangenehmes transportieren sollten und Menschen, Jugendliche, damit nicht korrumpieren.
Bereits der Titel der Veranstaltung deutet darauf hin, wenn zwischen Kommerz und „Kultur“ normativ schon ein Unterschied gesehen wird – wie groß der auch immer sein mag.
So fürchte ich mich auch eher davor, wenn ein Graf von IDG weniger Relativierungen fordert: ja von den angeblich objektiven Produkttests sollte sich endlich verabschiedet werden, aber Meinungen müssen auch als solche erkennbar transportiert werden – und nicht als aufklärererische Berichterstattung und Wahrheit daherkommen die vermeintliche Fakten wiedergibt indem sie gewisse Situationen beschreibt.
Was dabei rauskommt kann man sehen, wenn es etwa in Kommentar 164 zu diesem Gamestar-Text http://www.gamestar.de/specials/reports/2322604/us_urteil_ueber_videospiele.html#comments heißt, dass Antiamerikanismus „Pflicht“ sei.
Fast scheint mir schon, dass man sich über eine Empörung noch empören möchte – wenn mal wieder etwas der erwünschten Ordnung entgegen läuft, wenn mal wieder wer vermeintliche Grenzen überschritten hat, und sei es bloß mittels diverser Hinweise die eigene moralische Hoheit anzweifelt. Wo ansonsten gern „Godwin’s Law“ bemüht wird heißt es dann erneut: das geht ja gar nicht, auch Fiktionen hätten so ihre Grenzen, denn ansonsten könnte man da ja gleich mit allen möglichen Verbrechen „spielbar“ ankommen.
In demokratischer Hinsicht sollte deshalb mal ganz tief in sich gegangen werden und ergründet weshalb man eigentlich wie worüber denkt – zur Abwechslung ohne Schuldzuweisungen.‘

Sony-Hack/Crack: Absichten weiterhin unklar

27. April 2011

Star-Analyst Michael Pachter glaubt offenbar nicht so Recht an eine Diebstahl-Absicht beim PSN-Hack: „It’s really hard to protect against a determined hacker, and Sony’s customers should take solace in the thought that an evil hacker would have been wiser to attack a bank instead of a gaming network. That’s my attempt to say that this was probably the work of a show-off, rather than of a thief.“ Eurogamer
Eine Meinung der ich mich ausdrücklich anschliessen möchte. Laut Standard wären allein in Österreich über 410.000 Personen betroffen – der Österreichische Rundfunk meldete auch, dass davon 40.000 mit Kreditkarte registriert wären: bleibt die Frage was jemand mit so vielen Möglichkeiten schon anfangen will oder auch nur kann…

Nachtrag: unter dem Pachter-Interview lese ich bei Eurogamer im zehnten Kommentar jedoch den ersten konkreten Hinweis auf einen möglichen Missbrauch von Kreditkartendaten durch diesen Einbruch. Hoffentlich bloß ein Zufall.

Solidarität und Aufklärung

26. April 2011

Weitere „Müllmann“-Kommentare beim Standard. Zunächst: ‚Wenn diese „Pornografie“ nicht mehr unanständig wäre, sondern etwa ein Stottern oder auch eine Behinderung wie ich sie habe – dann frage ich mich ernsthaft weshalb ständig dagegengeredet wird. ODER auf Seiten wie „YouPorn“ verwiesen – da könnte
gleich gut das Bild aus einem beliebigen Werbespot gezeigt werden und gesagt das wäre Film.
Oder eine Anzeige neben diesem Artikel und gesagt das wäre Literatur: das einzige was dort vorderhand geboten wird ist nämlich Werbung. Obwohl es so viel engagierten sexuellen Ausdruck doch gibt. Auch von Männern.
Als Jemand der De Sade schon oft gelesen hat kann ich mich über diese Verquickungen im Übrigen bloß wundern: De Sade hat zumindest im Endstadium wohl kaum etwas mit Erotik zu tun, sondern stellt eine zunehmend simpler werdende Aneinanderreihung von komplizierten Verbrechen, Aufwürfen und dem verzweifelten Drang, einer regelrechten Sucht nach Entladungen sprich Ejakulationen dar. Pathetisch und Empathie erzeugend – jedenfalls bei mir…‘

Nachtrag: offenbar soll durch solche Artikel eine Auseinandersetzungsbereitschaft signalisiert werden doch letzten Endes genau das dann doch nicht erfolgen. Sondern eben bloße Verächtlichmachung bei gleichzeitig zumindest vorgetragener Alternative zwischen zwei Buchdeckeln. Das wäre dann auch eine bilderfeindliche Alternative welche anscheinend noch genehm wäre.
So absurd bis lächerlich dieses Ansinnen auch sein mag: De Sade kann wenn dann bloß literarischen Ansprüchen genügen, aber wohl kaum „Pornografischem“ wenn es darum geht sexuellen Ausdruck in audiovisueller Form zu sehen – genau so wenig wie ein Drehbuch filmischen Ansprüchen genügen kann. Aber das soll eben so wohl auch unterdrückt werden. Genau diese Ansprüche, und deshalb ist dann auch etwas wie „YouPorn“ synonym für alle Internet-„Pornografie“.
Der Endpunkt wohl auch von allem was dereinst vor vierzig Jahren auf Zelluloid begann – wie konventionell-bürgerlich den ersten Billian-Loops zum Beispiel. Und auch später in dessen frühen Langfilmen: dramaturgisch als Komödien nicht viel anders angelegt als das was heute ohne alles Unanständige immer noch Gang und Gebe ist – als hiesiger Humor – und er kam ja ursprünglich auch aus dieser Filmwelt die heute für „Familienunterhaltung“ bekanntlich sorgt.
Des weiteren halt auch jenseits von Sexshops, wo eine Nähe zum Verbrechen bei der angedachten Problematik so bereits offenbar fest(er) stünde. Mit anderen expliziten Ausdruck braucht sich dann vermeintlich erst gar nicht beschäftigt werden, wenn sich bereits so abgegrenzt wird.
Demnach regieren durch solche Texte weiterhin bloß Hass und Ausgrenzung gegenüber „Pornografie“ – eine Geringschätzung welche ich in einem sich zumindest doch intellektuell aufgeklärt auch gebendem deutschsprachigen Raum für international zuehmend beispiellos(er) halte. Da reichen ein paar Schlagwörter um sich deutlich aufgeschlossenere fremdsprachige Artikel zu ergooglen – wie etwa hier bei der New York Times. Ansonsten auf Deutsch: Fehlanzeige. Ob von den klassischen Künsten wie den Fotografien eines Roy Stuart bis eben zu diesen publikumswirksamen BDSM-Geschichten im Armory von Frisco. Als große, international bekanntere Eckpfeiler.
Ohne hier ein weiteres Mal zu diesem Standard-Artikel zu verlinken: es reicht bekanntlich ein Wertham in der Albertina schon, dass auf die Barrikaden gestiegen wird. Bloß gut, dass Der Ursprung der Welt in keinem Wiener Museum zu Hause ist – kaum ein Sicherheitsmensch allein würde so wohl ausreichen um diesen zu bewachen…
Gerade die Internetpornografie hat in den letzten fünfzehn Jahren keineswegs nur für eine Vervielfachung von gelangweilten bis ausbeuterischen Content gesorgt, sondern durchaus ganz viel Anderes gebracht, wenn es denn (so) auch gesehen werden will, wahrgenommen, wenn sich mit diesen Inhalten denn (öffentlich) auseinander gesetzt werden möchte, sowie darüber hinaus zu einer ungeheuren Diversifizierung und Vielfalt geführt. Solche Artikel tragen dabei bloß zur Ausbeutung und Unterdrückung etwas bei – können gar nichts anderes – wenn Instinkt-Orientiertes nur mit Verwerflichkeiten in Verbindung gebracht wird. Eine aus meiner Sicht demokratische Bewegung welcher sich in einem postindustriellem Hier und Jetzt demnach jedoch lediglich verschlossen wird kann so bloß verhindert bleiben – gehindert daran sich zu entfalten. Sei es über einen wie auch immer geprägten Konservativismus oder Anti-Konsumerismus. Zwanghaft und real gewalttätig darüber (fremd)bestimmend.

Sowie indirekt mal wieder ein Kommentar von mir zum Verhältnis zwischen katholischer Soziallehre und attac, einmal mehr als überzeugter aber halt differenzierter Katholik: ‚Die Frage ist aus meiner Sicht eher welche Vorstellung von „Kultivierung“ wenn schon nicht Verbrechen, so wenigstens Ab- und Ausgrenzungen begünstigt. Diese Menschenverachtung (allein). Welche Idee von Zivilisation oder Zivilisiertheit? Dazu gehört
auch wie etwa gerade mit einem Hinweis auf „Menschenwürde“ gegen andere Menschen und deren Ausdruck zum Beispiel vorgegangen wird – in Fantasien eingedrungen. Mit welchem Recht?
Dabei teile ich nicht den Realismus des Autors. Wo ist so noch Anderes möglich – was soll das Gemeinsame demnach überhaupt sein und wogegen wird sich demnach alles gewehrt? Im Öffentlich-Rechtlichen scheint Denken vielfach überhaupt synonym mit Vorgaben aus der Religionsredaktion zu sein, wozu offenbar vor allem Auftritte des Wiener Kardinals zählen. Personalisiert. Auch an diesem letzten Wochenende wieder: beim Halb-Boulevard aus dem Süden war in Zusammenhang mit diesem etwas vom „Kindheitsglauben Atheismus“ eines rechtsrechten Wendephilosophen zu lesen, usw…‘

Kommentar beim Standard…

19. April 2011

Kommentar: ‚Keine Sorge: in Deutschland ist der Titel so schon nicht veröffentlicht worden Herr P. Problematisch sind wieder mal eher diese intoleranten Äußerungen von Alois P.
Wie war das noch mit den Eichhörnchen und den Anderen (Nazis) im Multiplayer-Modus der Xbox-Version von „Conker’s Bad Fur Day“? Immer noch ein BAFTA-ausgezeichneter Titel.
Was möchte denn der Herr Pumhösel womöglich noch alles verschwiegen haben – womit noch nicht konfrontiert werden: „Für den US-Markt kein Thema, in unseren Breiten offenbaren sich aber Schwächen von Internet-Vertriebsformen.“
Also einfach verbieten oder was? Und wo soll dort nochmal eine affirmative Beziehung zum Germanofaschismus zu finden sein? Was sind denn diese kulturellen Vorstellungen für den Print hier mal wieder? Ich kann jedenfalls dieses Ansinnen bloß als undemokratisch verurteilen. Und: es gibt keinen §86a in Österreich. Glücklicherweise. Das ist das nicht hier.‘