Archive for the ‘Wirtschaft’ Category

Eine „Verhöhnung von Welt“ – zum Ableben eines Sinnbilds unserer Zwei- oder Mehrklassengesellschaft

6. Oktober 2011

Sonder-Post der Replique auf einen Kommentar im Standard-Forum. In Anlehnung an den SPIEGEL ONLINE-Artikel „Tod eines Weltverbesserers“: „Genau diese so vorgetragene Menschenverachtung, diese ganzen Überlegenheitsdünkel von Reife und eingebildeter sozialer Kompetenzen gehören da offenbar halt auch mit dazu. Zu diesem Ableben. Und als gewordener Apple-User schäme ich mich eher für
solche Äußerungen fremd. Ich schätze Apples Ideen. Ich bin auch Katholik, aber wenn ein Papst in Rom stirbt werde ich bei zumindest Konservatismen auch nicht unbedingt Trauer bekunden wollen – und das hat nichts mit Pietätlosigkeit zu tun, sondern mit realpolitischen Überlegungen und menschlicher Verantwortung. Anderen Ideen von Fortschritt. Auch weniger mit den Arbeitsbedingungen von dort wo Apple ihren Fetisch überall herstellen ließ, oder dass eine schnöde Tasche für ihre Produkte annähernd soviel kostet wie ihre materiellen Investitionen selbst, sondern eher damit wie da mit Leistung, Krankheit und Tod einseitig umgegangen wird. Wenn so vom Tod eines Weltverbesserers gesprochen wird möchte ich das als eine Verhöhnung von Welt ansehen —„

Neuerlicher Kommentar beim VDVC…

16. Juni 2011

Beim VDVC scheint man leider immer mehr bloß in einer Kategorie denken zu können. Es ist ein Jammer – Kommentar: ‚Ich habe nirgendwo behauptet, dass Ihr diese Inhalte „abschaffen“ wollt – das entspringt reiner Fantasie und ist eine ganz üble Unterstellung – dennoch wendet Ihr Euch so doch dagegen: Ihr wollt eben etwa nicht einmal haben, dass man da etwas überhaupt „kaufen“ nennt.
Ich würde nichts gelesen haben und an meinem Gedächtnis täte es mangeln, dabei kann so nicht einmal wiedergegeben werden was ich schrieb – da stand überhaupt nichts davon, dass Ihr etwas abschaffen wolltet.

Und dabei berücksichtigt Ihr nicht einmal, dass sehr Vieles was auf Konsolen-Marktplätzen zum Beispiel „gekauft“ wird dort gratis „verkauft“ wird. Inklusive Quittungen. Bei iTunes dasselbe. Welche Garantien möchtet Ihr denn dafür haben? Oder wollt Ihr das auch nicht, dass man etwas „gratis“ kaufen kann wie es so dort üblich ist. Ich glaube ja Euch interessiert das alles überhaupt nicht. Ihr wollt Euch bloß einschlägig profilieren. Ja das unterstelle ich zur Abwechslung Euch mal – nach dem was es hier alles an Fragwürdigkeiten so zu lesen gibt.
Abonnements, andere Services, etc. kommen so auch nicht vor – genau die wird es in Hinkunft wahrscheinlich aber immer mehr geben. Ebenfalls am PC.‘

Late Night im US-TV: Hirshberg, Bowling und Schofield letzten Montag bei Jimmy Fallon (NBC)

16. Juni 2011

Fast wäre ich geneigt zu sagen: „andere Länder, andere Sitten“…

Am Dienstag war nochmal Cliff Bleszinski mit „Gears of War 3“ dort, das in Deutschland vermutlich wieder indiziert werden wird:

Und gestern schließlich eine weitere Präsentation von „Uncharted 3“ – für heute wird eine Vorführung von „Battlefield 3“ auf Basis einer PS3-Version erwartet. Nintendo soll morgen dann die Fernseh-Woche beenden. Kritik bei Kotaku

Exklusiver Kommentar zu Pressestimmen über „Duke Nukem Forever“

14. Juni 2011

Kommentar: ‚Der Duke war zunächst schon immer sexistisch gegenüber Männern. Am Anfang gab es bei ihm gar keine Frauenfiguren, sondern nur ihn als Abziehbild von 80er-Jahre-Action. Diese kamen zusammen mit dem ganzen (Fäkal-)Humor erst später hinzu, doch ja: in den Kommentaren bei Destructoid kann man indirekt erfahren, dass Rezensent Jim Sterling zwar offenbar Witze über Michael J. Fox körperlichen Zustand macht, doch keine Witze in „Duke Nukem Forever“ erkennen konnte. Und es ist ja auch wirklich so: in jeder Satire welche eine eigene fiktionale Welt portraitiert wird man gesonderte Scherze darin kaum finden. Ob in der GTA-Welt aus Gewalt, Korruption und Sex, oder bei den Simpsons: wo zwischen Alkoholismus und Geldgier gependelt wird während von Folge zu Folge immer klarer zu werden scheint, dass einerseits die Kinder das Haus wohl nie verlassen werden, sowie eine möglicherweise ersehnte Pensionierung auch niemals eintreten wird. Das ist alles unheimlich bitter: selbst die „Ritter der Kokosnuss“ sind das. Eigentlich. Von innen heraus jedenfalls.
Dabei nicht unterscheiden zu können, oder besser zu wollen, macht auch den Unterschied für mich aus. Also die Diskriminierung: genau so wie wenn Werner Schneyder im Österreichischen Rundfunk erklärt, dass er „Kritik“ als „Unterschied“ begreift. Und genau dort verorte ich auch die Wurzel dieser kulturellen Fremdenfeindlichkeit. Das Dort wo dieses Kultur-Unverständnis zu Hause ist. Heimelig. Anheimend.

Ich habe „Duke Nukem Forever“ noch nicht gespielt – gehe aber davon aus, dass es sich ähnlich anfühlen wird wie das dritte „Doom“ zu dessen zweiten Teil, also als eine Art Backlash zwar, der aber letzten Endes doch auch wohltuend rüberkommen wird. Jedenfalls bei mir: wo findet man in Ego-Shootern nach „Prey“, in deren Schlauch-Levels, denn schon eine auch nur annähernd so große Verspieltheit wie sie hier wohl immer noch vorzufinden ist. Vieles was sonst doch eher als überflüssige Production Values erachtet werden wird ist dabei das Salz in der Suppe. Jedenfalls für mich
Die Frage ist demnach wo man hin will: ob Videospiele sich kulturell normiert (bestens) anpassen sollen, oder doch lieber eine gewisse Eigenständigkeit bewahren. Eine eigene Identität – geistige Unabhängigkeit, politische Unkorrektheit diesbezüglich, usw. Und ich wäre da ein für allemal sehr konservativ: ja! Wer keine Assimilation an derlei zurückhaltende Vorgaben will wird den Duke verteidigen (müssen). Und sich sozial divergieren. Eine liebevolle „Krankheit“.‘

Beim Standard: ‚Der Games-Standard entwickelt sich für mich so leider doch immer mehr zu einer Bastion der kulturellen Assimilation (zurück). Das Destructoid-Review würde ich dabei eher als absurde
Ausnahme bezeichnen: ähnliche Abgrenzungen sind gegenüber „Dead or Alive“ erst kürzlich beim Game Informer aufgetaucht. Darüber könnte man auch ruhig hinwegsehen, aber natürlich nicht so hier – hier wird das offenbar eher als gefundenes Fressen für die eigenen Überlegenheitsdünkeln betrachtet: genau so könnte man auch Homer Simpson als übergewichtig-dumpfen Alkoholiker auffassen. Aber es ist wahrscheinlich schon so: entweder man hat ein Kultur-Verständnis (dafür), oder halt nicht. „Soziopath“ bin ich da jedenfalls sehr gern, zumal der Destructoid-Rezensent in den dortigen Kommentaren noch als jemand geoutet wird der durchaus mal Witze über (prominente) Menschen mit Behinderungen macht. Jedoch wär beim Duke so kein Witz vorhanden. Nuff said.‘

Exklusiver Kommentar zur Fallon-Gaming-Week

14. Juni 2011

Kommentar: ‚Robert Bowling’s Call of Duty ins NBC-Fernsehen. Was in Deutschland schon allein an Faschismus grenzen würde lässt eher hierzulande an ein fragwürdiges Demokratieverständnis erinnern. Und da nehme ich Österreich bewusst auch nicht aus – ein grundsätzlich anderes gesellschaftliches Klima gegenüber vielen großen, populären Videospielen stelle ich hier leider ebenfalls nicht fest.
Abgesehen von der Staatsgewalt ist es in Österreich sogar noch viel schlimmer als in Deutschland: die größte Medienindustrie der Welt hat im Kulturprogramm des Österreichischen Rundfunks dem Vernehmen nach etwa gar keinen Platz. Von großen, gesonderten Förderung(sprogramm)en für einzelne Titel ist meinem Vernehmen nach nicht das Geringste zu finden.

Ist etwas nicht mit Ernst, Nutzen, anerkannter Bildung und Leistung, sowie herkömmlicher Gesundheit in Zusammenhang zu bringen wird mit ungeheuerlicher Brutalität darüber gefahren, gehasst, verachtet und ausgegrenzt. Wenn nicht „verboten“, „verbittet“ man es sich halt auf andere Weise. Da gibt es überhaupt kein Verständnis und/oder Akzeptanz. Vielleicht gerade mal eben ein bisschen Toleranz, wenn schon nicht mit der Staatsanwaltschaft gedroht wird. Zum darüber streuen. Und auch das gehört zu diesem allgegenwärtigen, ganz alltäglichen Faschismus wohl dazu – gerade (auch) von vermeintlich weltoffener, aufgeschlossener(er) Seite einer solch arroganten, sich für überlegen haltenden „Moralgesellschaft“.‘

E3-Einstimmungen mit Michael Pachter

5. Juni 2011

Nach seinem sehr launigen Auftritt bei Giant Bomb (MP3) ist Star-Analyst Michael Pachter nun auch ein nicht weniger unterhaltsamer Gast bei den Invisible Walls von MTV.

Unterdessen rückt die E3 immer näher – in weniger als dreißig Stunden beginnen in Los Angeles die Pressekonferenzen – traditionell mit jener von Microsoft. Dazu gibt es – wie schon im letzten Jahr – eine umfangreiche Vor- und Nachberichterstattung inklusive Analysen auf Gametrailers.com

E3 2011: „El Shaddai – Ascension of the Metatron“ ab 9. September in Europa

4. Juni 2011

E3 2011: „Tomb Raider“

4. Juni 2011

Gameplay-Szenen gibt es noch immer keine – bei einem angepeilten Release-Termin im Herbst nächsten Jahres sollte das wohl auch nicht verwundern.
Ich finde jedoch, dass das Lead-Character-Design dabei schon weiterhin eine frappante Ähnlichkeit mit „The 3rd Birthday“ aufweist. Bis hin zur Atemtechnik:

E3 2011: NGP offenbar mit PS2-Re-Releases

3. Juni 2011

In der Konami-PK im Vorfeld zur E3, welche sich als von langer Hand geplantes, einstündiges Werbevideo entpuppte, gab es einen indirekten Hinweis auf eine PS2-Kompatibilität der NGP – ähnlich zu den aktuellen Verkäufen von PS1-Titeln für PSP und PS3. Für 2012 wurde nämlich zusätzlich zu MGS und „Silent Hill“ auch eine Zone-of-the-Enders-HD-Collection angekündigt, welche ein Cross-Plattform-Feature namens „Transfarring“ von Kojima integriert haben soll. Sinn macht das bloß dann, wenn zumindest die NGP die beiden PS2-Spiele (leicht modifiziert) erhält. Da wohl anzunehmen ist, dass man bei „Silent Hill“ ähnlich zu verfahren gedenkt, wird es sich kaum um eigene Handheld-Entwicklungen handeln. Konami hält sich dabei naturgemäß noch bedeckt. Näheres wohl erst nach der Sony-PK am Dienstag
Ansonsten erschöpfte sich die Sendung in der Ankündigung eines NGP-„Silent Hill“, Erfreulichem vom zweiten „Silent Hill“-(Real)-Film, dem neuen (Film-)Spiel, das sehr an „Alan Wake“ erinnerte, und einen weiteren starken Trailer zu „Neverdead“, das äußerst kreativ zu werden scheint. Sowie auffallend viel Handheld- und Cross-Plattforming-Tamtam – erstaunlicher Weise aber nichts Neues zu „Castlevania“, außer der Aussicht auf neuen DLC für „Lords of Shadow“. Nicht einmal ein 3DS-„Castlevania“ scheint Konami heuer gebacken zu bekommen, aber vielleicht belehrt Nintendo dazu am Dienstag die Welt ja noch eines Besseren. Ähnlich wie Crytek und Id hat Kojima nur eine eigene Engine über mehrere Plattformen laufen lassen.
Neues zu Rising gab es substantiell nicht – was das nächste tatsächliche Spiel von ihm selbst sein wird wollte Kojima ebenfalls nicht verraten. Ein überraschender Auftritt bei einem der großen Drei scheint mir Anfang nächster Woche auch wegen eines in der Konami-eigenen Sendung so bereits getätigten Verweises aufs nächste Jahr sehr unwahrscheinlich zu sein.
Die HD-Kollektionen wird Konami zwar auch für die 360 anbieten, dann aber notgedrungen halt ohne „Transfarring“ – solange Microsoft keinen eigenen Handheld ins Rennen schickt… Irgendwas stimmt da für mich jedoch nicht, womöglich wird es am Montag die Sensation aus heiterem Himmel geben und wirklich ein X-Zune präsentiert. Vielleicht sogar mit Kojima als Promoter.

PSN erneut mit Problemen…

29. Mai 2011

Momentan ist das Playstation Network nicht nur bei mir (wieder) nicht erreichbar: womöglich hängt die aktuelle Situation mit einer finalen Wiederherstellung auf globaler Basis zusammen – das heißt inklusive Store -, denn zumindest Japan wieder ans Netzwerk anzuschliessen hat man in Asien jetzt so offenbar schon versucht…

Nachtrag: den obigen Neogaf-Meldungen zufolge besteht das Problem derzeit nur dann, wenn man sich beim System (neu) anmelden möchte. Angemeldete Personen scheinen jedenfalls aktuell (noch) nicht betroffen zu sein und anscheinend betrifft das Problem so auch Sony-Webseiten. Sony schweigt dazu jedoch selbst bei Twitter noch – also in meinen Augen wirklich kein Vergleich zur Informationspolitik von Microsoft

2.: die Wartungsseite wird nun geladen… Möge man gut eine Woche vor der E3 für Sony das beste hoffen.