Archive for the ‘Vereinigte Staaten von Amerika’ Category

Eine „Verhöhnung von Welt“ – zum Ableben eines Sinnbilds unserer Zwei- oder Mehrklassengesellschaft

6. Oktober 2011

Sonder-Post der Replique auf einen Kommentar im Standard-Forum. In Anlehnung an den SPIEGEL ONLINE-Artikel „Tod eines Weltverbesserers“: „Genau diese so vorgetragene Menschenverachtung, diese ganzen Überlegenheitsdünkel von Reife und eingebildeter sozialer Kompetenzen gehören da offenbar halt auch mit dazu. Zu diesem Ableben. Und als gewordener Apple-User schäme ich mich eher für
solche Äußerungen fremd. Ich schätze Apples Ideen. Ich bin auch Katholik, aber wenn ein Papst in Rom stirbt werde ich bei zumindest Konservatismen auch nicht unbedingt Trauer bekunden wollen – und das hat nichts mit Pietätlosigkeit zu tun, sondern mit realpolitischen Überlegungen und menschlicher Verantwortung. Anderen Ideen von Fortschritt. Auch weniger mit den Arbeitsbedingungen von dort wo Apple ihren Fetisch überall herstellen ließ, oder dass eine schnöde Tasche für ihre Produkte annähernd soviel kostet wie ihre materiellen Investitionen selbst, sondern eher damit wie da mit Leistung, Krankheit und Tod einseitig umgegangen wird. Wenn so vom Tod eines Weltverbesserers gesprochen wird möchte ich das als eine Verhöhnung von Welt ansehen —„

„Battlefield 3“: das gestrige Konsolen-Debut bei NBC

17. Juni 2011

Late Night im US-TV: Hirshberg, Bowling und Schofield letzten Montag bei Jimmy Fallon (NBC)

16. Juni 2011

Fast wäre ich geneigt zu sagen: „andere Länder, andere Sitten“…

Am Dienstag war nochmal Cliff Bleszinski mit „Gears of War 3“ dort, das in Deutschland vermutlich wieder indiziert werden wird:

Und gestern schließlich eine weitere Präsentation von „Uncharted 3“ – für heute wird eine Vorführung von „Battlefield 3“ auf Basis einer PS3-Version erwartet. Nintendo soll morgen dann die Fernseh-Woche beenden. Kritik bei Kotaku

Exklusiver Kommentar zur Fallon-Gaming-Week

14. Juni 2011

Kommentar: ‚Robert Bowling’s Call of Duty ins NBC-Fernsehen. Was in Deutschland schon allein an Faschismus grenzen würde lässt eher hierzulande an ein fragwürdiges Demokratieverständnis erinnern. Und da nehme ich Österreich bewusst auch nicht aus – ein grundsätzlich anderes gesellschaftliches Klima gegenüber vielen großen, populären Videospielen stelle ich hier leider ebenfalls nicht fest.
Abgesehen von der Staatsgewalt ist es in Österreich sogar noch viel schlimmer als in Deutschland: die größte Medienindustrie der Welt hat im Kulturprogramm des Österreichischen Rundfunks dem Vernehmen nach etwa gar keinen Platz. Von großen, gesonderten Förderung(sprogramm)en für einzelne Titel ist meinem Vernehmen nach nicht das Geringste zu finden.

Ist etwas nicht mit Ernst, Nutzen, anerkannter Bildung und Leistung, sowie herkömmlicher Gesundheit in Zusammenhang zu bringen wird mit ungeheuerlicher Brutalität darüber gefahren, gehasst, verachtet und ausgegrenzt. Wenn nicht „verboten“, „verbittet“ man es sich halt auf andere Weise. Da gibt es überhaupt kein Verständnis und/oder Akzeptanz. Vielleicht gerade mal eben ein bisschen Toleranz, wenn schon nicht mit der Staatsanwaltschaft gedroht wird. Zum darüber streuen. Und auch das gehört zu diesem allgegenwärtigen, ganz alltäglichen Faschismus wohl dazu – gerade (auch) von vermeintlich weltoffener, aufgeschlossener(er) Seite einer solch arroganten, sich für überlegen haltenden „Moralgesellschaft“.‘

Gaming-Woche bei Jimmy Fallon in den USA…

14. Juni 2011

Late-Night-Talker lässt gleich mehrere Games im honorigen NBC-Fernsehen präsentieren – von „Modern Warfare 3“ über „Gears of War 3“ bis „Battlefield 3“ und Nintendo. Via „Stigma Videospiele“-Forum. Game Informer kommentiert: „Whatever you think of the guy’s humor, Fallon always comes across as a genuine gamer who loves using his fame as a way to showcase games to mainstream audiences. You have to respect him for that.“ Dem kann ich mich bloß anschließen. Mehr bei Kotaku.

E3 2011: Ashly und Anthony Burch…

8. Juni 2011

Teil 1 in HD. Souverän wie meistens 🙂

E3-Einstimmungen mit Michael Pachter

5. Juni 2011

Nach seinem sehr launigen Auftritt bei Giant Bomb (MP3) ist Star-Analyst Michael Pachter nun auch ein nicht weniger unterhaltsamer Gast bei den Invisible Walls von MTV.

Unterdessen rückt die E3 immer näher – in weniger als dreißig Stunden beginnen in Los Angeles die Pressekonferenzen – traditionell mit jener von Microsoft. Dazu gibt es – wie schon im letzten Jahr – eine umfangreiche Vor- und Nachberichterstattung inklusive Analysen auf Gametrailers.com

E3 2011: die Termine für heuer

1. Juni 2011

Konami hat seine E3-PK in diesem Jahr offenbar auch terminlich sozusagen „verrückt“, wodurch die Berichterstattung über die Messe gewissermaßen ebenfalls vorgezogen wird – Start ist demnach bereits in der Nacht auf Übermorgen. MTV in den USA verzichtet heuer auf eine eigene kleine Pre-Show und strahlt stattdessen nur eine GTTV-Sendung mit hoffentlich doch vielen Premieren bereits im Vorfeld wieder aus. Über Gametrailerswird es jedoch auch wieder eine Extrawurst mit Microsoft geben – inklusive eigener Pre- und Post-Shows plus Analysen.
Dass Microsoft offiziell startet ist bereits traditionell – wesentlich und bemerkenswert erscheint mir hingegen, dass Nintendo tags darauf allein antreten wird. Sony’s PK soll nach der Ortszeit noch am Abend des 6. Juni erfolgen – annäherungsweise zum letztjährigen Termin von Ubisoft…
Die Termine im Einzelnen wären danach:

Konamis Pre-Event am 3. Juni um 02:00 MESZ

Vorpremieren bei MTV im Rahmen einer GTTV-Sendung im Laufe des 3. Juni,
die MTV-Preshow für Microsoft am 6. Juni um 18:00 MESZ,
die eigentliche Microsoft-PK am 6. Juni um 18:30 MESZ
und schließlich eine MTV-Postshow für Microsoft am 6. Juni um 20:00 MESZ;

EA am 6. Juni um 21:30 MESZ

Ubisoft am 6. Juni um 23:30 MESZ

Sony am 7. Juni um 02:00 MESZ

Nintendo am 7. Juni um 17:30 MESZ

Barack Obama in Polen: „The Witcher 2“ als Geschenk

29. Mai 2011

Das ist meiner Ansicht nach mit Abstand der größte Sprung den ein nicht-jugendfreies Computerspiel in der kulturellen Wahrnehmung zumindest eines europäischen Landes je gemacht hat: der polnische Ministerpräsident Donald Tusk überreichte US-Präsident Obama bei dessen Besuch im Land „The Witcher 2 – Assassins of Kings“. So als ob er auf Staatsbesuch in Deutschland „Crysis 2“ bekommen hätte…

Bilder schwitzender „Perverser“ aus Kellern, oder: die Ressentiments gegen „Dead or Alive“

28. Mai 2011

Sie begleiten praktisch jeden der wenigen Releases von der Franchise und begründen wohl auch weshalb nicht mehr japanische Spiele dieser Art im Westen erscheinen – so long mein erhofftes Ikki Tousen für die PSP. Und dazu bedarf es offenbar kaum weitergehender Vorwürfe: hasserfüllte Kommentare zu diesen Veröffentlichungen kommen wie selbstverständlich dazu, vor allem in der englischsprachigen Videospiel-Fachpresse wie mir scheint. Was etwa in Deutschland die Gewaltdarstellungen sind können so zwar tatsächlich vor allem puritanische Einstellungen sein, doch glaube ich greift das zu kurz. Viel zu kurz. Es scheint sich für mich eher um eine Form von Selbsthass zu handeln der auf das kulturell Andere, nur vermeintlich Fremde, etwa repräsentiert durch Katzenohren, projeziert wird.
Dazu wird sich – wie üblich – selbst für sozial kompetenter gehalten als jene denen die Katzenohren gefallen, usw.

Natürlich könnte ich jetzt auch schreiben, dass das bezogen auf JapanerInnen als solche noch dazu wohl blanker Rassismus von oben bis unten ist, aber was bringt das schon…

Um die Erzeugnisse selbst scheint es dabei jedenfalls kaum zu gehen. Was wie ein Mantra fast schon vor sich hergebetet wird sind nämlich Ideen von Menschen, Typen welche die Vortragenden offenbar von sich weisen wollen – angsterfüllt – und sie beschwören dabei häufig stets gleiche Bilder. Zum Beispiel Bilder schwitzender „Perverser“ aus Kellern.
So schrieb ein gewisser Dan Ryckert am 11. März beim angesehenen Game Informer in den USA:
„Dead Or Alive is a series that knows its creepy fans. Hell, DOA Paradise has virtually no gameplay but plenty of footage of balloon-breasted young girls lathering themselves up and taking turns licking the same ice cream cone. While the DOA fighting games dial down the perv factor somewhat, there’s still plenty to appeal to the pockmarked, socially awkward, sweaty, desperate, basement-dwelling creepers who get their kicks watching virtual ladies fondle each other…“ Creepy „-guy favorites“ wären dabei „the schoolgirl outfit and one with weird cat ear crap.“
Ich habe ehrlich gesagt kaum etwas hasserfüllteres und menschenverachtenderes aus der Gaming-Presse je gelesen.