Archive for the ‘Schweiz’ Category

Kommentar bei „Stigma Videospiele“

15. Mai 2011

Kommentar zu GameRights-Stellungnahme: ‚Die GameRighs-Stellungnahme geht mir übrigens zu sehr auf den Näf und dieses Boulevard ein.
Worum geht es denn beim Duke formal? Doch um die Menschheit, und da im besonderen (entführte) Frauen zu retten (!). Dabei stellt sich auch die Frage WER sexuell devot sein darf: ich denke jeder Mensch, auch Frauen, sollten das sein dürfen – wenn sie es denn wünschen.
Das deutet – jedenfalls für mich – eher auf ein fragwürdiges Menschenbild bei Näf und Konsorten hin. Auch was sich dort über Gamer offenbar so alles gedacht wird. Vergewaltigungen hin oder her: „Fur TV“ thematisierte mal Vergewaltigungsfantasien. Auch Catherine Breillat in „À ma soeur“, da sogar bei einer Minderjährigen glaub ich.
Sicher wäre die Integration von so etwas in die Welt eines Duke wohl mehr als unpassend, dennoch gibt es das (ebenfalls) auf der Welt und es sollte – auch in Games – die Möglichkeit bestehen das zu thematisieren. Beschwichtigungen, eine Abwehrhaltung dahingehend und zu sagen: nein nein, Vergewaltigungen gibt es nicht, es geht bloß mit Schrotflinten auf Stripperinnen zu schießen so dass sich diese in Geldscheine auflösen, im „3D“-Teil, finde ich gelinde gesagt auch etwas strange.
Was sagen denn so Empörungen auch aus? Worauf deuten sie hin: doch bloß darauf was alles in den Leben der sich Empörenden keinen Platz haben sollte. Was wiederum unmittelbar zu langweilig-einseitigen Leben der sich Empörenden führt, zumindest für die welche die Empörungen so nicht verstehen. Normen welchen sich Andersdenkende halt nicht unterwerfen wollen – dahingehend nicht devot (sic!) sein wünschen. Letztlich also auf eine Umdrehung der Vorwürfe.
So Leute wie der Näf werden auch immer etwas finden worüber sie sich (wieder) empören würden – soviel kann gar nicht verboten werden… Siehe Frau Pfeiffer und ihre „Crysis“-Hühner. Müsste irgendwo im hiesigen Forum zu finden sein.‘

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Sonntagszeitung mit menschenverachtendem Inserat gegen Gamer

15. April 2011

Via „Stigma Videospiele“-Forum: Bericht bei Schweizer Game News – „… es stimme schon, man möchte mit dem Sujet auch auf die gewalthaltigen Games und den möglichen Zusammenhang mit der Jugendgewalt anspielen. Jugendliche kämen heutzutage einfacher an solche Spiele. Man verzichte dabei allerdings auf eine Wertung oder gar Schuldzuweisung. Das Bild solle nur zur Diskussion anregen…“
Dazu frage ich mich: wie einfach kommt man in der Schweiz an diese „gewalthaltige“ Sonntagszeitung? Wie manipuliert eine solche Zeitung mit derlei „Diskussionsanregungen“ Jugendliche und deren Leben, durchaus auch untereinander? Mit welchen Werten und Einstellungen gegenüber einer Auseinandersetzung mit Gewalt in Medien? Bildern derer angeblicher RezipientInnen? Was ist das bloß für eine Brutalität ohne eigenen Paragrafen.

Update: mit einem Fehlen von bloßen „Schmeichelhaftigkeiten“ hat es nichts zu tun wie hier Jugendliche und deren angebliche Interessen dargestellt werden.
Wäre das Gamer-Plakat mit anderen aus der Kampagne, wie dem einen das ein Verhältnis von ÄrztInnen und PatientInnen in der Medizin negativ beschreibt, vergleichbar, dann hätte dort nicht zwischen diesen beiden Gruppen unterschieden werden müssen, oder in anderen Fällen karikaturenhaft zwischen Einzelpersonen des öffentlichen Lebens, sondern in einer oder beiden Gruppen von denen. Dann hätte zwischen guter und schlechter Medizin, besserer und schlechterer PatientInnenschaft unterschieden werden müssen.
Jugendliche bleiben schließlich Jugendliche und so wird der eine Jugendliche als gewaltgefährdet-blaß und ausdruckslos, bunt-fröhlich dargestellten Anderen negativ gegenüber gestellt. In Hinblick auf die Implikation von „Moorhühnern“ aus dem gleichnamigen Werbespiel noch dazu die Anderen als potentielle Opfer des Einen. Des einen potentiellen Täters. Absolut widerwärtig.

„Der Abartige sprach“ schon wieder…

28. März 2010

http://derStandard.at/1269448355133/Killerspiele-machen-keine-Amoklaeufer#forumstart

In Deutschland wurde niemals ein eigenes Verbot von „Killerspielen“ durchgesetzt. Das dortige Gewaltdarstellungsverbot seit den 1970ern wird bloß auch auf Videospiele angewandt! Ein ähnliches Verbot gibt es auch seit Jahrzehnten in der Schweiz, doch wurde dies dort für die „Killerspiele“ als nicht ausreichend deklariert. Welche Spiele genau so oder so darunter fallen ist völlig unbekannt: während Allemann selbst zuletzt noch beschwichtigte, dass es nicht mehr sein werden als das gute Dutzend das deutsche Gerichte bis jetzt verboten haben, wird dies für ihren Mitstreiter Näf in der Schweiz wohl viel zu wenig sein – dafür spricht schon allein die Tatsache, dass Näf ursprünglich gegen eine John-Woo-Versoftung gerichtlich vorgegangen ist, welche in Deutschland keineswegs verboten ist, von der dortigen „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ noch nicht einmal für strafrechtlich relevant erklärt wurde. Und wieder „Jugendschutz“!? Hier geht es um Strafrecht gegen gedachte Obszönitäten

Ich finde dieses Interview äußerst unglücklich – fast scheint einfach kein Blick auf das Thema so möglich zu sein, welcher es nicht mit Kindern und Jugendlichen in Verbindung bringt OBWOHL Die Industrie der Spiele mittlerweile doch eindeutig von einem Durchschnittsalter jenseits dieser Bevölkerungsgruppen ausgeht.
Schutzalter sind wichtig, doch solange noch bei einem etwaigen Import/Export darauf Bezug genommen wird, wird sich da nichts ändern in der Wahrnehmung. Und es scheint ja auch wirklich überhaupt keine Kompetenz diesbezüglich vorhanden: in meiner Auseinandersetzung mit den Texten Wagners anlässlich seines „Gewaltpornographie“-Vorwurfs gegen Modern Warfare 2 Hatte ich noch einen längeren Text geschrieben gehabt, auf dessen Veröffentlichung ich jedoch verzichtete. Schon allein die Verteidigung, in einer Gegend der Welt wo Medien angeblich „die Kultur“ schaffen sollten diesen Vorwurf wie getätigt zu erheben, während in einem anderen Teil der Welt (im besonderen angedacht den USA), wo Medien eher ein „Spiegel der Kultur“ seien man da doch etwas ganz anders geschrieben hätte, und ansonsten über meine Kritik daran womöglich nur lachen könnte, entbehrt für mich jeder weiteren Diskussionsgrundlage.
Noch die kleinbürgerliche Idee vorzubringen, doch irgendwie sakrosankt zu sein, weil man ja weit gereist wäre und viel von der Welt gesehen hätte…

Kommentar bei GamePolitics.com

25. März 2010

GamePolitics

I think it’s sad that much information concerning this topic from the German speaking world is not availiable in English. For French-speaking readers I strongly recommend this website: http://gamingsince198x.fr/ which is covering many aspects of the „Killerspiel“ debate in Germany, and the „Killergames“ debate in Switzerland

There is also an article about Malte Lehming, chief of „opinion“ from the major German newspaper „Tagesspiegel“: http://gamingsince198x.fr/?p=3235

Lehming recently compared violence in gaming (even not video game addiction!) in a very aggressive tone with heroin addiction and the use of needles in the use of this opiate drug. It’s also quite usual lately, especially in Switzerland, to compare gaming with child pornography, which points down to the crime of raping children: the Swiss orgainzation „Vereinigung gegen mediale Gewalt“ (VGMG) is even stating this comparison on its homepage: http://www.vgmg.ch/artikel_presse/killergames_warum_verbieten.pdf

For example only one translated sentence from this document: „… Like child pornography it won’t be totally successful to ban killer games from screens…“

http://www.vgmg.ch/artikel_presse/artik_presse.htm „Die VGMG ist der Meinung, dass der Konsum von grausamer Gewalt in Games ebenso wie jener von Kinderpornographie stark eingeschränkt werden muss. Niemand braucht solche Darstellungen.“

Translated text: „The VGMG is of the opinon that the consumption of cruel violence in games has to be heavily limited like the consumption of child pornography. Nobody needs such depictions.“

Evi Allemann, mentioned by Kotaku, and Roland Näf are the two most important representatives of the VGMG.

As the source of this „killer games“ is often considered to be the US army. Like in this translated article by Renate and „Rudi“ Hänsel: „Send Back US-Army Killer Games to Where They Came From“ http://www.currentconcerns.ch/index.php?id=776

Bastian Birke recently published connections between the VGMG, this Swiss publication „Current Concerns“ („Zeit-Fragen“ in German, „Horizons et débats“ in French, „Discorso libero“ in Italian and „Horizontes y Debates“ in Spanish http://www.zeit-fragen.ch/links/) and the abandoned psycho group „Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis“ (VPM): http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32238/1.html (in German)

There was also an article in the Swiss newspaper „Tagesanzeiger“ concerning the political connections between a ban of violent games in Switzerland and the succession of the VPM-cult: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/VPMAnhaenger-mischen-mit/story/19639529

My real name is Juergen Mayer. I’m an academic historian and currently researching this topic for the University of Graz here in Austria;

There is a strong Anti-American tone at present. Video games dealing traditionally with issues like war or violence are considered to be a malevolent invention by the US military and a form of hate speech

humanity +love

Mir scheint schon, dass da einiges falsch läuft…

22. Februar 2010

Schweiz: auch abgesehen von einer problematischen Rede über „Jugendkultur“ scheint es einigermaßen schwer zu fallen FÜR Gewaltdarstellungen dort einzustehen. Doch was tut eine Gesellschaft eigentlich, welche die Sichtbarmachung von Gewalt in Medien zu unterdrücken wünscht – diese „gewaltfrei“ halten möchte? Gewalt kann schließlich immer und überall entstehen – auch unvermutet. So gewaltfrei und/oder gewaltlos kann sich eine Gesellschaft doch gar nicht ernsthaft (auch) vorstellen? Oder etwa doch – jedenfalls keine demokratische… Zusätzlich zu der Frage ob die Unterdrückung von Gewaltdarstellungen, diese als Gewalt anzusehen, nicht schon längst selbst Gewalt ist. Über Bedeutungen wird da oft gerne nicht gesprochen, und auch das gehört zu einer Ideologie dazu meiner Ansicht nach – einer Ideologie, welche wie über das Beispiel Cultural Studies vermeintlich schön ersichtlich, welchen auch ich vor zehn Jahren noch hoffnungsvoll nachgehangen bin, wunderbar selbst davon – von Ideologie – heutzutage nur mehr durchdrungen erscheint, wo der Ausdruck anderer Menschen ebenso leicht mittels „Kritik“ mit Füßen getreten werden kann, dem allem so gewalttätig begegnet wird. Jeder kann ein „Killerspiel“, oder halt „Killer-Games“ wie es in der Schweiz eher heißt, herstellen, zumindest theoretisch. Schon wenn ich einen Spielstand darin anlege halte ich mich diesbezüglich für kreativ – habe ich somit doch schon was DAFÜR Geschaffen. Warum auch nicht?
Weshalb also keine Gewaltdarstellungen? Welche gleichförmige Gesellschaft Unterjochter wird sich da herbei gesehnt? Was alles (noch) mit Friedfertigkeit begründet?
Ja, wo bleibt Selbstbestimmung?
Wer schadet hier wem?
Welche Wirkungen in mechanistischen Menschenbildern werden da zusammen gedacht – welches Misstrauen über einen anderen, dass ein solcher Fremder, eine solche Fremde, böswillig sei, schlechte Absichten hege, gar einen Amoklauf plane? Was ist das für ein Denken gegenüber anderen Menschen?
Mit Dank an Stigma Videospiele

Einen hab ich noch…

16. Februar 2010

Habe mich vorhin zu einer Replique beim „Feuerbringer“ hier hinreißen lassen: „Wenn es nach einer Dichotomie zwischen Vernunft und Gefühl hier ginge, könnte der Blog gleich dicht machen: Beschimpfungen anderer (Schwachsinn, Idiotie) sind für gewöhnlich nämlich doch nur Ausdruck (negativer) Gefühle, und kaum von “Vernunft”. “Vernunft” sollte daran doch hindern, und staubtrocken wäre es demnach in dieser “Oase” – das vorgestellte Wasser nichts als Einbildung, also so “gegenstandslos”, lol.
Ich wollte im übrigen weder zum Ausdruck bringen, dass die Postmoderne etwas gegen die Vernunft hätte – sie betet sie halt bloß nicht an wie scheinbar hier der Fall -, sondern halt vor allem die Werlhof mit ihren faschistoiden Ideen.
Noch dass “Genderforschung” auch nur igendetwas gegen “Vernunft” hätte: die muss auch gar nicht postmodern wie ich sein, sondern kann auch durchaus in modern-starren Denkmustern verhaftet geblieben. Hauptsache ein Emanzipationsprojekt wird dabei verfolgt. Gender bedeutet übrigens mehr oder weniger “Geschlecht”, während sich ein Feminismus auf das weibliche besinnt. Also einen “Gender-Feminismus” gibts da schonmal überhaupt nicht 😀 Im übrigen kenne ich derlei Gedankengut bloß von den hiesigen Rechtsradikalen in der FPÖ, welche mit Vorliebe noch von “Gender-Wahnsinn” dabei reden, aber vielleicht gehört ihr da ja auch dazu…
Welcher Zausich auf diesem lächerlich-aggressiven Tummelpatz, auf dem Feminismus über Sexismen selbst anscheinend nicht hinaus gedacht wird, sich auch immer als “Autor” verantwortlich zeichnet und so den hiesigen Papst stellt 😀 Ich hoffe, eine (oder am besten gleich mehrere) ansprechende Lucrezia Borgia(s), ist (sind) ihm immerhin zur Seite gestellt, gar so armselig will ich mir das hier dann nämlich doch nicht denken…‘

Leute gibts…

Von Müttern und Frauen – Kommentar beim „Feuerbringer“

15. Februar 2010

Die offenkundige Ignoranz in diesem Blog hat mich jetzt doch tatsächlich noch dazu gebracht die von Werlhof zu verteidigen! Arg! Gebs auf…
‚Ich finde es einerseits zwar tieftraurig, andererseits aber auch schon wieder sehr lustig was hier erzählt wird: vielleicht sollte doch das „idiotische“ im eigenen, sowie der eigene „Schwachsinn“ demnach reflektiert werden. Aber es amüsiert mich ja auch, wie hier eindeutig modernes (der Marxismus) zu postmodernem wird, weil es einfach so gefällt. Und vermutlich bei beiden Begriffen nicht verstanden wird was sich dahinter womöglich verbergen könnte – bei modern wie postmodern nicht. Hauptsache Zynismus verbreiten. Aber vielleicht ist es gerade auch das was Frau von Werlhof so unter Gewalt einer Vernunft versteht, deren Zerstörungspotenzial 🙂 Am lustigsten finde ich jedoch nämlich noch den Untertitel dieses Blogs: „eine Oase der Vernunft“ – das wogegen sich eine von Werlhof nämlich wendet hat weniger mit Männern zu tun wie hier fantasiert wird, als überhaupt mit Vernunft eben. Die wird halt bloß noch, und das wahrscheinlich auch zurecht, als männlich identifiziert. Welche verbrecherischen Gedanken sich hinter der Werlhof verbergen bleiben so aber auch hier verborgen, typischerweise und leider, wenn Feminismus mit Männerfeindlichkeit assoziiert wird, oder gar noch – völlig absurd – Gender Mainstreaming mit Sexualfeindlichkeit. Von den Lächerlichkeiten zum Postkolonialismus ganz zu schweigen, der eher ganz und gar nichts über ein hier imaginiertes „wir“ ausdrückt, außer dieser Blog wird aus einer ehemaligen Kolonie geschrieben, sondern sich mit den Lebenswirklichkeiten in solchen Kolonien auseinander setzt, sowie deren historische und gegenwärtige Beziehungen zu den ehemaligen „Mutterländern“ 🙂 Welche Ironie. Ha!‘

Dank an buzzti für den Hinweis…

Näf weiter auf tink.ch

10. Februar 2010

http://www.tink.ch/schweiz/new/article////killergames-zerstoeren-unsere-zivilisation/

@Roland Näf
Nicht-lieber Roland Näf!
Finden Sie einmal „Zeit und Gelassenheit“ und hören Sie endlich mit diesen perfiden Unterstellungen einer pauschal affirmativen Bedeutung von Gewalt bei der Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Krieg oder damit in Videospielen auf!
Hier die Zerstörung, Vernichtung von Kultur anderer Menschen wie mir – diese womöglich noch strafrechtlich verfolgen lassen zu wollen – zu propagieren, und anschließend mit „liebe Gamer-Gemeinschaft“ zu reagieren, ist eine menschenverachtende Verhöhnung sondergleichen aus meiner Sicht. Sie mögen für sich ja absurderweise herausgefunden haben „was Frauen wollen“ und das hier aus welchen Gründen auch immer meinen gegen Videospiele (!?) voranstellen zu sollen, doch ein GTA4 Gibt nun einmal keine Lebenswriklichkeiten vor. Es beschreibt mitunter sogar offen rassistische Situationen, und tut dies mit Ironie auch mit voller Absicht. Weshalb auch nicht? Warum sollen diese Probleme verschwiegen werden? Damit Politiker wie Sie sich wohler fühlen und meinen glauben zu können in ihrer alltäglichen Arbeit alles richtig gemacht zu haben. Diesen Gefallen werden Ihnen die Gebrüder Houser und Co. hoffentlich nie machen (müssen)! Daran kann auch ein solcher sekundärer Sexismus nichts daran ändern, kein Vorwurf eines primären Sexismus in der Spielewelt. Es (das Spiel) möchte die Welt vielmehr so beschreiben wie Leute wie Sie sie den Spielen vorwerfen, aber das wird hier offenbar nicht gesehen. Der Grund mag darin liegen dass das anscheinend nicht ertragen wird! Also wäre es demnach sogar naheliegender zu vermuten, dass es diese Spiele gibt gerade um Personen wie Roland Näf auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Doch wie wird darauf reagiert? Mit Haß wird auf die Spiele eingeschlagen, sie zu verbieten gewunschen. Eine bezeichnende Reaktion – alles zusammen. Kein anderes Denken, keine andere Haltung, keine anderen Werte – und das sollte zu denken geben! Kein alp/träumen – warum nicht?? Wie wäre die Welt tatsächlich, gäbe es nur diesen Gedanken an gewaltfreie Konfliktlösungen darin, würden andere Fiktionen wirklich verboten werden? Was wäre das für eine Gesellschaft? Ein Staat? Welcher Staat? Nur ein faschistischer Staat wäre das. Und den unliebsamen Ausdruck anderer Menschen so wiederholt mit krebserregenden Substanzen zu vergleichen deutet ebenfalls darauf hin.
Als Mensch mit Behinderung bin ich im Alltag persönlich auf die Hilfe anderer angewiesen. In Videospielen möchte ich das nicht sein – in Videospielen mögen viele Menschen einmal kurzfristig jemand anderes sein. Ob Fußballer oder aufstrebender Gangster. All das ist politisch relevant.
Natur- und Sozialwissenschaft welche dem Ausdruck von Menschen ihre Bedeutung nimmt vorangestellt um diese zu verbieten wurde auch schon früher. Und sowas nenne ich Gewalt. Diese Statistiken von denen Sie sprechen sind eine Bedrohung für Menschen wie mich, bedrohliche Gewalt, nicht das was in Videospielen in hoffentlich doch bester Absicht geschieht!
Setzen Sie sich mit historischer Kulturpolitik in den deutschsprachigen Nachbarländern auseinander. Lernen Sie Geschichte!

Arme Schweiz

3. Februar 2010
http://www.tink.ch/schweiz/new/article////killergames-zerstoeren-unsere-zivilisation/ Wenigstens diesen Aprilscherz von einer „Alpinlegende“ scheint es demnach auch in fünf Jahren noch in meinem bergigen Nachbarland zu geben:

 ‚Ich protestiere hiermit mit aller Schärfe und formal gegen die unkritische Wiedergabe solchen Gedankengutes den Ausdruck anderer, vor allem völlig fremder MitbürgerInnen betreffend. Gibt es in der Schweiz über Herkunft und Hautfarbe hinaus denn (auch) gar keine Gesetze welche solche Agitationen verhindern würden, wenn schon ein Journalismus hier dem nicht widersprechen möchte???

Allein die Beschreibung der Kultur anderer Menschen als Verbrechen, absurderweise gar Menschenrechtsverletzungen, über (eingebildete oder tatsächliche) moralische Empörung empfinde ich diskriminiernd und im höchsten Maße beleidigend. Darüber hinaus anscheinend zu glauben über die Befindlichkeit anderer Menschen so urteilen zu können entbehrt jedweder Grundlage eines demokratischen miteinanders das den Geschmack und das Empfinden konsensual geschaffener Kreativität, künstlerischer Schöpfung, wenn schon nicht akzeptiert oder gar respektiert, doch wenigstens tolerieren sollte. Die Zitierung entsprechender Stellen, vor allem die so im Raum stehen gelassenen Schlusssätze Näfs hier erspare ich mir aus Gründen des Anstandes.

Für Menschen wie mich ist gerade das was in „solchen“ „Killergames“-Videospielen oftmals passiert moralisches handeln und eine vertiable, sehr wertvolle sowie auch unverzichtbare Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt aus Lebenswirklichkeiten und/oder fantastischen Fiktionen.

Derlei kulturelle Sauberkeitsvorstellungen und offenkundige Ablehnungen affektorienter Körperdarstellungen welche auf die Zerstörung der Kultur Andersdenkender wie mir abzielen, materiell womöglich noch auf deren Vernichtung, sehe ich als äußerst bedrohlich an. Ich sehe mich dadurch auch in meinen innersten Gefühlen und meiner Menschenwürde verletzt, wenn der Geschmack und das Empfinden Andersdenkennder wie mir dermaßen angegriffen wird. So nenne ich auch die Vorgangsweise und Artikulationen von angeblich noch „sozialdemokratischen“ Personen wie Roland Näf Gewalt, sowie übelste Menschenverachtung friedliebender Personen wie meiner selbst.

Die Vorwürfe und diese immanenten Unterstellungen Näfs sind demnach in Gänze zurückzuweisen, wobei ich mir weiterhin auch kein Urteil darüber erlaube was Leuten wie Herrn Näf so gefällt.

Mit freundlichen Grüßen aus
der Steiermark in Österreich.‘

Was für eine Heuchelei

13. November 2009

Damit ist die europäische Linke endgültig reaktionär und verlogen worden für mich – ohne weitere Worte: http://www.liberation.fr/culture/0101594040-cohn-bendit-critique-la-position-de-frederic-mitterrand-sur-polanski